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LGT Navigator: Starke Monatsbilanz an den Börsen, trotz neuer Inflationsrekordmarken

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LGT Navigator : Der Oktober dürfte Anleger mit gemischten Gefühlen zurücklassen. Einerseits verbuchten beispielsweise der Dow Jones oder der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 eine positive Monatsbilanz von knapp +14%, respektive fast +9%, andererseits sorgten vor allem die grossen US-Technologiewerte mit ihren Zahlen und Ausblicken für Ernüchterung mit Blick auf die kommenden Quartale.

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In den USA rückt nun die nächste Leitzinserhöhung der US-Notenbank in den Fokus. Unterdessen, kurz nachdem die EZB die Zinsen erneut kräftig erhöht hatte, hat die Teuerungsrate in der Eurozone die Zehnprozent-Marke deutlich geknackt.

Vor dem nächsten Zinsschritt der US-Notenbank (Fed) sorgten Gewinnmitnahmen nach einem starken Börsenmonat an der Wall Street für Abgabedruck. Der Dow Jones Industrial schloss bei 32’732.95 Punkten -0.39% tiefer als am Freitag, verbucht aber im Oktober einen Gewinn von knapp +14%. Der S&P 500 gab am Montag um -0.75% auf 3’871.98 Punkte nach und an der Nasdaq verloren die Indizes rund -1.2%. Die Monatsbilanz für die Technologiewerte bleibt mit rund +4% relativ bescheiden. Am Anleihemarkt kletterte die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen unterdessen wieder auf 4.06%.

In Asien legte der Hang Seng in Hongkong am Dienstag zwar um mehr als +3% zu – der Hang Seng-Tech-Index gewann gar +5% –, verbuchte aber im Oktober ein sattes Minus von mehr als -14%. In Shanghai legte der Composite-Index um knapp +0.9% zu, nachdem der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor Chinas mit 49.2 Punkten etwas besser als erwartet ausgefallen war. An der Tokioter Börse stieg der Nikkei 225 um rund +0.3%. In Australien straffte die Zentralbank ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 25 Basispunkte, was erwartet worden war.

Im Euroraum sprengt die Inflation die Zehnprozentmarke

Die Lebenshaltungskosten in der Eurozone sind im Oktober so stark gestiegen wie noch nie. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um +10.7%. Im September betrug die Teuerungsrate noch +9.9%. Haupttreiber bleiben die Energiepreise, die sich zum Vorjahresmonat um knapp +42% erhöhten. Deutlich mehr mussten Konsumenten in der Eurozone auch für Lebens- und Genussmittel zahlen, nämlich rund +13% mehr als vor einem Jahr. Auf Monatsbasis stiegen die Verbraucherpreise im Oktober +1.5% (Konsens +1.2%). Vor diesem Hintergrund dürfte die EZB ihre Inflationsprojektionen im Dezember noch einmal nach oben korrigieren müssen und eine Entspannung der geldpolitischen Lage scheint in weiter Ferne. Seit der Zinswende im Juli hat die EZB ihren Leitzins bereits um 200 Basispunkte erhöht und stellte anlässlich des letzten Zinsschritts in der vergangenen Woche weitere Zinserhöhungen in Aussicht.

Euro-Wirtschaft schlug sich im Sommer besser als erwartet

Das Bruttoinlandsprodukt der 19 Euroländer expandierte im dritten Quartal im Schnitt um +0.2%, wie das Statistikamt Eurostat berichtet. Analysten hatten mit +0.1% gerechnet. Die Dynamik hat aber klar abgenommen, denn im zweiten Quartal war das Euro-BIP noch um +0.8% gewachsen.

Italiens Wirtschaft ist in den Sommermonaten überraschend gewachsen. Das BIP legte im Q3 gegenüber dem Vorquartal um +0.5% zu, während Ökonomen von einer Stagnation ausgegangen waren. Im Vergleich zum Q2, als eine Expansion um +1.1% gemessen wurde, verlor die italienische Wirtschaft aber deutlich an Schwung.

Wirtschaftskalender 1. November

MEZLandIndikatorLetzte Periode
09:00DEImportpreise (September, J/J)+32.7%
09:00CHSeco Konsumklima Q4-42
09:30CHEinkaufsmanagerindex (Oktober)57.1
10:30GBEinkaufsmanagerindex Industrie (Oktober)45.8
11:00OPECPressekonferenz 
14:45USAEinkaufsmanagerindex Industrie (Oktober)49.9
15:00USAISM Einkaufsmanagerindex Industrie (Oktober)50.9

Unternehmenskalender 1. November

LandUnternehmenPeriode
DEFreseniusQ3
NLDSMQ3
GBBPQ3
USAPfizerQ3
USAEli LillyQ3
USAAMDQ3
USAUber TechnologiesQ3
USAMondelezQ3

Quelle: BondWorld.ch


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