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LGT Navigator: US-Arbeitsmarktentwicklung – entscheidender Faktor für die Fed-Politik

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LGT Navigator : Bei der geldpolitischen Ausrichtung der US-Notenbank spielt die Entwicklung am Arbeitsmarkt eine entscheidende Rolle.

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Vor diesem Hintergrund steht heute die monatliche Arbeitsmarktstatistik aus Washington im Mittelpunkt des Geschehens. Im Vorfeld rückten die Rezessionssorgen etwas in den Hintergrund und die Aktienindizes an der Wall Street setzten die Stabilisierung fort. Am Treffen der Aussenminister der G20-Staaten in Indonesien standen der Ukraine-Krieg und der Konflikt zwischen dem Westen und Russland im Fokus, aber auch die weltweite Ernährungs- und Energiesicherheit.

Der Dow Jones Industrial schloss am Donnerstag +1.12% höher bei 31’384.55 Punkten und der S&P 500 legte um +1.5% auf 3’902.62 Punkte zu. Damit notiert der S&P 500 knapp 20% unter dem Rekordhoch vom Januar. Die Technologiewerte an der Nasdaq gewannen gestern rund +2%, liegen damit aber fast 30% unter dem Höchststand von November 2021. Für Aufmerksamkeit sorgte u.a. ein Medienbericht, demzufolgedie geplante Übernahme des Nachrichtendienstes Twitter durch den Tech-Milliardär Elon Musk zu platzen droht. Die Twitter-Aktie brach kurzzeitig um mehr als -7% ein.

In Asien tendieren die Börsenindizes zum Wochenabschluss höher, angeführt von Tokio. Der Nikkei 225 notiert rund +0.75% höher. In Hongkong und in Shanghai blieben die Tagesgewinne hingegen moderater.

Am Anleihenmarkt kletterte die Rendite zehnjähriger Treasuries wieder über die 3%-Marke und im Devisenhandel fiel der Euro gegenüber dem US-Dollar unter die Marke von 1.02 bis auf 1.0160.

US-Arbeitsmarktbericht im Fokus

Die Beschäftigung in den USA dürfte im Mai erneut kräftig zugenommen haben. Der Analystenkonsens geht von einem Wachstum von 390’000 Stellen aus und sieht die Arbeitslosenquote mit 3.6% knapp über dem vor der Pandemie erreichten Tiefststand von 3.5%. Sollte sich der Arbeitsmarkt als robust erweisen, dürfte dies die US-Notenbank (Fed) darin bestärken die Leitzinsen weiter zu erhöhen. Um die Inflation einzudämmen, wird das Fed versuchen die Nachfrage nach Arbeitskräften zu dämpfen ohne dabei die Arbeitslosenquote zu sehr in die Höhe zu treiben. Die gestern veröffentlichten wöchentlichen Arbeitsmarktdaten zeigten zwar einen Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, jedoch ist das Niveau der Anträge seit längerer Zeit niedrig, was auf einen weiterhin soliden Stellenmarkt hindeutet.

EZB auf heikler Mission – Protokoll bekräftigt Aussicht auf Zinswende

Dem gestern veröffentlichten Sitzungsprotokoll der EZB zufolge bleibt die Tür für einen «grossen» ersten Zinsschritt am 21. Juli offen. Noch scheinen die Meinungen nicht gemacht. Denn die EZB steckt noch stärker als die Fed im Dilemma und steht vor einem entscheidenden Wendemanöver, um die ohnehin fragile Wirtschaft vor dem Hintergrund einer potenziellen Energiekrise in Europa, nicht eine Rezession zu riskieren. Noch hat sich EZB-Chefin Christine Lagarde nicht so konsequent dem Kampf gegen die Inflation verpflichtet, wie das US-Notenbankchef Jerome Powell getan hat, jedoch verstärken sich die Hinweise, dass sich die Inflation vor dem Hintergrund des massiven Anstiegs der Energiekosten auf hohem Niveau festsetzt oder dass sie gar weiter ansteigt.

Risiko für globale Rezession hat laut IWF deutlich zugenommen

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, will angesichts der gestiegenen Risiken eine globale Rezession im nächsten Jahr nicht mehr ausschliessen. Derzeit geht der IWF noch von einem Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr von +3.6% aus. Diese Prognose dürfte aber Ende Juli nochmals nach unten korrigiert werden. Im Vergleich: 2021 betrug das globale BIP-Wachstum noch +6.1%. Die Aussichten hätten sich seit der letzten Aktualisierung im April vor dem Hintergrund der Inflation, einer restriktiveren Geldpolitik, der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China und der Folgen des Ukraine-Kriegs deutlich verschlechtert, betonte die IWF-Vorsitzende. Um die Preisstabilität wiederherzustellen, könnte ein langsameres Wirtschaftswachstum ein «notwendiger Preis» sein. Gleichzeitig habe das Risiko einer Divergenz zwischen Finanz- und Geldpolitik zugenommen. Diesbezüglich müsse verhindert werden, dass die Massnahmen der Zentralbanken zur Inflationskontrolle nicht durch fiskalische Unterstützung untergraben werden, betonte Georgieva.

Wirtschaftskalender 8. Juli

MEZLandIndikatorLetzte Periode
10:00ITIndustrieproduktion (Mai, M/M)+1.6%
13:55EZEZB Präsidentin Lagarde spricht 
14:30USAArbeitslosenrate (Juni)3.6%
14:30USABeschäftigung Gesamtwirtschaft (Juni)+390’000
14:30USADurchschnittliche Stundenlöhne (Juni, J/J)+5.2%

Unternehmenskalender 12. Juli

LandUnternehmenPeriode
USAPepsicoQ2

Quelle: BondWorld.ch


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