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LGT Navigator: US-Arbeitsmarktbericht – entscheidender Faktor für Fed-Zinstempo

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LGT Navigator : Die von US-Notenbankchef Powell Mitte Woche angedeutete moderatere Gangart der Fed-Zinspolitik wird heute Nachmittag mit dem anstehenden US-Arbeitsmarktbericht nochmals auf den Prüfstand gestellt.

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Sollte sich das Beschäftigungswachstum in den USA abschwächen, könnte dies die Aussicht auf eine Verlangsamung des Zinserhöhungstempo bereits im Dezember signalisieren.

An der New Yorker Börse war der Start in den letzten Monat dieses Jahres nach zwei starken Monaten verhalten. Der Dow Jones Industrial schloss bei 34’395.01 Punkten -0.56% tiefer während der breite S&P 500 bei 4’076.57 Punkten (-0.09%) praktisch unverändert blieb. Auch an der Nasdaq verharrten die Indizes am Schluss auf dem Vortagesniveau. Das dominierende Thema bleibt die Geldpolitik der US-Notenbank. Ein entscheidender Faktor für einen nächsten Zinsschritt am 14. Dezember ist die heute Nachmittag um 14:30 Uhr (MEZ) anstehende Arbeitsmarktstatistik aus Washington. Ökonomen gehen von einem etwas schwächeren Beschäftigungswachstum von 200’000 neu geschaffenen Jobs im November aus.  Am Anleihenmarkt gab die Rendite zehnjähriger Treasuries infolge der von Fed-Chef Powell in Aussicht gestellten moderaten Gangart auf 3.52% nach und der US-Dollar verlor gegenüber dem Euro weiter an Boden.

In Asien gaben die Aktienindizes vor dem Wochenende mehrheitlich nach. Die Aktien in Tokio führten die Verluste in der Region an, wobei der Nikkei 225 rund -1.8% verlor. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel um -0.64 % und auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite kurz vor Schluss rund -0.4% tiefer. Im Zentrum steht das weitere Vorgehen Pekings hinsichtlich der Pandemiemassnahmen, wobei nach wie vor unklar bleibt, ob oder wie stark die strengen Covid-Beschränkungen gelockert werden könnten.

Wichtiges Inflationsmass liefert Indiz für leicht nachlassenden Teuerungsdruck in den USA

Der von der US-Notenbank bevorzugte und auf den Konsumausgaben basierende Inflationsindikator PCE (Personal Consumption Expanditure) bestätigte, dass sich der Preisauftrieb in den USA zuletzt wieder etwas abgeschwächt hat. Im Jahresvergleich blieb der Indikator zwar auf einem hohen Niveau ging aber von +6.3% im September auf +6.0% im Oktober zurück. Ohne Berücksichtigung der Energie- und Nahrungsmittelpreise ging der Kernindex von +5.2% auf +5.0% zurück.

US-Industriebarometer rutscht in die Kontraktion

Der Einkaufsmanagerindex des Branchenverbandes ISM (Institute for Supply Management) fiel im November von 50.2 auf 49.0 Punkte (Konsens 49.7) auf den niedrigsten Wert seit Mai 2020 zurück und signalisiert damit einen Rückgang der Aktivität im amerikanischen Industriesektor.

Leicht bessere Stimmung in der Euro-Industrie 

Die von S&P Global befragten Industrieunternehmen in der Eurozone zeigten sich optimistischer und der Einkaufsmanagerindex verbesserte sich im November von 46.4 im Vormonat auf 47.1 Punkte. Der Frühindikator bleibt damit aber deutlich unter der 50er-Linie, die ein Wachstum des Sektors von einer Kontraktion trennt. Die Intensität des Abschwungs im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone habe sich im November abgeschwächt, was hoffen lasse, dass die Industrie im Euroraum nicht wie zunächst angenommen vor einem so starken Abschwung im Winter steht. Andererseits bleibt die Unsicherheit hinsichtlich der Energieversorgung bestehen, meinte S&P-Chefökonom Chris Williamson.

Ausblick für britische Industrie bleibt getrübt

Der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor in Grossbritannien ist im November um 0.3 auf 46.5 Punkte gestiegen, blieb aber den vierten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 Zählern. Der Sektor leidet nach wie vor unter schwacher Nachfrage sowie hohen Energiepreisen und Materialmangel, kommentierte S&P Global.

Wirtschaftskalender 2. Dezember

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEExporte (Oktober, M/M)-0.5%
08:00DEImport (Oktober, M/M)-2.3%
08:45FRIndustrieproduktion (Oktober, M/M)-0.8%
11:00EZErzeugerpreise (Oktober, J/J)+41.9%
14:30USAArbeitslosenrate (November)3.7%
14:30USABeschäftigung (November, Ex-Agrar)+261’000
14:30USADurchschnittliche Stundenlöhne (November, J/J)+4.7%
14:30DEBundesbankpräsident Nagel spricht 

Unternehmenskalender 5. Dezember

LandUnternehmenPeriode
DEDeutsche Börse – Überprüfung DAX-Zusammensetzung 

  Quelle: BondWorld.ch


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