LGT Navigator: Positive Konjunkturdaten aus den USA sorgten an der Wall Street für positive Impulse. Gefragt waren insbesondere Technologieaktien.
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Die Standardwerte litten hingegen unter einigen enttäuschenden Unternehmensergebnissen. Insgesamt bleibt die Börsenstimmung vorsichtig optimistisch, jedoch geprägt von Unsicherheiten hinsichtlich der Inflations- und Zinsentwicklung sowie der Sorge, dass erneute Pandemie-Beschränkungen die fragile Konjunkturerholung noch stärker in Mitleidenschaft ziehen könnten.
Amerikanische Technologiewerte standen am Donnerstag vor dem Hintergrund eines starken Quartalsergebnisses des Grafikprozessorspezialisten Nvidia hoch im Kurs und sorgten für einen soliden Tagesgewinn an der Technologiebörse Nasdaq von rund +1%. Der Dow Jones Industrial und der S&P 500 litten hingegen unter dem Kurseinbruch des Netzwerkausrüsters Cisco oder des auch an der New Yorker Börse gelisteten chinesischen E-Commerce-Giganten Alibaba. Cisco enttäuschte mit einem verhaltenen Geschäftsausblick aufgrund von Lieferkettenproblemen und fehlender Computerchips. Die Aktie brach um mehr als -8% ein. Die Aktien von Alibaba fielen zeitweise um fast -12%, nachdem das Unternehmen mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen verfehlt und seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt hatte. In der Folge schloss der Dow -0.17% tiefer bei 35’870.95 Punkten. Der marktbreite S&P 500 ging immerhin +0.34% höher bei 4’704.54 Zählern aus dem Tagesgeschäft.
In Asien zeigten die Aktienindizes zum Wochenschluss keinen einheitlichen Trend. Für Aufmerksamkeit sorgt die Nachricht, wonach Japan heute ein neues Konjunkturunterstützungsprogramm im Umfang von fast USD 500 Mrd. ankündigen wird, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.
Positive Nachricht im Kampf gegen die Corona-Pandemie
Die US-Regierung kauft beim Pharmakonzern Pfizer zehn Millionen Dosen des noch nicht zugelassenen Covid-19-Medikaments «Paxlovid» für rund USD 5.3 Mrd. Nach einer Notfallzulassung durch die FDA soll die Auslieferung noch in diesem Jahr beginnen. Das Medikament werde US-Präsident Joe Biden zufolge für Amerikaner einfach erhältlich und kostenlos sein.
Frühindikatoren signalisieren verbesserte konjunkturelle Aussichten für US-Wirtschaft
Die vom New Yorker Wirtschaftsforschungsinstitut The Conference Board zusammengestellten Frühindikatoren haben sich im Oktober stärker als erwartet verbessert. Der daraus resultierende «Leading Indicator» legte gegenüber dem Vormonat um 0.9% Prozent zu (Konsens +0.8%). Der Sammelindex setzt sich aus zehn als Frühindikatoren anerkannten Wirtschaftszahlen zusammen, wie beispielsweise Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Neuaufträge in der Industrie oder Verbrauchervertrauen, und soll einen Hinweis auf die Entwicklung der Gesamtwirtschaft auf Sicht von rund sechs Monaten liefern.
US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung nähern sich dem Vor-Pandemie-Niveau
Die Zahl der Amerikaner, die in der vergangenen Woche erstmals einen Antrag auf staatliche Arbeitslosenunterstützung gestellt haben, ist fast auf das Niveau vor der Pandemie zurückgegangen. Damit scheint sich die Erholung am Arbeitsmarkt weiter fortzusetzen, obwohl der Mangel an Arbeitskräften ein Hindernis für ein schnelleres Beschäftigungswachstum bleibt. Die Erstanträge gingen in der Woche zum 13. November um 1’000 auf saisonbereinigte 268’000 Anträge zurück, der niedrigste Stand seit Beginn der Pandemie in den Vereinigten Staaten vor mehr als 20 Monaten.
Philly Fed-Index sendet positives Signal für US-Industrie
Der aktuellen Umfrage der Federal Reserve von Philadelphia zufolge hat sich das Geschäftsklima in der US-Ostküstenregion im November deutlicher stärker als erwartet verbessert. Der sogenannte Philly-Fed-Indikator für die regionale Industrie legte um 15.2 auf +39.0 Punkte zu. Analysten hatten im Schnitt mit einem nur moderaten Anstieg auf +24.0 Zähler gerechnet. Ab einem Indexwert von null Punkten signalisiert dieser Indikator eine Zunahme der Wirtschaftsaktivität.
Türkische Zentralbank senkt Leitzins trotz anhaltendem Inflationsdruck
Trotz einer Inflationsrate von knapp 20% gab die türkische Notenbank dem politischen Druck nach und senkte ihren Leitzins erneut, zum dritten Mal in Folge, diesmal um 100 Basispunkte auf nun 15%. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat bereits drei Zentralbankchefs entlassen, mit deren Geldpolitik er nicht einverstanden war. Der aktuelle Notenbankpräsident Sahap Kavcioglu ist erst seit März 2021 im Amt. Infolge des Zinsentscheids brach die türkische Lira gegenüber dem US-Dollar und dem Euro auf neue Rekordtiefstände ein.
Wirtschaftskalender 19 November
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | GB | Einzelhandelsumsätze (Oktober, M/M) | -0.6% |
| 08:00 | DE | Erzeugerpreise (Oktober, J/J) | +14.2% |
| 09:30 | EZ | EZB-Präsidentin Lagarde Rede |
Unternehmenskalender 19. November
| Land | Unternehmen | Periode |
| GB | Kingfisher | Q3 Umsatz |
Quelle: BondWorld.ch
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