LGT Navigator: Die Stimmung auf dem internationalen Börsenparkett zum Wochenende hin hat sich nach einigen verlustreichen Tagen wieder etwas aufgehellt,
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bleibt aber durch Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Konjunkturerholung oder die Inflationsentwicklung sowie die entsprechende Antwort der grossen Zentralbanken durch eine spürbare Zurückhaltung der Investoren gekennzeichnet.
An den amerikanischen Aktienmärkten verzeichneten die Indizes gestern leichte Verluste. Der Dow Jones Industrial beendete den Donnerstag mit einem moderaten Minus von -0.18% bei 34’751.32 Punkten. Der S&P 500 schloss -0.16% tiefer bei 4’473.75 Zählern. Gestützt wurde die Stimmung durch besser als erwartete Umsatzdaten aus dem US-Einzelhandel. Andererseits zeigten die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten auf einen Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
In Asien tendierte die Mehrheit der Aktienindizes am Freitag im Plus und auch für Europas Börsen signalisieren die Futures eine leicht positive Eröffnung.
Stärker als erwartetes Umsatzwachstum im US-Retailhandel
Die amerikanische Einzelhandelsbranche meldete im August ein überraschend starkes Umsatzplus. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Retail Sales um +0.7%, während Analysten im Schnitt mit einem Rückgang um -0.7% gerechnet hatten. Andererseits war der im Juli beobachtete Einbruch mit -1.8% noch stärker als zunächst mit -1.1% geschätzt.
Philly Fed-Indikator signalisiert robustes Wachstum
Die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia hat sich im September laut den aktuellen Umfrageergebnissen der lokalen Notenbank aufgehellt. Nachdem der Philly-Fed-Index in den vorangegangen vier Monaten jeweils gesunken war, kletterte der Indikator im September um 11.3 auf plus 30.7 Punkte. Ökonomen hatten hingegen einen Rückgang auf 19.0 Zähler prognostiziert. Zuvor hatte sich bereits auch das regionale Geschäftsklimabarometer des New Yorker Fed, der Empire State-Index, überraschend stark verbessert.
Euro-Wirtschaft erholt sich laut EZB-Präsidentin Lagarde schneller als erwartet
Nach Einschätzung der EZB-Vorsitzenden Christine Lagarde verläuft die Wirtschaftserholung in der Eurozone schneller als noch vor sechs Monaten erwartet wurde. Das Bruttoinlandsprodukt der 19 Euroländer werde nun voraussichtlich vor Ende des Jahres wieder das Vorkrisenniveau erreichen, auch wenn sich der Wachstumstrend noch nicht vollständig erholt habe, meinte Lagarde. Gleichzeitig forderte die Notenbankchefin, dass die Kooperation zwischen Geld- und Fiskalpolitik, also zwischen Zentralbank und der politischen EU-Exekutive, fortgesetzt werden sollte.
Seco erwartet fortgesetzte Erholung der Schweizer Wirtschaft
Die Konjunkturerholung in der Schweiz sollte sich weiter fortsetzen, allerdings etwas weniger dynamisch als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kam die Expertengruppe der Schweizer Regierung. Konsequenterweise wurde die Wachstumsprognose für 2021 von +3.6% (Juni-Prognose) auf +3.2% gesenkt. Getragen werde das Wachstum insbesondere durch Aufholeffekte beim Privatkonsum und bei den Investitionen sowie durch das Exportwachstum.
Wirtschaftskalender 17. September
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | GB | Einzelhandelsumsätze (August, J/J) | +2.4% |
| 11:00 | EZ | Verbraucherpreise (Ausgust, J/J) | +2.2% |
| 11:00 | EZ | Kern-Verbraucherpreise (August, J/J) | +1.6 |
| 16:00 | USA | Konsumentenvertrauen Universität Michigan (September) | 70.3 |
Unternehmenskalender 21. September
| Land | Unternehmen | Periode |
| GB | Kingfisher | H1 |
| USA | FedEx | Q1 |
| USA | Adobe | Q3 |
Quelle: BondWorld.ch
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