LGT Navigator : Die US-Aktien gaben am Donnerstag leicht nach, während die asiatischen Aktien zum Ende der Woche zulegten, da sich die Händlerinnen und Händler auf die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten vorbereiteten.
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Diese Woche war geprägt von Überraschungen auf dem US-Arbeitsmarkt: Am Dienstag veröffentlichte Daten zeigten unerwartet viele offene Stellen, und am nächsten Tag folgten schwache Daten zu den Beschäftigtenzahlen. Die Anleger interpretieren alle Anzeichen für einen robusten Arbeitsmarkt als Zeichen dafür, dass die US-Notenbank die Zinserhöhung fortsetzen könnte, während schwache Arbeitsmarktdaten als Anzeichen für ein baldiges Ende des Zinserhöhungszyklus gewertet werden.
Die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt waren die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung am Donnerstag, die in der Nähe historischer Tiefstände liegen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stieg in der vergangenen Woche leicht auf 207’000 an. Einen detaillierteren Blick auf den Arbeitsmarkt bekommen Anlegerinnen und Anleger vom US-Büro für Arbeitsstatistiken am Freitag mit der Veröffentlichung seiner Zusammenfassung der Beschäftigungslage.
Die Wall Street beendete den Donnerstag mit nur leichten Verlusten nach einer volatilen Handelswoche. Der Dow Jones Industrial beendete den Tag im Wesentlichen unverändert, während der S&P 500 und der technologielastige Nasdaq-100 jeweils 0.1% verloren.
Im asiatisch-pazifischen Raum legten die Aktienmärkte trotz des schwachen Börsenschlusses an der Wall Street zu. Der Hang Seng Index in Hongkong führte die Kursgewinne an und legte um 1.6% zu. Die Märkte auf dem chinesischen Festland waren wegen einer Feiertagswoche geschlossen. In Tokio ging der Nikkei 225 um 0.1% zurück, während in Südkorea der Kospi um 0.3% zulegte. Der australische S&P/ASX 200 legte um 0.4% zu.
Andernorts in Asien beliess die indische Zentralbank am Freitag den Leitzins unverändert bei 6.5%. Dieser Schritt war von den Märkten weitgehend erwartet worden. Die indische Rupie bewegte sich nach der Ankündigung nicht viel.
In Europa fiel die deutsche Handelsbilanz im August weniger stark als erwartet, da sowohl die Exporte als auch die Importe zurückgingen. Der Handelsüberschuss verringerte sich auf 16.6 Milliarden Euro von 17.7 Milliarden Euro im Juli. Europas grösste Volkswirtschaft, die traditionell stark von Exporten abhängig ist, hat in diesem Jahr mit einem Wachstum zu kämpfen, da wichtige Exportmärkte wie China keine Unterstützung bieten. Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland war in letzter Zeit stark rückläufig, und der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag im September bei einem niedrigen Wert von 39.6.
Unternehmensnachrichten im Fokus: Investorentag Givaudan.
Konjunkturdaten im Fokus: Arbeitslosenquote Schweiz (07:45 Uhr), Auftragseingang Industrie Deutschland (08:00 Uhr), Handelsbilanz Frankreich (08:45), Einzelhandelsumsatz Italien (10:00), Arbeitsmarktbericht USA (14:30).
Quelle: BondWorld.ch
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