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LGT Navigator: Vorsicht dominiert das Börsengeschehen

LGT Navigator : Zum Start der neuen Handelswoche gehen Anleger in Deckung und bescheren den globalen Börsen einen verlustreichen Wochenauftakt. Sorgen um die Energiesicherheit in Europa schwächen den Euro.

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An den internationalen Aktienmärkten war die Stimmung zum Wochenstart getrübt. In Europa schüren die Sorgen vor einer Energiekrise Unsicherheit, während die Zahl der Corona-Neuinfektionen in China rasant steigt und damit das Risiko neuer Lockdown-Massnahmen wieder zunimmt. Damit drohen erneut Lieferengpässe. Zudem halten sich die Investoren im Vorfeld der Publikation der aktuellen US-Inflationsdaten, die am Mittwoch veröffentlicht werden, zurück.

An der Wall Street zählten die konjunktursensitiven Technologiewerte einmal mehr zu den Verlierern: Der Nasdaq Composite hat am Montag -2.3% verloren. Der S&P 500 büsste -1.2% ein und der Dow Jones gab -0.5% nach.

Bei den US-Einzelwerten stehen weiterhin die Twitter-Aktien im Fokus. Der amerikanische Kurznachrichtendienst will Milliardär Elon Musk gerichtlich zwingen, das Unternehmen für USD 44 Mrd. zu übernehmen. Das, nachdem Musk am Freitag angekündigt hat, dass er Twitter nun doch nicht kaufen will, weil das Unternehmen angeblich ungenügende Angaben zur Anzahl Fake-Accounts gemacht hat. Die Twitter-Aktien haben am Montag -11.3% eingebüsst und waren damit das Schlusslicht im S&P 500.

Die asiatischen Börsen folgen am Dienstag den schwachen Vorgaben aus den USA. In Tokio notiert der Nikkei -1.9% schwächer. In Hongkong verliert der Hang Seng Index -1.2%, und der Shanghai Composite gibt -1% nach.

Euro bleibt schwach

Der Euro ist zum Wochenstart unter das Zwanzigjahrestief gefallen, das er Ende letzter Woche erreicht hat. Am Montag fiel die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar bis auf USD 1.0053, nachdem sie am Freitag mit USD 1.0072 auf dem niedrigsten Niveau seit Ende 2002 notierte. Auch gegenüber dem Schweizer Franken handelte der Euro weiterhin deutlich unter Parität und kostete weniger als CHF 0.99. Die Euroschwäche ist unter anderem auf die Furcht vor einer Energiekrise im Währungsraum zurückzuführen. Am Montag wurde die Gas-Pipeline Nord Stream 1 abgeschaltet, um geplante Wartungsarbeiten durchzuführen. Es handelt sich dabei um eine der wichtigsten Pipelines, um Erdgas von Russland nach Europa zu transportieren. Nun wird befürchtet, dass Russland den Gashahn nach Abschluss der zehntägigen Routinearbeiten nicht mehr aufdreht.

Deutsche Privathaushalte rechnen mit rasch steigenden Preisen

In Deutschland sind die Inflationserwartungen im Juni erneut gestiegen. So erwarten die Privathaushalte, dass sich die Preise in den kommenden zwölf Monaten um +7.5% verteuern werden, wie die Bundesbank mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Datenerhebung 2019. Im Vormonat lagen die Inflationserwartungen bei +7.0%. Auch in den kommenden fünf Jahren rechnen die privaten Haushalte mit deutlich steigenden Preisen. Für eine erfolgreiche Geldpolitik ist es zentral, dass sich die Inflationserwartungen im Einklang mit dem Notenbankziel für Preisstabilität bewegen. Lösen sich die Erwartungen aus der Verankerung, droht eine Lohn-Preis-Spirale, die die Teuerung anfacht. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt mittelfristig eine Jahresteuerung von 2% an. Zuletzt lag die die Inflation im Währungsraum jedoch bei +8.6% und erreichte damit ein Rekordhoch. Die EZB dürfte daher dem Beispiel anderer Notenbanken folgen und an ihrem nächsten geldpolitischen Treffen am 21. Juli die Leitzinsen anheben, um die Teuerung zu bekämpfen.

Wirtschaftskalender 12. Juli

MEZLandIndikatorLetzte Periode
11:00DEZEW Konjunkturerwartungen (Juli) -28.0
13:00OPECMonatsbericht 

Unternehmenskalender 12. Juli

LandUnternehmenPeriode
AUTTelekom AustriaQ2
USAPepsicoQ2

Quelle: BondWorld.ch


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