LGT Navigator : Die Investorenstimmung wird spätestens seit der Standortbestimmung von US-Notenbankchef Powell am Jackson Hole-Treffen wieder klar von Zinssorgen dominiert.
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Die bis letzten Freitag noch sehr lebendigen Markterwartungen, wonach das Fed ihren Straffungskurs im nächsten Jahr abbrechen und mit Zinssenkungen beginnen könnte, erhielten mit Powells Rede einen erheblichen Dämpfer. Nun verstärkt sich auch der Druck auf die EZB, schon bald mit einem weiteren Zinsschritt ein klares Zeichen zu setzen.
An der New Yorker Börse konnten sich die Indizes zu Wochenbeginn nach dem jüngsten Einbruch Ende letzter Woche wieder stabilisieren. Dennoch bleibt die Stimmung auf dem Börsenparket geprägt von der Aussicht auf eine weiterhin restriktiver werdende Geldpolitik, respektive weiterhin steigende Zinsen in den USA und auch in Europa. Der Dow Jones Industrial ging mit einem neuerlichen, aber relativ moderaten Tagesverlust von -0.57% bei 32’098.99 Punkten aus dem Handel. Der S&P 500 fiel am Montag auf 4’030.61 Zähler (-0.67%) zurück und an der Nasdaq gaben die Indizes um knapp ein Prozent nach. Am Anleihenmarkt sank die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von ca. 3.11% auf 3.07%.
Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum tendierten am Dienstag einmal mehr uneinheitlich. In Tokio handelt der Nikkei 225 vor Schluss rund +1.1% höher, während in Hongkong der Hang-Seng-Index um etwa -1% nachgibt – der Hang-Seng-Tech-Index fiel zeitweise um mehr als -2%. Der Shanghai Composite notiert rund +0.7% höher und der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans verliert heute rund -0.5%.
Forderungen nach starkem «Zinssignal» der EZB werden lauter
EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel forderte, wie zuvor bereits ihre Kollegen, Österreichs Notenbankchef Robert Holzmann und der niederländische Zentralbankvorsitzende Klaas Knot, dass die Europäische Zentralbank (EZB) der Inflation entschlossen und rasch entgegentritt. Aktuell beträgt die Teuerung im Euroraum +8.9% und der Druck auf die EZB mit einem kräftigen Zinsschritt von womöglich 75 Basispunkten – analog zur US-Notenbank – dürfte bis zum Zinsentscheid am 8. September zunehmen.
In der Folge legte der Euro gegenüber dem US-Dollar etwas zu und notiert nun knapp unter der Parität bei 0.9995.
Anhaltende geopolitische Spannungen rund um Taiwan
Die Fahrt zweier amerikanischer Kriegsschiffe durch die Strasse von Taiwan sorgte in Peking erwartungsgemäss für Unmut. China bezeichnete den Akt als Provokation und warf Washington eine «absichtliche Sabotage des regionalen Friedens und der Stabilität» vor. Die USA müssten die Souveränität und territoriale Integrität anderer Länder respektieren, forderte ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums.
Wirtschaftskalender 30. August
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | DE | Importpreise (Juli, J/J) | +29.9% |
| 09:00 | CH | KOF Konjunkturbarometer (August) | +90.1 |
| 09:00 | ES | Verbraucherpreise (August, J/J) | +10.7% |
| 11:00 | EZ | Wirtschaftsstimmung (August) | +99.0 |
| 11:00 | EZ | Konsumentenvertrauen (August) | -24.9 |
| 11:00 | EZ | Geschäftsklima (August) | +1.14 |
| 14:00 | DE | Verbraucherpreise (August, J/J) | +8.5% |
| 15:00 | USA | S&P/CaseShiller Häuserpreise 20 grösste Städte (Juni, J/J) | +20.5% |
| 16:00 | USA | Verbrauchervertrauen (August) | +95.7 |
Unternehmenskalender 30. August
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | Givaudan | H1 |
| DE | DZ Bank | H1 |
| USA | Best Buy | Q2 |
| USA | Hewlett-Packard | Q3 |
Quelle: BondWorld.ch
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