LGT Navigator : Nach den überraschend robusten US-Arbeitsmarktdaten von Ende letzter Woche und die damit verbundene Sorge, dass die amerikanische Notenbank ihren Zinserhöhungskurs fortsetzen wird, drücken die Stimmung an den Börsen, insbesondere bei Technologiewerten.
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Australiens Zentralbank straffte unterdessen ihren Leitzins erneut. Im Fokus stehen zudem die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China aufgrund des «Ballon-Zwischenfalls» und die Unternehmensberichtssaison in Europa, die in dieser Woche an Schwung gewinnt.
An der New Yorker Börse belastete die Aussicht auf eine weiter restriktive Geldpolitik des Fed vor dem Hintergrund des nach wie vor äusserst soliden Arbeitsmarktes. Der Dow Jones Industrial schloss bei 33’891.02 Punkten 0.1% tiefer als am Vortag und der S&P 500 gab zu Wochenbeginn um 0.61% auf 4’111.08 Punkte nach. Am stärksten unter den Zinssorgen litten erneut die Technologiewerte an der Nasdaq: die Indizes notierten knapp 0.9% tiefer. Am Anleihenmarkt kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere im Gegenzug auf 3.65%.
Geopolitische Spannungen und ein erneuter Zinsschritt
An Asiens Börsen war heute kein einheitlicher Trend zu erkennen. Im Mittelpunkt stehen auch Spannungen zwischen den USA und China, nachdem das US-Militär am Wochenende einen chinesischen Spionage-Ballon abgeschossen hatte. In Australien erhöhte die Notenbank den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 3.35%, was jedoch erwartet worden war. Die RBA machte aber auch deutlich, dass sie die Zinsen weiter straffen werde, sollte dies die Inflationsentwicklung rechtfertigen. Der australische Dollar legte daraufhin gegenüber dem US-Dollar zeitweise um rund 1% bis auf 0.6952 zu. In Hongkong stieg der Hang-Seng-Index um rund 0.75% an, angetrieben von einem «Rebound» der Tech-Titel: der Hang-Seng-Tech-Index legte um knapp 2% zu. Auf dem chinesischen Festland lag der Shenzhen Component und der Shanghai Composite-Index geringfügig höher. Auch in Tokio gaben die Notierungen leicht nach. Der Nikkei 225 verliert rund 0.2%.
Stimmung in der Euro-Wirtschaft verbessert sich laut Sentix kontinuierlich
Der monatliche Konjunkturindikator für den Euroraum des deutschen Beratungsunternehmens Sentix hat sich im Februar zum vierten Mal in Folge aufgehellt. Mit minus 8.0 Punkten erreichte das Stimmungsbarometer den höchsten Stand seit knapp einem Jahr. Zu Jahresbeginn hatte der Indikator noch bei minus 17.5 Punkten notiert. Nach Einschätzung von Sentix ist damit eine Rezession in der Eurozone vorerst vom Tisch. Vielmehr gewinne das Szenario einer Stagnation an Kontur.
Schwaches Weihnachtsgeschäft im europäischen Einzelhandel
Die Retailer in der Eurozone verbuchten zum Jahresende 2022 einen Umsatzdämpfer. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Umsätze um 2.7% noch etwas stärker als von Ökonomen erwartet. Weniger umgesetzt wurde insbesondere im Verkauf von Lebensmitteln, aber auch im Versand- und Internethandel. Im Gesamtjahr 2022 nahmen die Einzelhandelsumsätze in der Euroländern gemäss Eurostat damit um 0.7% gegenüber dem Vorjahr zu.
Wirtschaftskalender 7. Februar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 07:45 | CH | Arbeitslosenrate (Januar) | 1.9% |
| 08:00 | DE | Industrieproduktion (Dezember, M/M) | +0.2% |
| 14:30 | USA | Handelsbilanz (Dezember) | USD -61.5 Mrd. |
| 18:40 | USA | Fed Vorsitzender Powell spricht |
Unternehmenskalender 7. Februar
| Land | Unternehmen | Periode |
| DE | Siemens Energy | Q1 |
| DE | Linde | Q4 |
| FR | BNP Paribas | Q4 |
| GB | BP | Q4 |
| USA | Enphase Energy | Q4 |
Quelle: BondWorld.ch
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