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ODDO BHF: Welche Voraussetzungen für den Erfolg von generativer KI erfüllt sein müssen

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ODDO BHF: Mit den ersten Ergebnissen börsennotierter Unternehmen für das Jahr 2023 lässt sich überprüfen, wie es um die Akzeptanz generativer künstlicher Intelligenz (KI) bestellt ist.

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 Brice Prunas, Portfoliomanager des ODDO BHF Artificial Intelligence


Dabei können Umsätze in Verbindung mit öffentlichen Clouds, geplanten Investitionen in essentielle GPUs sowie innovative Anwendungsfälle, die durch generative KI ermöglicht werden, untersucht werden. Amazon*, Google und Microsoft dominieren ganz klar den Markt für öffentliche Clouds – das Hosting der von ihren Geschäftskunden generierten Daten. Dennoch verzeichneten diese drei Unternehmen in den letzten Jahren mehrere Quartale in Folge ein verlangsamtes Wachstum in diesem Bereich. Dies war eine Phase, in der die Kunden stärker auf Kostenoptimierung achteten, um ihre IT-Ausgaben zu senken oder zumindest unter Kontrolle zu halten. Im zweiten und dritten Quartal 2023 begann sich der Umsatz zu stabilisieren.

Investitionen in öffentliche Clouds

„Im letzten Quartal 2023 gewann das Geschäft mit öffentlichen Clouds wieder deutlich an Fahrt. Alle großen Anbieter verzeichneten im vierten Quartal einen starken Anstieg der Umsätze mit sehr hochwertigen Cloud-Diensten“, schreibt Brice Prunas, Portfoliomanager des ODDO BHF Artificial Intelligence. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2022 stiegen die Umsätze bei Amazon Web Services um 13 %, bei Microsoft Azure um 28 % und bei Google Public Cloud um 26 % an.

Wegbereiter für generative KI

Daran ist klar abzulesen, dass die Geschäftskunden dieser drei Datenspeicher-Riesen nicht mehr nur den Fokus auf Optimierung der IT-Ausgaben haben, sondern zu einem offensiven Ansatz und dem Aufbau einer echten Datenstrategie übergegangen sind. Brice Prunas von ODDO BHF sieht das als einen essentiellen Schritt zur Nutzung von generativer KI: „Der Umzug in die öffentliche Cloud ist eine Grundvoraussetzung für die künftige Nutzung von generativer KI, da diese auf zugängliche Daten angewiesen ist.“ Microsoft ging in Sachen Transparenz noch einen Schritt weiter und bezeichnete KI offen als Wachstumsbeschleuniger. Das Unternehmen hat im Cloud-Geschäft im vierten Quartal um 28% wachsen können, 6% davon ist auf das Angebot an generativer KI, insbesondere die „Co-Pilot”-Tools, zurückzuführen.

Essentielle Halbleiterproduktion

Amazon, Google, Meta und Microsoft haben bei der Veröffentlichung ihrer Geschäftsergebnisse für 2023 angekündigt, ihre Investitionen in KI-Infrastrukturen zu erhöhen. Damit werden sie ihre Anstrengungen, die 2023 bereits auf einem sehr hohen Niveau lagen, weiter intensivieren. „Diese Investitionen dürften vor allem in Halbleiter fließen, die für das Training und die Nutzung großer Sprachmodelle geeignet sind“, schätzt Brice Prunas. Diese Modelle, unter anderem Chat GPT, ermöglichen die Interaktion mit einer KI. Diese Halbleiter-Produktfamilie umfasst Grafikprozessoren und Beschleuniger. Hauptanbieter sind hier Nvidia und in geringerem Umfang AMD. Ebenfalls dazu gehören anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs), die etwa von Broadcom oder Marvell im Auftrag von Microsoft oder Google gefertigt werden. „Die Zahlen für das vierte Quartal bestätigen den hohen und exponentiell wachsenden Halbleiterbedarf der digitalen Giganten“, erklärt der Portfoliomanager von ODDO BHF. Aus diesem Grund versuchen einige große Technologieunternehmen, ihre eigenen KI-Beschleuniger zu entwickeln, um nicht von externen Anbietern abhängig zu sein. Amazon und Google sind dabei am weitesten fortgeschritten.

Implementierung generativer KI in Geschäftsmodelle

„Im Gegensatz zu 2022 ist zu konstatieren, dass Unternehmen mittlerweile viel schneller über ihre Pläne zur Nutzung von generativer KI in ihrem Kerngeschäft sprechen“, beobachtet Brice Prunas von ODDO BHF. Als Beispiel sei hier Mastercard genannt. Im Januar 2024 wurde unter anderem das Produkt Shopping Muse vorgestellt. Ziel des Service ist es, Verbrauchern ein immersives Online-Erlebnis zu bieten, das ihnen personalisierte Empfehlungen wie in einem Geschäft bietet. Das chatbasierte Tool Small Business AI richtet sich an Inhaber kleiner und mittelgroßer Unternehmen und soll sie bei Herausforderungen in der Unternehmensführung unterstützen. Zuletzt erhalten Mastercard-Kunden mit Mastercard Access einen zentralen Zugangspunkt zu allen digitalen, Identitäts- und KI- Diensten der Gruppe.

Quelle: InvestmentWorld.ch


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