Raiffeisen Börse täglich : Zur Vorsicht mahnt heute der Große Verfallstag. Am sogennannten Hexensabbat zeigen sich die Kurse zumeist von ihrer besonders volatilen Seite.
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DER TAG | «Hexensabbat» sorgt für Volatilität
Positive Vorgaben sind heute kaum zu finden – weder in den USA noch in Asien, wo sich die Anleger zunehmend über Trumps aggressive Handelspolitik besorgt zeigen.
SCHWEIZ | Nach SNB-Zinssenkung etwas fester
Der hiesige Markt hat sich gestern dem allgemeinen Trend in Europa entzogen. Die grossen Börsen auf dem «Alten Kontinent» erlitten alle Kursverluste von 1% oder mehr. Denn EZB-Präsidentin Christine Lagarde gab am Donnerstag keine klaren Signale für das weitere Vorgehen der Notenbank. Es sei angesichts der erhöhten Unvorhersehbarkeit mit Blick auf die Zollpolitik nicht möglich, feste Verpflichtungen bei den Zinsen einzugehen, sagte die EZB-Chefin. Hochgezogen wurde der Schweizer Gesamtmarkt vor allem von den Schwergewichten Nestlé und Novartis (je +1.6%). Händler sprachen von «Safe-Haven»-Käufen. Derweil hinkte das dritte Schwergewicht Roche (+0.03%) hinterher. Die rote Laterne hielten die beiden Luxusgüteraktien Swatch (-4.2%) und Richemont (-2.9%). Die Schweizer Uhrenhersteller haben im Februar 2025 wieder deutlich weniger Uhren ins Ausland exportiert und damit den Aufwärtstrend vom Januar nicht bestätigt. In wichtigen asiatischen Märkten sind die Exporte dabei im zweistelligen Bereich eingebrochen, in China gar um einen Viertel.
GLOBAL | Gewinnmitnahmen bei Rüstungsaktien
Solide Konjunkturdaten konnten gestern die Bedenken wegen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump nicht vollständig ausräumen – auch wenn die EU die Gegenzölle für die amerikanischen Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte um zwei Wochen auf Mitte April verschoben hat. Das Fed hatte aber Trumps Zollpolitik als Unsicherheitsfaktor für den geldpolitischen Ausblick benannt. Unter den Einzelaktien stiegen Chevron um 0.5%. Dies dürfte aber eher dem kräftig steigenden Ölpreis zu verdanken gewesen sein als der Nachricht, dass der Ölkonzern seine Aktivitäten in Venezuela möglicherweise doch nicht einstellen muss. Nvidia stiegen um 0.9%: CEO Jensen Huang hatte der Financial Times gesagt, dass der KI-Konzern Hunderte Milliarden Dollar in den nächsten vier Jahren in den USA investieren wolle, um Kapazitäten von Asien in die USA zu verlagern. In Europa gingen bei den Rüstungsaktien die heftigen Gewinnmitnahmen weiter. Im DAX verloren Rheinmetall 3.2%. Bei Deutz ging es fast 9% tiefer, Renk und Hensoldt verloren an die 4%.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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