«Ob die US-Notenbank Fed die Zinsen erhöht oder nicht ist weniger wichtig als die Ermittlung, wo der endgültige Leitzins in einem potenziell steigendes Zins-Zyklus liegen wird. Die Verschärfung durch die US-Notenbank wird dem Markt voraussichtlich ungewöhnlich langsam, vorsichtig und präzise mitgeteilt werden. Eine Zinserhöhung am Donnerstag würde den Markt überraschen, der eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit eines veränderten Zinsniveaus eingepreist hat……
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Jim Leaviss, Head Retail Fixed Interest M&G Investments
Das kurze Ende der Kurve würde wahrscheinlich die Hauptlast jeder anfänglichen Marktreaktion nehmen, was zu einer Abflachung der US-Staatsanleihen-Kurve führen würde. Damit es zu stark steigenden Anlehenrenditen kommt, wäre eine Neubewertung der Inflationserwartung die Voraussetzung. Dies ist aber kurzfristig angesichts des steigenden US-Dollars, des Lohnwachstums, der höherer Konsumenten-Verschuldung und fallender Rohstoffpreise eher unwahrscheinlich.
Von zentraler Bedeutung für die Instrumententafel der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren von Janet Yellen, der Vorsitzenden des Fed, sind verschiedene Beschäftigungskennzahlen unter anderen JOLTS (Job Openings and Labour Turnover Survey) und freiwillige Kündigungen. Diese fügen einen weiteren Dynamikaspekt zum grösseren Bild des Arbeitsmarktes bei. Basierend auf der Aufwärtstendenz dieser Indikatoren sollte eine Zinserhöhung früher Realität werden. Aber Janet Yellen und die US-Notenbank erinnern sich gut an die Lektion der grossen Weltwirtschaftskrise: entferne Anreize zu früh und ein rascher Rückfall in die Rezession könnte die Folge sein.
Der US-Notenbank bleibt die Spekulation, dass es leichter sein wird, mit einer Zinserhöhung gegen die Inflation zu kämpfen als in einer Nullzins-Welt gegen Deflation anzutreten. Dies wiederum hilft, das potenzielle Risiko zurückzudrängen, dass höhere Zinsen zu einem stärkeren US-Dollar führen und die Gewinne der US-Unternehmen negativ beeinflussen.»
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