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Muzinich & Co.: Ist der Boden bei chinesischen Hochzinsanleihen erreicht?

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Muzinich & Co. : Der chinesische Hochzinsanleihemarkt erfuhr im August eine rasche Erholung und stieg um 9.5%.

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Der gesamte asiatische Hochzinsanleihemarkt legte um 3.13% zu.

Dies im Gegensatz zum US-amerikanischen Pendant, der 2.42% verlor, und zum europäischen Investment-Grade-Markt, der um 4.25% zurückging. Nach einer langen Phase mit Volatilität und negativen Nachrichten, vor allem aus dem gewichtigen chinesischen Immobiliensektor, kam diese Entwicklung im August überraschend.

Tracy Zhao, Senior Credit Analyst bei Muzinich & Co., sieht hierfür vier Gründe:

Geldpolitik: Die chinesische Zentralbank senkte im August die Leitzinsen mehrerer relevanter Kreditzinssätze

Fiskalpolitik: Die chinesische Regierung kündigte im August Fördermittel in Höhe von 300 Milliarden RMB im Rahmen eines 19-Punkte-Plans zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums an, die mehrheitlich für die Förderung von Infrastrukturprojekten bestimmt sind

Gelockerte Regulierungen: Sechs wichtige Provinzen, auf die etwa 45% des chinesischen BIP entfallen, wurden von der Regierung aufgefordert, flexiblere Massnahmen für Hauskäufer zu ergreifen. So wurden beispielsweise die Kautionsanforderungen gesenkt und die Wohnsitzverpflichtung gelockert, um die Nachfrage anzukurbeln

Finanzierung des Immobiliensektors: Im August profitierte der Immobiliensektor von zwei Finanzierungskanälen. Der erste kam von der staatlichen China Bond Insurance Company, die von den Aufsichtsbehörden gebeten wurde, für die Emission von Onshore-Anleihen mehrerer privater Bauträger zu bürgen. Der zweite war eine Sonderkreditfazilität in Höhe von 200 Milliarden RMB für notleidende Bauträger, um die Fertigstellung ins Stocken geratener Bauvorhaben, insbesondere halbfertiger Wohnbauprojekte, zu gewährleisten

Die längerfristigen Aussichten für Asien bleiben gemäss Zhao nach positiv. Im Gegensatz zu den westlichen Ländern hat Asien derzeit keine Probleme mit der Inflation. Das Wachstum dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls beleben, da Zhao davon ausgeht, dass sich das chinesische Wachstum bis 2023 auf etwa 5% normalisiert. Es bestehen jedoch weiterhin Risiken; Zhaos grösste Sorge ist die Nullzins-Politik des Landes, die einer wirtschaftlichen Erholung entgegenwirken könnte.

Quelle: BondWorld


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