LGT Navigator

LGT Navigator: Zinssorgen und höhere Renditen halten Aktienmärkte unter Druck

  • Home
  • LGT Navigator
  • LGT Navigator: Zinssorgen und höhere Renditen halten Aktienmärkte unter Druck

LGT Navigator : Überraschend gut ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA und «hawkische» Aussagen von US-Notenbankvertretern heizten erneut Spekulationen bezüglich weiterer schneller Zinserhöhungen an.

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


LGT Navigator


Die Zinssorgen trieben die Renditen an den Anleihenmärkten weiter nach oben und drückten die Aktienkurse an der Wall Street. Die Nervosität an den Börsen bleibt angesichts des Mix von abwechselndem Konjunkturoptimismus und -pessimismus sowie Inflations- und Zinssorgen spürbar.

Der Dow Jones Industrial setzte am Dienstag in einem nervösen Handelsverlauf seine Verlustserie fort und ging -0.43% tiefer als am Vortag bei 29’134.99 Punkten aus dem Handel. Damit verbuchte der Dow bereits den sechsten Verlusttag in Folge. Der S&P 500 fiel um -0.21% auf 3’647.29 Punkte zurück und notierte zeitweise auf dem tiefsten Stand seit November 2020. An der Technologiebörse Nasdaq hielten sich die Indizes hingegen zum Schluss über Wasser und gingen rund +0.15% höher aus dem Tagesgeschäft. Belastend wirkten sich u.a. auch Aussagen des Präsidenten der Federal Reserve von St. Louis, James Bullard, aus, der für weitere Zinserhöhungen plädierte, um die hohe Inflation zu bekämpfen. An den Finanzmärkten nimmt damit auch die Sorge zu, dass die aggressive Verschärfung der Finanzierungsbedingungen die Wirtschaft in eine Rezession stürzen werden. Am Anleihemarkt hielt sich die Rendite der richtungsweisenden US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren nahe der Marke von 4% – aktuell 3.98%.

Die meisten Indizes im asiatisch-pazifischen Raum gaben zur Wochenmitte teilweise deutlich nach. Der japanische Nikkei 225 fiel um rund -2% und in Hongkong notierte der Hang Seng-Index rund -2.3% tiefer. Auf dem chinesischen Festland gab der Shanghai Composite um -0.75% und der Shenzhen Component um -1.5% nach. Der chinesische Offshore- und Onshore-Yuan erreichte unterdessen den schwächsten Stand seit 2008. Der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans fiel um -1.9%.

US-Konsumenten wieder etwas zuversichtlicher

Die Stimmung der amerikanischen Verbraucher hat sich im September unerwartet deutlich verbessert. Das Konsumentenvertrauensbarometer des Konjunkturforschungsinstituts Conference Board kletterte im September um 4.4 auf 108.0 Punkte und erreichte damit den besten Wert seit April dieses Jahres. Analysten hatten im Schnitt mit 104.6 Zählern gerechnet. Ausschlaggebend waren die wieder tieferen Benzinpreise und ein nach wie vor solider Arbeitsmarkt.

Investitionsneigung der Unternehmen in den USA scheint intakt

Die neusten Daten zu den Aufträgen dauerhafter Güter wiesen darauf hin, dass die Unternehmensinvestitionen in den USA im August solide waren. Die Bestellungen für Kapitalgüter ohne Berücksichtigung des Militärbereichs und ohne Flugzeuge erhöhte sich deutlich stärker als erwartet um +1.3% zum Vormonat. Insgesamt nahmen die Aufträge um +0.2% zu. Bei langlebigen Gütern handelt es sich um industriell gefertigte Waren, die längerfristig genutzt werden und nicht zum Konsum gedacht sind.

EZB-Chefvolkswirt warnt vor Lohn-Preis-Spirale

Philip Lane, der oberste Ökonom der EZB, betonte in einem Interview, dass hohe Lohnabschlüsse als Reaktion auf die gestiegene Inflation die Kosten der Unternehmen deutlich in die Höhe treiben und zu Zweitrundeneffekten führen werden. Um die Inflation zu dämpfen, sei die Erkenntnis notwendig, dass die Rentabilität der Unternehmen eine Zeit lang sinken wird und dass die Löhne auch eine Zeit lang nicht ganz mit der Inflation Schritt halten können, so Lane. Die EZB rechne derzeit mit einer Abschwächung der Inflation 2023 und 2024, bekräftigte der Chefvolkswirt.

Weltbank senkt Wachstumsprognose für Ostasien und den pazifischen Raum

Die in Washington ansässige Weltbank geht von einem signifikant geringeren Wachstum in der Region Ostasien und Pazifik aus. Prognostiziert wird ein durchschnittliches BIP-Wachstum von +3.2% verglichen mit den bisher erwarteten +5.0%. Im Jahr 2021 erzielte diese Region im Schnitt ein Wirtschaftswachstum von +7.2%. Hintergrund sei vor allem eine Wachstumsverlangsamung in China (Weltbank-Prognose für 2022 +2.8%).

Wirtschaftskalender 28. September

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEGfK Konsumklima (Oktober)-36.5
08:45FRVerbrauchervertrauen (September)82.0
10:00CHZEW Konjunkturerwartungen (September)-56.3
10:00ITGeschäftsklima (September)104.3
10:00ITVerbrauchervertrauen (September) 98.3
15:00CHSNB Quartalsbericht 
16:00USAAusstehende Hausverkäufe (August, M/M)-1.0%
16:15USAFed Vorsitzender Powell spricht 

Unternehmenskalender 28. September

LandUnternehmenPeriode
FRTotalenergiesInvestorentag
DKCarlsbergKapitalmarkttag
GBVodafoneInvestor Briefing
USAAmazonNeuheiten-Event

Quelle: BondWorld.ch


Newsletter
Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
ETFWorld

Newsletter investmentworld.ch

Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.