Raiffeisen Börse täglich : Der Schweizer Aktienmarkt wird laut den vorbörslichen Indikationen deutlich im Plus erwartet.
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DER TAG | Erholung zum Start in die Woche
Die europäischen Märkte dürften sich heute vom Zollschreck erholen und insgesamt höher eröffnen, da der US-Präsident die Einführung der von ihm für Anfang Juni angekündigten neuen Abgaben auf Einfuhren aus der EU nun um gut einen Monat auf den 9. Juli verschieben will. Am Montag ist aber mit einem insgesamt ruhigen Geschäft zu rechnen. Denn sowohl an der Wall Street als auch an der Londoner Börse ruht der Handel wegen nationaler Feiertage.
SCHWEIZ | Erneutes «Zollgewitter» belastete
Der Aktienmarkt hat am Freitag einen Dämpfer in Form von neuen Zolldrohungen durch Donald Trump erhalten. Nach einem lange Zeit richtungslosen Handel war der Leitindex SMI am Freitagnachmittag plötzlich abgesackt, nachdem der US-Präsident dem iPhone-Hersteller Apple mit Abgaben in Höhe von 25% und der Europäischen Union mit Strafzöllen von 50% ab dem 1. Juni gedroht hatte. Der SMI verlor in der Folge innert weniger Minuten über 250 Punkte. Im Gegenzug profitierte der Schweizer Franken von seiner Funktion als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten und legte zumindest vorübergehend recht stark zu. Der US-Dollar fiel zum Franken zwischenzeitlich nahe an die Marke von 82 Rappen, der Euro fiel gar kurzzeitig unter 93 Rappen. Dass sich die Märkte relativ schnell wieder erholten und – gemessen am SMI – deutlich mehr als die Hälfte des zwischenzeitlichen Rücksetzers wieder wettmachten, wurde am Markt vor allem damit begründet, dass sich Anleger an das «Zollgewitter» von Anfang April erinnerten, das relativ schnell wieder abflaute.
GLOBAL | Apple wieder im Visier von Trump
Die New Yorker Börsen konnten am Freitag ihre anfänglichen herben Verluste im Laufe des Handelstages etwas eindämmen. Nach einem Abkommen mit Grossbritannien hatte zuletzt auch Hoffnung gemacht, dass die USA mit China eine vorübergehende Regelung fand und ihre exorbitant hohen Strafzölle für chinesische Waren deutlich reduzierte. Nach Einschätzung der Wirtschafts- und Politikexperten von JPMorgan ähnelt die Zoll-Drohung des US-Präsidenten dessen bisheriger Vorgehensweise und gehört zur Verhandlungstaktik. Denn die Drohung auf Truth Social sei wenige Stunden vor einer geplanten Gesprächsrunde zwischen der Europäischen Union und den USA erfolgt, heisst es in einer aktuellen Einschätzung. Die Drohungen gegen den iPhone-Hersteller Apple, im Ausland hergestellte iPhones mit einem mindestens 25-prozentigen Strafzoll zu belegen, brockten dem Technologieriesen einen Kursverlust von 3% ein.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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