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LGT Navigator: Wie robust ist der US-Arbeitsmarkt?

LGT Navigator : Der monatliche Beschäftigungsbericht aus Washington steht heute an den Finanzmärkten im Mittelpunkt.

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Einerseits wird sich zeigen, ob sich die jüngste Wirtschaftsabschwächung, respektive defacto eine Rezession, und die eingebrochene Konsumentenstimmung auf die Beschäftigungsentwicklung auswirken wird. Andererseits wird sich herausstellen, ob dies Auswirkungen auf die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank haben wird.

Nachdem im Juni in den USA 372’000 neue Jobs entstanden sind und die Arbeitslosenrate bei 3.6% auf dem tiefsten Stand 52 Jahren verharrte, rechnen Analysten im Schnitt mit einer Abschwächung der Beschäftigungsdynamik im Juli, respektive mit 250’000 «Non-Farm-Payrolls». Nach Einschätzung der US-Notenbank blieb der US-Arbeitsmarkt bisher robust und stützt damit die Ausrichtung auf eine restriktivere Geldpolitik, respektive steigende Zinsen. Die heutige Statistik wird diesbezüglich Aufschluss liefern und damit auch direkt die Zinslandschaft beeinflussen.

An der New Yorker Börse konsolidierten die Aktienindizes nach der Erholungsrally zur Wochenmitte. Der Dow Jones Industrial legte moderat um +0.26% auf 32’726.82 Punkte zu und der S&P 500 schloss fast unverändert zum Vortag bei 4’151.94 Punkten (-0.08%). An der Nasdaq legten die Indizes um knapp ein halbes Prozent zu und verteidigten damit ihre kräftigen Vortagesgewinne.

In Asien tendierten die Aktienindizes zum Wochenschluss mehrheitlich im positiven Terrain. In Tokio notiert der Nikkei 225 ein Tagesplus von +0.80%, während in Hongkong und in Shanghai der Hang Seng und der Composite-Index um rund +0.1%, respektive +0.3% zulegen. Die Börse in Taiwan stieg am Freitag trotz der zugenommenen geopolitischen Spannungen nach dem Besuch der Präsidentin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi um mehr als zwei Prozent. In Indien kündigte die Zentralbank unterdessen eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte auf 5.4% an.

Bank of England erhöht Leitzins um 50 Basispunkte

Grossbritanniens Notenbank setzt mit der kräftigsten Leitzinserhöhung seit 1995 ein deutliches Zeichen im Kampf gegen die Inflation. Nach der Anhebung um ein halbes Prozent notiert der Leitzins nun bei 1.75% – das höchste Niveau seit Ende 2008. An den Finanzmärkten war der neuerliche Zinsschritt in diesem Umfang erwartet worden. Innerhalb des neunköpfigen geldpolitischen Komitees gab es eine Gegenstimme. Seit Ende letzten Jahres hob die britische Zentralbank damit den Leitzins bereits sechsmal an. In Grossbritannien kletterte die Jahresinflationsrate zuletzt auf 9.4% – der höchste Wert seit 40 Jahren – und Ökonomen gehen davon aus, dass die Teuerung bis anfangs 2023 Niveaus um 15% erreichen könnte. In der neusten Prognose gehen Gouverneur Andrew Bailey und sein Team davon aus, dass die Inflation in zwei Jahren wieder auf 2% zurückgehen wird, da der erwartete Konjunktureinbruch die Nachfrage bremsen wird. Der Konjunkturausblick sei mit «extrem grossen Unsicherheiten» belastet und die nächsten Schritte würden je nach Entwicklung der Ereignisse festgelegt werden, betonte die Bank of England.

US-Handelsbilanzdefizit schrumpft

Das Defizit im Aussenhandel der USA ist im Juni erneut geschrumpft. Der Fehlbetrag zwischen Exporten und Importen verringerte sich von USD 84.9 Mrd. im Vormonat auf USD 79.6 Mrd. Mit dem dritten Rückgang in Folge erreichte das Handelsdefizit den tiefsten Stand seit Jahresbeginn. Die Amerikaner exportierten im Berichtsmonat +1.7% mehr als im Monat zuvor, während die Einfuhren um -0.3% zurückgingen.

Wirtschaftskalender 5. August

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEIndustrieproduktion (Juni, M/M)+0.2%
08:45FRIndustrieproduktion (Juni, M/M)+0.0%
10:00ITIndustrieproduktion (Juni, M/M)-1.1%
14:30USAArbeitslosenrate (Juli)3.6%
14:30USABeschäftigung ex-Agrar (Juli)+372’000
14:30USADurchschnittliche Stundenlöhne (Juli, J/J)+5.1%

Unternehmenskalender 5. August

LandUnternehmenPeriode
DEAllianzQ2
DEDeutsche PostQ2
GBLondon Stock ExchangeQ2

Quelle: BondWorld.ch


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