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LGT Navigator: US-Notenbank bleibt im Kampf gegen die Inflation auf Kurs

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LGT Navigator : Die amerikanische Zentralbank betont in ihrem jüngsten Konjunkturbericht (Beige Book) den anhaltend hohen Inflationsdruck sowie die weiterhin belastenden Probleme in den globalen Lieferketten.

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Insgesamt befinde sich die US-Wirtschaft dank eines nach wie vor soliden Konsums auf einem «moderaten» Wachstumspfad, womit die Fed sich in ihrem antizipierten Zinserhöhungskurs bestätigt sehen dürfte. An den Aktienmärkten stehen weiterhin die Unternehmensberichtssaison sowie erwartete Aussagen hochrangiger Notenbankvertreter im Fokus. Des Weiteren sorgen der Ukraine-Krieg und die am Wochenende anstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich für zusätzliche Unsicherheit.

An der New Yorker Börse setzte sich zur Wochenmitte der kurzfristig positive Trend fort und die Indizes verbuchten weitere Gewinne. Der Dow Jones Industrial schloss +0.71% höher bei 35’160.79 Punkten. Im S&P 500 sorgte hingegen die Aktie des Streaming-Anbieters Netflix für Furore und eine leicht negative Tagesbilanz. Der marktbreite Index ging am Mittwoch bei 4’459.45 Zählern praktisch unverändert zum Vortag (-0.06%) aus dem Rennen. Die Indizes an der Technologiebörse Nasdaq konnten die Vortagesgewinne ebenfalls nicht halten und schlossen rund -1.5% tiefer. Für Furore sorgte an der Wall Street u.a. der Streamingdienst Netflix, der im abgelaufenen Quartal mit dem ersten Rückgang der Abonnemente enttäuschte. Die Aktie fiel zeitweise um fast -30%. Der Einbruch setzte auch anderen Entertainment-Aktien zu. Walt Disney gab um -5.6% nach und die Aktie des Audio-Streamingdienstes Spotify fiel um fast -11%. Positiv war hingegen die Reaktion auf das Q1-Ergebnis des Computer-Konzerns IBM, der die Erwartungen übertreffen konnte. Die Aktie legte um rund +7% zu.

Am Anleihenmarkt fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen etwas zurück auf 2.85%, nachdem zuvor mit fast 3% der höchste Stand seit Ende 2018 registriert worden war.

In Asien gaben die Aktienindizes in Festlandchina und Hongkong am Donnerstag aufgrund von Konjunktursorgen nach, fanden dann aber Unterstützung durch den Rückgang der Renditen längerfristiger US-Staatsanleihen. In Tokio legte der Nikkei 225 hingegen um rund +0.8% zu.

Fed-Beige Book: Moderater Wachstumstrend bei höherer Inflation

er regelmässige Konjunkturbericht der US-Notenbank, das sogenannte Beige Book, attestierte der US-Wirtschaft ein «moderates» Wachstum, womit die Formulierung leicht positiver ausfiel als anfangs März («mässig bis moderat»). Das Fed betonte jedoch, dass der Inflationsdruck hoch bleibe und der Krieg in der Ukraine für starke Preisanstiege bei Energie, Metallen, Rohstoffen und landwirtschaftlichen Produkten sorge. Hinzu kämen anhaltende Lieferkettenprobleme.

Chinas Zentralbank hält ihr Pulver trocken

Die chinesische Notenbank sah von einer Lockerung der Leitzinsen ab, trotz der durch die Pandemie-Einschränkungen und Lieferkettenprobleme verstärkten Konjunktursorgen. Der Referenzzinssatz für einjährige Bankkredite blieb damit unverändert bei 3.7% und der Zins für fünfjährige Kredite beträgt weiterhin 4.6%. Analysten waren in der Mehrheit von einer leichten Senkung der Leitzinsen ausgegangen.

Hochrangige EZB-Ratsmitglieder sehen Möglichkeit baldiger Zinsstraffung

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte nach Einschätzung von Martins Kazaks, Chef der Zentralbank von Lettland, die Leitzinsen angesichts der zunehmenden Inflationsrisiken bereits im Juli erhöhen. In Anspielung auf die Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, wonach die der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik «graduell» erfolgen werde, meinte der Notenbanker in einem Interview mit Bloomberg, dass «graduell» nicht langsam heisse, sondern «die ergriffenen politischen Massnahmen angemessen sein müssen». In der Eurozone erreichte die Inflationsrate im März mit +7.5% einen Höchststand.

Bundesbankpräsident und EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel geht ebenfalls von der Möglichkeit aus, dass die EZB wegen der hohen Inflation die Leitzinsen bereits im Sommer anheben könnte. Ein erster Zinsschritt sei zu Beginn des dritten Quartals möglich, kommentierte Nagel bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds in Washington.

Verstärkter Preisauftrieb auf Erzeugerebene in Deutschland

Der bereits starke Anstieg der Produzentenpreise in Deutschland hat sich im März weiter beschleunigt. Auf Jahressicht erhöhte sich das Preisniveau um knapp +31% – der stärkste Anstieg seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1949! Getrieben werden die Erzeugerpreise weiterhin vor allem durch die Energiekosten, die im Jahresvergleich vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine um +84% gestiegen sind. Erdgas sogar um +145%.

Wirtschaftskalender 21. April

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:45FRKonjunkturumfrage (April)106.0
09:00AUTVerbraucherpreise (März, J/J)+6.7%
11:00EZVerbraucherpreise (März, J/J)+7.5%
11:00EZKern-Verbraucherpreise (März, J/J)+3.0%
14:30USAPhilly Fed-Industrieindikator (April)+22.7
14:30USAErstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich)185’000
16:00USAFrühindikator (März)+0.3%
16:00EZKonsumententstimmung (April)-18.7
17:00USAFed-Governor Powell spricht 
18:30GBBank of England Governor Bailey spricht 
19:00EZEZB-Präsidentin Lagarde spricht 

Unternehmenskalender 21. April

LandUnternehmenPeriode
CHABBQ1 
CHNestléQ1 Umsatz 
FRKeringQ1 Umsatz
FRVinciQ1 Umsatz
NLAkzo NobelQ1 
USAAT&TQ1
USADowQ1
USAAmercian AirlinesQ1
USAPhilip Morris InternationalQ1
USABlackstoneQ1
USASnapQ1

Quelle: BondWorld.ch


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