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LGT Navigator: Warten auf neue Impulse – Inflationsentwicklung bleibt im Fokus

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LGT Navigator: Nach einem positiven Wochenstart traten die Aktienkurse an der Wall Street angesichts fehlender neuer Impulse und latenter Inflationssorgen mehr oder weniger auf der Stelle.

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Nach wie vor stellt sich die Frage, ob sich der massiv gestiegene Inflationsdruck lediglich ein vorübergehendes Phänomen oder doch eine nachhaltigere Entwicklung herausstellen wird. Dementsprechend wäre eine konsequentere Reaktion der Zentralbanken zu erwarten. Heute gilt der Fokus den neusten Einzelhandelsdaten aus den USA, die jeweils Auskunft zum Konsumverhalten liefern.

Der Dow Jones Industrial schloss am Montag praktisch unverändert bei 36’087.45 Punkten (-0.04%) und auch der S&P 500 trat an Ort und ging bei 4’682.80 Zählern (+0.01%) aus dem Tagesgeschäft. In etwa das gleiche Bild zeigte sich an der Technologiebörse Nasdaq. Die amerikanischen Aktienmärkte konnten damit nicht von den positiven Vorgaben aus Europa und Asien profitieren. Der EuroStoxx 50 legte zum Wochenstart immerhin um +0.36% auf 4’386.19 Punkte zu und bewegt sich damit auf dem höchsten Niveau seit Januar 2008.

Konsens-betontes virtuelles Spitzentreffen von Biden und Xi Jinping

US-Präsident Joe Biden und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping betonten anlässlich eines Online-Gesprächs die Wichtigkeit der Kooperation und versuchten die offensichtlichen Spannungen etwas zu entschärfen. Beide Seiten strichen hervor, dass gute Beziehungen wichtig seien, um die Entwicklung in beiden Ländern voranzutreiben, ein friedliches und stabiles internationales Umfeld zu sichern und wirksame Antworten auf globale Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Corona-Pandemie zu finden. Es liege in der Verantwortung beider Staaten dafür zu sorgen, dass der Wettbewerb zwischen den Ländern nicht in einen Konflikt ausartet, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, und alle Länder müssten sich an dieselben Spielregeln halten, so Biden.

Positives Signal für US-Industrie

Gemäss den neusten Umfrageergebnissen der New Yorker Federal Reserve hat sich die Stimmung im regionalen Industriesektor rund um die Metropole New York im November stärker als erwartet verbessert. Der daraus resultierende Empire-State-Index kletterte im Vergleich zum Vormonat um 11.1 auf +30.9 Punkte. Ökonomen waren von einem deutlich geringeren Anstieg auf +22.0 Zähler ausgegangen. Der Indikator signalisiert damit ein robustes wirtschaftliches Wachstum des regionalen Sektors und gilt als verlässliche Indikation für den nationalen ISM-Industrie-Einkaufsmanagerindex.

EZB-Chefin Lagarde bekräftigt abwartende Haltung

Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte hinsichtlich ihrer Geldpolitik weiterhin in einem «Wait and See» Modus verharren. Dies ist den gestrigen Äusserungen von Notenbankpräsidentin Christine Lagarde zu entnehmen. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Bedingungen für eine Zinsanhebung im kommenden Jahr erfüllt seien, meinte Lagarde vor dem Europäischen Parlament. Hintergrund ist, dass die EZB weiterhin von einer Abschwächung des Inflationsdrucks im nächsten Jahr ausgeht – auch wenn die Abkühlung langsamer sein werde als ursprünglich erwartet. Begründet wird dies von der EZB durch den aus ihrer Sicht «nur» vorübergehenden Anstieg der Energiepreise und Angebotsengpässe. Derzeit sieht die EZB laut Lagarde auch kein grosses Risiko, dass steigende Löhne zu einem nachhaltigen Anstieg der Inflation führen könnten. «Insgesamt gehen wir weiterhin davon aus, dass die Inflation mittelfristig unter unserem neuen symmetrischen Zwei-Prozent-Ziel bleibt», so die EZB-Präsidentin in Brüssel. Nachdem die US-Notenbank (Fed) bereits die Drosselung ihrer quantitativen Massnahmen, das sogenannte «Tapering», angekündigt hatte, mehrere Zentralbanken, wie beispielsweise Australiens RBA, bereits die Zinsen gestrafft haben, oder im Falle der Bank of England kurz davor stehen, dürfte der Druck auf die EZB noch zunehmen.

Bank of England bereitet ersten Zinsschritt vor

Der britische Zentralbankchef Andrew Bailey betonte, dass er hinsichtlich der Inflationsaussichten sehr besorgt sei. Vor diesem Hintergrund sei auch der letzte Entscheid des geldpolitischen Rates am 4. November, die Leitzinsen noch nicht zu erhöhen, laut Bailey, äusserst knapp ausgefallen. Die Finanzmärkte rechnen derzeit mit einer nahezu 100-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England die Zinsen am 16. Dezember um 15 Basispunkte auf +0.25% anheben wird.

Wirtschaftskalender 16 November

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBArbeitslosenrate (September)4.5%
08:45FRVerbraucherpreise (Oktober, J/J)+3.2%
09:30NLBIP Q3 (Q/Q)+3.8%
10:00ITVerbraucherpreise (Oktober, J/J)+3.1%
11:00EZBIP Q3 (Q/Q)+2.2%
14:30USAEinzelhandelsumsätze (Oktober, M/M)+0.7%
15:15USAIndustrieproduktion (Oktober, M/M)-1.3%
16:00USANAHB-Wohnungsmarktindex (November)+80.0
17:00EZEZB-Präsidentin Lagarde Rede

Unternehmenskalender 15. November

LandUnternehmenPeriode
FRBouyguesQ3
GBVodafoneH1
USAWalmartQ3
USAHome DepotQ3

Quelle: BondWorld.ch


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