LGT Navigator : An der Wall Street und auch an Asiens Aktienbörsen setzten Zinssorgen die Kurse wieder unter Druck.
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Nachdem bereits US-Notenbankchef Powell die Wahrscheinlichkeit einer weiter restriktiven Geldpolitik betont hatte, unterstrichen auch weitere Spitzenvertreter, dass das Fed mit ihrem Zinserhöhungszyklus noch nicht am Ende sei. Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen belastete erneut insbesondere die Technologiewerte. In Europa steht heute ein ganzer Reigen an Unternehmensergebnissen an.
An der Technologiebörse Nasdaq gaben die Indizes um rund 1.8% nach. Der marktbreite S&P 500 schloss 1.11% tiefer bei 4’117.86 Punkten und der Dow Jones Industrial ging bei 33’949.01 Punkten (-0.61%) aus dem Handel. Der kurzzeitige Optimismus wurde u.a. durch Aussagen des Vorsitzenden der New Yorker Fed, John Williams, gedämpft, der die weiterhin sehr unsicheren Inflationsaussichten unterstrich. Das Fed könnte deshalb eventuell noch für lange Zeit einen restriktiven Kurs fahren. Auch der Fed-Gouverneur Christopher Waller warnte, dass der Kampf noch nicht zu Ende sei und zu höheren Zinssätzen führen könnte, als die Märkte derzeit erwarteten. Am Anleihenmarkt blieb die Rendite zehn Jahre laufender US-Staatsanleihen bei 3.62% mehr oder weniger unverändert zum Vortag und auch der US-Dollar verharrte gegenüber dem Euro bei rund 1.0730.
Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum tendierten am Donnerstag uneinheitlich. In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index kurz vor Schluss rund 0.1% tiefer. Im Rampenlicht stand Toyota. Der japanische Autokonzern litt unter dem andauernden Chipmangel und verbuchte einen Rückgang des Nettogewinns. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 0.62% und der Hang Seng Tech Index gewann rund 1%. Auf dem chinesischen Festland notierten der Shenzhen Component rund 1.1% höher und der Shanghai Composite legte um 0.7% zu.
Kampf gegen die Inflation laut EZB-Vize noch nicht gewonnen
Luis de Guindos, seines Zeichens Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), warnte, dass die Inflationsentwicklung trotz des jüngsten Rückgangs, weiterhin besorgniserregend bleibe. Neben dem Aufwärtsdruck auf die Löhne könnte nach Einschätzung von de Guindos auch die Öffnung der chinesischen Wirtschaft, die die Nachfrage nach Energie und Rohstoffen in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt antreiben werde, ein negativer Faktor sein. Aus heutiger Sicht lasse sich sagen, dass die EZB die Hartnäckigkeit der Teuerung unterschätzt habe und früher mit Zinserhöhungen reagieren hätte müssen. Dementsprechend sei mit weiteren Zinserhöhungen zu rechnen.
Container-Riese Maersk – Barometer für den Welthandel
Der dänische Logistikkonzern und einer der grössten Containerschifffahrtsunternehmen der Welt, Maersk, gilt aufgrund seiner globalen Vernetzung als Gradmesser für die Weltwirtschaft. Im Schlussquartal 2022 blieb das Unternehmen mit einem Gewinn von GBP 6.5 Milliarden deutlich hinter dem Vergleichsquartal im Vorjahr (GBP 8 Mrd.) und dem Analystenkonsens (GBP 6.77 Mrd.) zurück. Das ist ein Hinweis, dass sich die Grosswetterlage in der Weltwirtschaft eingetrübt hat. Maersk geht nun davon aus, dass der weltweite Seecontainermarkt im Jahr 2023 in einer Spanne von -2.5% bis +0.5% wachsen wird. Der neue CEO Vincent Clerc rechnet im laufenden Jahr mit einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld.
Wirtschaftskalender 9. Februar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | DE | Verbraucherpreise (Januar, J/J) | +9.6% |
| 11:00 | EU | EU Kommission Konjunkturprognosen | |
| 11:00 | EU | Meeting Staats- und Regierungschefs | |
| 14:30 | USA | Erstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich) | 183’000 |
| 18:00 | DE | Bundesbank-Präsident Nagel spricht |
Unternehmenskalender 9. Februar
| Land | Unternehmen | Periode |
| JP | Toyota | Q3 |
| CH | Credit Suisse | Q4 |
| CH | Zurich Insurance | Q4 |
| CH | Swisscom | Q4 |
| DE | Siemens | Q1 |
| FR | L’Oréal | Q4 |
| FR | Vinci | Q4 |
| FR | Credit Agricole | Q4 |
| IT | Enel | Jahreszahlen |
| LUX | ArcelorMittal | Q4 |
| NL | Aegon | Q4 |
| SWE | Volvo Cars | Q4 |
| GB | AstraZeneca | Q4 |
| GB | Unilever | Q4 |
| GB | British American Tobacco | Q4 |
| USA | PepsiCo | Q4 |
| USA | Paypal | Q4 |
| USA | Expedia | Q4 |
| USA | Kellogg | Q4 |
| USA | Philip Morris | Q4 |
| USA | News Corp | Q2 |
Quelle: BondWorld.ch
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