Raiffeisen Börse täglich : Der schwelende internationale Handelskonflikt sorgt weiterhin für Unruhe an den Börsen.
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DER TAG | Zollkurs sorgt für weitere Unruhe
Während die Kurse in Japan heute deutlich nachgeben und damit den negativen Vorgaben der Wall Street gefolgt sind, haben sich die chinesischen Märkte stabilisiert. Vorbörslich zeichnet sich für den SMI ein Plus von knapp einem halben Prozent ab. Wie gross die Unsicherheit derzeit ist, zeigt sich daran, dass der Schweizer Franken, der in unsicheren Zeiten als «sicherer Hafen» gefragt ist, deutlich an Wert gewonnen hat.
SCHWEIZ | Etwas Aufatmen im Handel
Die angekündigte Zollpause der USA hat gestern massive Deckungskäufe ausgelöst. Im Verlauf ebbten die Anschlusskäufe aber ab und die Gewinne schmolzen zu einem Grossteil wieder ab. Das teilweise Einlenken im Zollkonflikt sorgte zwar für allgemeines Aufatmen, es wurde in Marktkreisen aber eher zurückhaltend kommentiert. Die unberechenbare US-Zollpolitik dürfte die Märkte wohl weiterhin durcheinanderwirbeln und enorme Unsicherheit bringen, meinte ein Händler. In den vergangenen Wochen sei sehr viel Porzellan zerschlagen worden. Das Vertrauen sei dadurch nachhaltig gestört. Grosse Kursgewinne gab es vor allem im frühen Handel, als manche Aktien wie Sandoz, Straumann oder Partners Group um mehr als 15% in die Höhe schossen und damit einen Teil ihrer jüngsten Einbussen aufholten. Doch schmolzen die Gewinne wieder zusammen und letztlich führten VAT (+6.6%) gefolgt von Swiss Re (+6.5%) und Partners Group (+6.0%) die Gewinner bei den Bluechips an.
GLOBAL | Euphorie ist schon wieder vorbei
Nach dem fulminanten Aufschwung am Mittwochn haben die US-Aktienmärkte gestern wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Der weiter schwelende Zollkonflikt der USA mit dem Rest der Welt bleibt das Hauptthema an den Börsen. Die überraschend etwas besser als erwartet ausgefallene Entwicklung der Verbraucherpreise im März fand angesichts der Zollthematik weniger Beachtung. Dass sich auch die Kerninflation abgeschwächte, dürfte von der US-Notenbank Fed zwar mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen worden sein. Angesichts der Verunsicherung wegen der Zölle liessen Fed-Vertreter aber bislang keine Eile erkennen und sind in einer abwartenden Haltung. Erneute Verlierer waren die US-Tech-Unternehmen, die Verlusten zwischen 2.3% und 7.3% verzeichneten. Die Anteilsscheine von Nike sackten im Handelsverlauf auf den tiefsten Stand seit siebeneinhalb Jahren ab und schlossen als Schlusslicht im Dow 8.3% tiefer.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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