Lyxor : Risikoanlagen haben sich aufgrund der in mehreren Bereichen weiterhin unterstützend wirkenden Nachrichten rasch von dem Rückgang Ende Januar erholt.
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Von Jean-Baptiste Berthon Senior Strategist (Photo) – Philippe Ferreira Senior Strategist – Pierre Carreyn Hedge Fund Analyst
Fortwährend übertreffen sowohl Berichtssaison als auch Konjunkturdaten auf beiden Seiten des Atlantiks die Erwartungen. Gleichzeitig deuten die Ergebnisse der jüngsten COVID-19-Studien darauf hin, dass sich die Impfkampagnen im zweiten Quartal deutlich beschleunigen könnten.
Die Zentralbanken bleiben unterdessen bei ihrer sehr entgegenkommenden Geldpolitik, und ihre Prognosen lassen vermuten, dass sich dies in den kommenden Quartalen kaum ändern wird. Zusätzlich verhandelt die neue US-Regierung gerade über ein weiteres Konjunkturpaket, dessen Volumen am Ende mehr als eine Billion US-Dollar betragen könnte. Vor diesem Hintergrund nahmen die langfristigen Inflationserwartungen wieder zu und Reflation-Trades, die zyklische Vermögenswerte wie Aktien, Schwellenländeranlagen, Rohstoffe und Inflations-Breakevens umfassen, entwickelten sich positiv. Dieser Trend könnte sich durchaus fortsetzen.
Was alternative Ansätze betrifft, so wandten sich Global-Macro-Strategien im letzten Quartal Reflation-Trades zu und stockten ihre Positionen in Schwellenländerwährungen, Aktien, Rohstoffen und inflationsgebundenen Anleihen in unterschiedlichem Masse auf. Unsere Schätzungen legen nahe, dass systematische Macro-Strategien ihre Positionen insbesondere bei US-Staatsanleihen mit Inflationsschutz (TIPS) erhöht haben, während sie noch einige verbleibende Durationspositionen in deutschen Bundesanleihen halten (siehe Grafik). Die Long-Positionen in Schwellenländerwährungen und Gold bewegen sich anscheinend ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Discretionary-Macro-Strategien wiederum sind für eine steiler werdende Treasury-Kurve positioniert, wobei einige von ihnen dazu übergegangen sind, ausschliesslich auf Short-Positionen in Treasuries zu setzen. Sie rechnen mit einem Anstieg der impliziten Volatilität bei Anleihen und setzen diese Einschätzung über Swaptions um.
Künftig stehen Investoren vor einem schwierigen Balanceakt, da hohe Aktienbewertungen auf überschäumende Märkte hindeuten. Doch die positive Gewinndynamik wird die Bewertungskennzahlen belasten. Da Global-Macro-Strategien in dieser Phase des Konjunkturzyklus sehr vielversprechend sind, was die Erzielung von Renditen und die Steuerung von Risiken betrifft, sind wir hier übergewichtet positioniert. Global-Macro-Strategien haben sich als anpassungsfähig erwiesen, wenn es darum geht, entsprechend der jeweiligen Marktbedingungen von Risikoaufschlägen in allen Anlageklassen und Regionen zu profitieren. Ihre diversifizierten Portfolios und ihr Relative-Value-Ansatz dürften ihnen die Möglichkeit bieten, regelmässige Volatilitätsspitzen zu verkraften, die durch die anhaltende Marktskepsis in Bezug auf die Normalisierung der Geldpolitik und die Nachhaltigkeit von Aktienbewertungen verursacht werden.
Quelle: AdvisorWorld
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