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Raiffeisen: US-Zinsen bewegen sich – Europa bevorzugen

In die US-Zinsen kommt Bewegung. Mit einem starken US-Arbeitsmarktbericht haben sich die Zinserhöhungserwartungen verstärkt. In Europa könnte dagegen die Geldpolitik noch expansiver werden. Entsprechend bevorzugen wir europäische Unternehmensanleihen.….


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Raiffeisen Anlagepolitik November 2015 – Obligationen


US-Zinskurve mit leichtem Aufwärtsdruck

Der erste Zinserhöhungsschritt durch die US-Notenbank rückt näher. Mit einem starken US-Arbeitsmarktbericht für Oktober gehen der Fed die Argumente für eine weitere Verzögerung langsam aus. Zumal sich mit einem deutlichen Anstieg der Löhne auch die Inflationserwartungen allmählich erhöhen dürften. Ein Zinsschritt im Dezember ist wieder wahrscheinlicher geworden. Das hat der ganzen US-Zinskurve etwas Auftrieb verliehen (siehe Grafik). Ein Schritt im Dezember ist unseres Erachtens aber aufgrund des erstarkten Dollars noch keine sichere Sache. Zudem steht vor dem Zinsentscheid nochmals ein Arbeitsmarktbericht zur Veröffentlichung an. Ob Dezember oder März: Die US-Zinsen dürften weiter leicht ansteigen.

Zinsen in Europa bleiben tief

Während in den USA die Zeichen auf Zinserhöhung stehen, wird von der Europäischen Zentralbank erwartet, dass sie im Dezember mit expansiven Massnahmen nachlegt. Eine Möglichkeit dazu ist die Ausweitung ihres Anleihenkaufprogramms. Entsprechend sind jüngst die Obligationenrenditen in Europa weniger stark angestiegen als in den USA. Am stärksten war die Ausweitung in den europäischen Peripherieländern, während in Deutschland der Zinstrend seitwärts zeigt (siehe Grafik). Die Eidgenossenrenditen befinden sich dagegen sogar nahe der historischen Tiefststände. Die Befürchtung, dass weitere Massnahmen in der Eurozone auch die SNB in Zugzwang setzten werden, verhindert zurzeit eine Normalisierung.

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Unternehmensanleihen bleiben relativ attraktiv

Staatsanleihen entschädigen weiterhin kaum für die eingegangenen Zinsänderungsrisiken. Für Unternehmensanleihen bleibt die Risiko/Ertrags-Perspektive vorteilhafter. In USD bieten sie bei vergleichbaren Laufzeiten zwar höhere Verfallsrenditen als EUR-Anleihen. (siehe Grafik). Aber mit einsetzenden Zinserhöhungen durch die Fed vermeiden wir US-Obligationen. Attraktiver beurteilen wir Unternehmensanleihen aus der Euro-zone. Sowohl im mittleren und tiefen Investment Grade Bereich (A, BBB) wie auch für High-Yield Obligationen (BB) sind Renditen und Risiken vertretbar.

Das Umfeld für Schwellenländeranleihen bleibt mit tiefen Rohstoffpreisen und einem nahenden US-Zinserhö hungszyklus schwierig, insbesondere für Anleihen in Lo-kalwährung. Eine neutrale Positionierung bleibt angezeigt.

Quelle: BONDWorld.ch


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