LGT Navigator : Mit Spannung werden heute Nachmittag die neusten Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten erwartet.
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Sollte sich die Inflationsrate wie erwartet weiter abschwächen, könnte dies der US-Notenbank Argumente für eine moderatere Zinsstraffungspolitik liefern. Ökonomen gehen von einem neuerlichen Rückgang der Teuerungsrate von 7.1% im November auf 6.5% im Dezember aus. An den Börsen sorgt die antizipierte Entspannung des Inflationsrisikos für Rückenwind.
An der New Yorker Börse zeigten sich die Anleger zur Wochenmitte optimistisch und gehen dank einem antizipierten weiteren Rückgang der Inflation in den USA auch von einem moderateren Vorgehen der US-Notenbank aus. Der Dow Jones Industrial schloss 0.8% höher bei 33’973.01 Punkten, dem bisher höchsten Stand seit Jahresbeginn. Der S&P 500 legte um 1.28% auf 3’969.61 Punkte zu und an der Nasdaq stiegen die Indizes um knapp 1.8%. Im Gegenzug gaben am Anleihenmarkt die Renditen etwas nach. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe notiert aktuell bei 3.53%. Der US-Dollar leidet unterdessen unter der Erwartung weniger aggressiveren Zinserhöhungen des Fed und gab gegenüber dem Euro bis auf 1.0775 nach – für den Greenback das tiefste Niveau seit Mai letzten Jahres.
Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum tendierten am Donnerstag uneinheitlich. In Tokio, Hongkong sowie Shanghai blieben die Indizes praktisch unverändert. Einerseits wird auch hier auf die Inflationsdaten aus den USA gewartet und andererseits lag die heute Morgen veröffentlichte Jahresteuerungsrate in China mit 1.8% im Dezember genau in den Erwartungen.
US-Notenbank sieht sich bei der Klimapolitik nicht in der Pflicht
Jerome Powell, Vorsitzender der Federal Reserve (Fed) betonte anfangs Woche an einer Veranstaltung in Schweden, dass das Fed in Themen wie dem Klimawandel nicht eine aktive Rolle einnehmen werde, da dies über das vom US-Kongress festgelegte Mandat hinausgehen würde. Der Klimawandel spiele für die Geldpolitik des Fed keine Rolle. Entsprechende politische Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels müssten vom Parlament und der Regierung getroffen werden, kommentierte Powell.
Für die USA, Mexiko und Kanada soll «Made in Nordamerika» im Zentrum stehen
Die drei grossen Staaten Nordamerikas, die USA, Mexiko und Kanada, haben auf einem Gipfeltreffen in Mexiko-Stadt den Willen geäussert, die Wirtschaftsbeziehungen und die Zusammenarbeit wieder zu vertiefen. US-Präsident Joe Biden, der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador und der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau betonten insbesondere das Bestreben, Nordamerika hinsichtlich der Lieferketten für die Versorgung mit Gütern und Rohstoffen unabhängiger vom Rest der Welt zu machen und sich für die Rückverlagerung der Warenproduktion aus dem Ausland nach Nordamerika einzusetzen. Die drei Länder kooperieren bereits im Rahmen des Freihandelsabkommens USMCA.
Einem Bloomberg-Bericht zufolge soll Apple planen, ab 2024 in seinen mobilen Geräten erstmals eigene Displays einzubauen, um sich von Zulieferern wie Samsung und LG unabhängiger zu machen.
Wirtschaftskalender 12. Januar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 10:00 | EZ | EZB Monatsbericht | |
| 14:30 | USA | Verbraucherpreise (Dezember, M/M) | +0.1% |
| 14:30 | USA | Verbraucherpreise (Dezember, J/J) | +7.1% |
| 14:30 | USA | Kern-Verbraucherpreise (Dezember, J/J) | +6.0% |
| 14:30 | USA | Erstanträge Arbeitslosengeld (wöchentlich) | 204’000 |
Unternehmenskalender 13. Januar
| Land | Unternehmen | Periode |
| USA | Citigroup | Q4 |
| USA | JPMorgan Chase | Q4 |
| USA | Bank of America | Q4 |
| USA | Wells Fargo | Q4 |
Quelle: BondWorld.ch
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