LGT Navigator : Eine potenzielle weitere Eskalation des Ukraine-Konflikts sorgt an den Kapitalmärkten weiterhin für Nervosität. Während Europas Börsen zu Wochenbeginn Verluste einfuhren, sorgte an der Wall Street die Aussicht auf Gespräche der Konfliktparteien für etwas Entspannung.
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So will Russland anscheinend Gespräche mit den USA und seinen Verbündeten über Forderungen nach Sicherheitsgarantien in Europa fortsetzen. Neben dem geopolitischen Poker halten auch weiterhin die Zinssorgen die Börsen fest im Griff.
An der Wall Street sorgten die geopolitischen Unsicherheiten sowie die bevorstehende Zinswende der US-Notenbank für Abgaben. Der Dow Jones Industrial verlor knapp ein halbes Prozent und ging mit 34’566.17 Punkten aus dem Montagshandel. Der S&P 500 büsste -0.38% ein und schloss bei 4’401.67 Zählern. An der Technologiebörse Nasdaq konnten sich die Indizes hingegen knapp über den Schlusskursen vom vergangenen Freitag halten.
Hinsichtlich der erwarteten Zinswende der Federal Reserve warten die Kapitalmärkte auf neue Hinweise im morgen Abend zur Veröffentlichung anstehenden Protokoll des letzten Zinsentscheids im Januar. An den Anleihenmärkten sind mittlerweile mehr als sechs Zinsanhebungen in den USA binnen Jahresfrist eingepreist. Das heisst, dass der US-Leitzins im Januar 2023 über +1.5% betragen könnte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen verharrt unterdessen aktuell knapp bei zwei Prozent.
In Asien folgten die meisten Aktienindizes den negativen Vorgaben aus Übersee. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund -0.8% tiefer als am Vortag. Chinesische Aktien konnten teilweise zulegen, nachdem Chinas Zentralbank mehr Liquidität zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums zur Verfügung gestellt hatte.
USA warnen vor einem unmittelbar bevorstehenden Angriff Russlands in der Ukraine
Der amerikanische Aussenminister Antony Blinken bekräftigte nochmals die Sorge, dass Russland bereits in den nächsten Tagen eine militärische Aktion gegen die Ukraine starten könnte. «Alles, was wir in Bezug auf die Stationierung russischer Streitkräfte um die Ukraine, an allen Seiten der Ukraine, sehen, lässt uns zu diesem Schluss kommen», so Blinken.
Moskau zeigt Gesprächsbereitschaft, beharrt aber auf seinen Forderungen
Dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow zufolge, gebe es nach wie vor eine Chance für Verhandlungen. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass Russland an den geforderten Sicherheitsgarantien – sprich ein garantierter Verzicht der Ukraine auf eine Nato-Mitgliedschaft – festhalten werde. Die Nato beharrt bisher auf dem Standpunkt, dass jedes Land das Recht auf eine freie Bündniswahl habe.
G7 stärken der Ukraine den Rücken
Die Finanzminister der G7-Staaten – USA, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada – erklärten, der Ukraine weitere Finanz- und Wirtschaftshilfen zur Verfügung zu stellen. Die sieben Nationen unter dem aktuellen Vorsitz Deutschlands bekräftigten zudem, dass weitere militärische Aggressionen Russlands gegen die Ukraine mit einer schnellen, koordinierten und energischen Reaktion in Form von wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen beantwortet würden. Dies hätte massive und unmittelbare Folgen für Russlands Wirtschaft.
Wirtschaftskalender 15. Februar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | DE | Grosshandelspreise (Januar, J/J) | +16.1% |
| 08:00 | GB | Arbeitslosenrate (Dezember) | 4.1% |
| 09:00 | ESP | Verbraucherpreise (Januar, J/J) | +6.1% |
| 09:30 | NL | BIP Q4 (Q/Q) | +2.1% |
| 11:00 | DE | ZEW Konjunkturerwartungen (Februar) | +51.7 |
| 11:00 | EZ | ZEW Konjunkturerwartungen (Februar) | +49.4 |
| 11:00 | EZ | BIP Q4 (Q/Q) | +0.3% |
| 11:00 | EZ | Treffen der Eurogruppe | |
| 14:30 | USA | Erzeugerpreise (Januar, J/J) | +9.7% |
| 14:30 | USA | Kern-Erzeugerpreise (Januar, J/J) | +8.3% |
| 14:30 | USA | NY Fed Empire State Industrie (Februar) | -0.70 |
Unternehmenskalender 15. Februar
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | Straumann | Jahreszahlen |
| CH | Glencore | Jahreszahlen |
| CH | Alcon | Jahreszahlen |
| FR | Engie | Jahreszahlen |
| NL | DMS | Jahreszahlen |
| USA | Airbnb | Q4 |
| USA | Marriott International | Q4 |
Quelle: BondWorld.ch
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