Raiffeisen Börse täglich : Nachdem die US-Märkte bereits gestern erhebliche Verluste erlitten haben, sind heute auch die Vorzeichen für die Börse in der Schweiz schlecht.
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DER TAG | Keine Jahresendrally mehr?
Mit einer Jahresendrally rechnet kaum noch jemand – weder in der Schweiz noch an den anderen europäischen Handelsplätzen. Die Bank of Japan (BoJ) hat zum dritten Mal in Folge die Zinsen unverändert bei 0.25% belassen. Heute werden noch die Bank of England, die schwedische Riksbank sowie die Norges Bank ihre Zinsentscheidungen treffen.
SCHWEIZ | Nestlé bremste den Markt erneut aus
Angesichts der mit grosser Spannung erwarteten Entscheidung der US-Geldhüter sind die Anleger gestern zurückhaltend gewesen. «Niemand ist vor den Weihnachtsfeiertagen zu grossen Experimenten bereit», so ein Händler. Erneut ein Bremsklotz für den Gesamtmarkt waren die Papiere des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (-1.5%). Die Aktie steht im Jahresverlauf mittlerweile bereits rund ein Viertel im Minus. Analysten erwarten, dass auch 2025 ein schwieriges Jahr für Nestlé wird. Die neue Strategie brauche Zeit, um Früchte zu tragen. Auf der Verkaufsliste standen auch noch die beiden anderen Schwergewichte Novartis (-0.8%) und Roche (GS: -1.1%). Die Marktlancierung der neuen Massenspektrometrie-Analysegeräte Cobas vermochten die Roche-Bons dabei kaum zu stützen. n der zweiten Reihe schossen Orascom DH (+39% auf 5.56 Fr.) nach oben. Die Sawiris-Familie lanciert ein öffentliches Übernahmeangebot für den Immobilienentwickler in Höhe von 5.60 Franken je Aktie in bar.
GLOBAL | »Falkenhafte» Fed drückt die Aktien
Die US-Notenbank senkt wie erwartet, zum dritten Mal in Folge ihren Leitzins – sagt aber für das kommende Jahr wegen der hartnäckig erhöhten Inflation weniger Zinssenkungen als bisher voraus. «Die Inflation hat sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich abgeschwächt, ist aber immer noch leicht erhöht», sagte Fed-Chef Jerome Powell. Für das kommende Jahr rechnet die Fed mit einer Teuerungsrate von durchschnittlich 2.5%. Powell betonte gleichzeitig, dass es noch zu früh sei, die vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump angekündigten Wirtschaftsmassnahmen in die Vorhersagen mit einzubeziehen. «Es ist sehr voreilig, zu versuchen, irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen», sagte Powell mit Blick auf weitreichende Zölle, mit denen der Republikaner droht.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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