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LGT Navigator: Versöhnlicher Wochenschluss, aber Inflationssorgen dürften weiter belasten

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LGT Navigator: Die chinesische Konjunktur ist weiterhin auf Erholungskurs, wie aktuelle Makrodaten zeigen.

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Die Börsen in den USA und Europa schlossen am Freitag mit Gewinnen und holten die Kursverluste aus der ersten Wochenhälfte teilweise auf. Die nach wie vor akuten Inflationsängste und die damit einhergehende Erwartung steigender Zinsen rückten etwas in den Hintergrund, und auch schwache Konjunkturindikatoren aus den USA hatten keinen negativen Effekt. Positiv auf die Börsenstimmung wirkten hingegen Lockerungen der Corona-Massnahmen in den USA und in einigen europäischen Ländern.

Die asiatischen Börsen starten uneinheitlich in die neue Woche. In Tokio verliert der Nikkei mehr als -1%. Dagegen gewinnt der Shanghai Composite rund +1% und der Hang Seng in Hongkong avanciert +0.4%. Im Fokus standen verschiedene Wirtschaftsindikatoren aus China. So ist die chinesische Industrieleistung im April im Vorjahresvergleich um +9.8% gestiegen, was im Rahmen der Erwartungen lag. Der Detailhandel hat den Umsatz in der gleichen Zeitperiode um +17.7% gesteigert; Analysten hatten allerdings ein Plus von +24.9% prognostiziert.

In den USA schlossen die Börsen am Freitag den zweiten Tag in Folge fester. Der S&P 500 gewann +1.5% und der Dow Jones kletterte +1.1%. Den grössten Gewinn verzeichnete der Nasdaq Composite mit +2.3%, der von der Erholung der Technologietitel profitierte. Die Aufholjagd vom Donnerstag und Freitag vermochte die Verluste aus der ersten Wochenhälfte aber nicht auszugleichen und so resultierten im Wochenvergleich Verluste.

Inflationssorgen drücken auf die Stimmung der amerikanischen Konsumenten

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die weitere Konjunkturentwicklung in den USA hat sich im Mai aufgrund zunehmender Besorgnis in Bezug auf die Inflation abgeschwächt. Gemäss den neusten Umfrageergebnissen der Universität Michigan fiel das Verbrauchervertrauensbarometer überraschend kräftig von 88.3 im April auf 82.8 Punkte im laufenden Monat. Analysten hatten im Schnitt mit einer Verbesserung auf 90.1 Zähler gerechnet. In der Umfrage fielen sowohl die Erwartungen der befragten Privathaushalte als auch die Einschätzung der aktuellen Lage klar negativer aus als noch vor einem Monat. Die Inflationserwartungen der Konsumenten für die nächsten zwölf Monate erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat von 3.4% auf 4.6% und erreichten damit den höchsten Wert seit zehn Jahren.

US-Einzelhandelsumsätze enttäuschen im April

Die Umsätze der amerikanischen Retail-Branche stagnierten im April gegenüber dem Vormonat und blieben damit deutlich unter der von Ökonomen prognostizierten Zunahme um +1% zurück. Allerdings waren die Einzelhandelsumsätze im März noch stärker ausgefallen, als zunächst berichtet. Angesichts der Aufholeffekte nach Beendigung vieler Lockdowns und der direkten staatlichen Unterstützung (Corona-Schecks) nahmen die Retail Sales im Vormonat revidierten Angaben zufolge um +10.7% anstatt der zuvor berechneten +9.8% zu.

Stärkster Anstieg der US-Importpreise seit fast zehn Jahren

Die Einfuhrpreise in den USA stiegen im April auf Jahressicht um +10.6% und wiesen damit den kräftigsten Zuwachs seit Oktober 2011 aus. Verglichen mit dem Vormonat erhöhten sich die Importpreise um +0.7%, was ebenfalls etwas stärker war als erwartet. Die Einfuhrpreise fliessen teilweise in die Verbraucherpreise ein und sind ein weiteres Puzzleteil der gegenwärtigen Inflationssorgen.

US-Industrieproduktion durch Lieferkettenengpässe behindert

In den USA ist die Industrieproduktion im April um +0.7% zum Vormonat gestiegen. Damit verlangsamte sich aber das Wachstumstempo der Industrieproduktion gegenüber März, als die Produktion um revidiert +2.4% (erste Berechnung +1.4%) zugelegt hatte. Zwar hat sich der Industriesektor angesichts der starken Nachfrage nach der Lockerung vieler Corona-Massnahmen und der Wiederbelebung der Wirtschaft deutlich erholt, jedoch belasten nun verstärkt Engpässe in den Lieferketten die Produktion.

Wirtschaftskalender 17. Mai

MEZLandIndikatorLetzte Periode
10:00ITVerbraucherpreise (April, J/J)+0.6%
14:30USANY Fed Empire State Industrieindex (Mai)+26.3

Unternehmenskalender 18. Mai

LandUnternehmenPeriode
ITGeneraliQ1
FREngieQ1
GBVodafoneQ1
USAWalmartQ1
USAHome DepotQ1

Quelle: BondWorld.ch


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