Switzerland 51

M&G Investments: neue verbraucher-umfrage zeigt grosses vertrauen in die inflationspolitik der schweizer nationalbank

  • Home
  • Marktanalyse
  • M&G Investments: neue verbraucher-umfrage zeigt grosses vertrauen in die inflationspolitik der schweizer nationalbank

In der Schweiz und in weiten Teilen Europas liegen die Inflationserwartungen auf Dauer über den Zielen bzw. Prognosen der Zentralbanken.
Wenig Vertrauen der Schweizer Verbraucher in einen kurz- oder mittelfristigen Rückgang der Inflation in der Schweiz unter das aktuelle Niveau.
 Schweizer Verbraucher glauben im Gegensatz zu restlichen Ländern an die Durchsetzungsfähigkeit der politischen Entscheidungsträger…


Laut der neuen, vierteljährlichen Umfrage des Vermögensverwalters M&G Investments zu den Inflationserwartungen in neun Ländern haben die meisten Verbraucher kaum Vertrauen in die Fähigkeit der Zentralbanken, die Inflation kurz- und mittelfristig unter der jeweiligen Zielmarke zu halten. Eine Ausnahme dieses Trends bildet die Schweiz. Demnach sind 61 Prozent der Schweizer zuversichtlich, was die Inflationspolitik ihrer Zentralbank anbelangt. An der Befragung – durchgeführt durch das Marktforschungsinstitut YouGov – sind Verbraucher aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Hongkong, Italien, Singapur, Spanien, Grossbritannienund der Schweiz1 beteiligt.

Die erste Erhebung fand im Februar 2013 statt. Zu Vergleichszwecken liess M&G eine weitere Erhebung im Mai durchführen. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten europäischen Verbraucher innerhalb der nächsten zwölf Monate eine niedrigere Inflationsrate erwarten. Ausnahme ist die Schweiz: Hier gehen die Verbraucher von einem Anstieg aus, nämlich von 1,2 Prozent im Februar auf 1,5 Prozent im Mai.

Die Erwartungen hinsichtlich der Inflationsentwicklung in den kommenden fünf Jahren haben sich in der Schweiz von 2,5 Prozent auf 2,6 Prozent leicht gesteigert. Das heisst, dass  die Verbraucher davon ausgehen, dass die Inflationsrate sowohl in einem als auch in fünf Jahren über den Prognosender Schweizer Nationalbank liegen wird. Diese erwartet für das Jahr 2013 eine Inflation von minus 0,3 Prozent. Für die Jahre 2014 und 2015 beträgt die prognostizierte Inflation 0,2 Prozent bzw. 0,7 Prozent.

Die aktuelle effektive Inflationsrate liegt in der Schweiz bei -0,5 Prozent.

imge 1

In allen von der Umfrage erfassten Ländern der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion geht man davon aus, dass die Inflation sowohl nach einem Jahr als auch nach fünf Jahren gleich oder höher sein wird als die Verbraucherpreisindex-Zielmarke der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent. In allen Ländern rechnen die Befragten damit, dass die Inflation in fünf Jahren höher sein wird als heute. In vier Ländern (Hongkong, Italien, Singapur und Spanien) gehen die Verbraucher dagegen davon aus, dass die Inflation in einem Jahr bei mindestens 3,0 Prozent liegen wird.

Weitere wesentliche Ergebnisse zeigen, dass eine steigende Inflation für 30 Prozent der befragten Schweizer und ihren Familien Anlass zur Sorge bereitet. Hingegen sind in Grossbritannien (61 Prozent), Frankreich (75 Prozent), Hongkong (82 Prozent), Italien (79 Prozent), Singapur (85 Prozent) und Spanien (75 Prozent) ein Grossteil der Befragten dieser Meinung. In Frankreich, Italien und Spanien rechnet fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent bzw. 43 Prozent bzw. 43 Prozent) in zwölf Monaten mit einem niedrigeren persönlichen Nettoeinkommen. Die Befragten in der Schweiz  dagegen erwarten mehrheitlich (51 Prozent) – ähnlich wie in Deutschland (46 Prozent), dass ihr Nettoeinkommen ungefähr gleich hoch bleiben wird. 18 Prozent der Schweizer gehen sogar davon aus, dass ihr Einkommen steigen wird – dasselbe Ergebnis wie in Deutschland.

img2Zudem zeigt die Umfrage, dass ein Grossteil der Verbraucher in Grossbritannien (50 Prozent), Frankreich (59 Prozent), Italien (59 Prozent) und Spanien (73 Prozent) nicht der Meinung ist, dass ihre jeweilige Regierung derzeit die richtige Wirtschaftspolitik betreibt. In Deutschland sind es nur 19 Prozent – allerdings sind hier weitere 44 Prozent unschlüssig, ob sie dieser Aussage zustimmen sollen oder nicht. Dafür sind 30 Prozent zufrieden mit der Wirtschaftspolitik der Schweizer Regierung.

– Ende –  

1 YouGov befragte im Mai 2013 die folgenden Quoten-Stichproben unter Personen ab 18 Jahren in den nachstehenden Ländern. Alle Befragungen wurden online durchgeführt, wobei die Daten so gewichtet wurden, dass sie für die jeweilige Bevölkerung repräsentativ sind:

LandStichprobengrösse
Deutschland1050
Frankreich1008
Grossbritannien2089
Hong Kong514
Italien1002
Österreich500
Singapur535
Spanien1002
Schweiz517

2 TR/J CRB Commodity Excess Return Index 31.1.13 – 31.5.13
3 WTI Cushing Rohöl-Spotpreis 31.1.13 – 31.5.13

Inflationserwartungen – die Methodik

Das Retail Fixed Interest Team von M&G analysiert die statistischen Daten zu den Antworten auf die erste und zweite Frage der Befragung (d.h. die erwartete jährliche Inflationsrate in 12 Monaten bzw. 5 Jahren ab Befragungszeitpunkt). Dazu werden alle Antworten zunächst in aufsteigender Reihenfolge sortiert und anschliessend mehrere Perzentile bestimmt. In diesem Zusammenhang sind Perzentile die erwarteten Inflationsraten, unter die ein bestimmter Prozentsatz der Antworten fällt. Das 50. Perzentil, der sogenannte Median, ist beispielsweise der Mittelwert der Verteilung und teilt den Datensatz in eine obere und eine untere Hälfte. Liegt eine gerade Anzahl an Werten vor, wird der Median durch die Berechnung des Durchschnitts der beiden mittleren Werte bestimmt. Bei der statistischen Analyse der Befragung haben wir uns für die Verwendung des Medians anstelle des arithmetischen Mittels deshalb entschieden, weil der Median weniger von Extremwerten beeinflusst wird. Zur Bestimmung der Streuung der Antworten wird die Differenz zwischen dem 75. und dem 25. Perzentil herangezogen. Zuletzt wird die Anzahl der „Weiss nicht“-Antworten durch die Gesamtanzahl der Antworten geteilt. Der sich daraus ergebende Prozentsatz wird als Indikator für das Unsicherheitsniveau der Befragten in Bezug auf die Inflation festgehalten. Die Verarbeitung der Daten zu den verbleibenden Fragen (drei bis sechs) wird von YouGov durchgeführt. Hierbei werden die Prozentwerte für jede Antwortoption berechnet, indem die Anzahl der jeweiligen Antworten durch die Gesamtzahl aller Antworten geteilt wird.

Quelle: M&G



Newsletter
Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
ETFWorld

Newsletter investmentworld.ch

Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.