Raiffeisen Börse täglich : Der Handel wird in der Schweiz nur wenig verändert in den Tag starten, nachdem die Indizes gestern schon stark gesunken sind.
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DER TAG | Impulse von den Unternehmen erwartet
Eine Eskalation in der Nahostkrise könnte den SMI allerdings weiter auf Talfahrt schicken. Impulse dürften heute vermehrt von der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison ausgehen.
SCHWEIZ | Die Stimmung ist gesunken
Der Aktienmarkt ist gestern im Sog der US-Börsen nach einem ohnehin schwachen Tag noch weiter abgesackt. „Der Abgesang auf das Rally hat begonnen, weil die Anleger Angst vor einem Zinsschock haben, sollten sich die Inflationsraten durch einen steigenden Ölpreis wieder dramatisch nach oben bewegen“, meinte ein Händler. Aber auch Äusserungen der US-Notenbank-Vertreterin Mary Daly liessen sich dahingehend interpretieren, dass das Fed im Juni noch keine Zinssenkung durchführt. Erstaunlich gute Konjunkturdaten aus den USA taten ihr Übriges. Angeführt wurde die Verliererliste der Blue Chips von Swiss Re (-8.9% oder -9.56 Fr.). Die Aktie wurde allerdings ex Dividende von 6.80 US-Dollar gehandelt, so dass zumindest ein grosser Teil des Minus optischer Natur war. Unter Druck standen auch die Aktien der UBS mit einem Ab-schlag von 2.7%. Belastend wirkten hier Medienberichte, indenen von einem möglichen Kapitalbedarf bei dem Kreditinstitut in einer Grössenordnung von bis zu 25 Milliarden Dollar die Rede war. Zudem belasteten die schwachen Schwergewichte Roche (-2.0%) und Novartis (-1.7%) den Markt.
GLOBAL | Powell drosselt Zinssenkungserwartungen
Die geopolitischen Risiken mit der Krise im Nahen Osten und vor allem die steigenden Renditen haben gestern die europäischen Aktienmärkte wieder unter Druck gesetzt. Der Aufwärtsdruck auf die Renditen ging nach wie vor von der starken US-Wirtschaft aus: Der IWF hat die Prognose für das US-Wachstum in diesem Jahr auf 2.7 von 2.1% erhöht. Am stärksten unter Druck gerieten die konjunktursensiblen Stahlwerte. Hier verloren Arcelormittal 6.9%, Salzgitter 6.7% und Thyssen 5.7%. In den USA verpassten Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell den Erwartungen an baldige Zinssenkungen einen Dämpfer. „Aktuell ist es angesichts der Stärke des Arbeitsmarktes und der Fortschritte bei der Inflation angemessen, der restriktiven Geldpolitik mehr Zeit zu geben, um zu wirken“, so Powell. Die hartnäckige Inflation während des ersten Quartals hat laut Powell zu einer neuen Unsicherheit darüber geführt, ob und wann die US-Noten-bank in der Lage sein würde, die Zinsen zu senken.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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