Raiffeisen Börse täglich : Die Verunsicherung der Anleger nach dem Fed-Entscheid bleibt nach Ansicht von Händlern auch weiterhin gross und sorgt für eine schwache Eröffnung der Börse in der Schweiz.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
DER TAG | Hexensabbat sorgt für Schwankungen
Für Kursschwankungen sorgt heute der grosse Verfallstag an den Terminbörsen. Am dreifachen Hexensabbat verfallen die Futures auf Indizes sowie die Optionen auf Indizes und Einzelaktien.
SCHWEIZ | SMI sinkt auf Mehrmonatstief
Auslöser der gestrigen Schwäche war die US-Notenbank Fed. Diese hatte zwar wie erwartet die Zinsen um 25 Basispunkte gesenkt – wegen der anhaltend relativ guten Konjunktur und der hartnäckigen Inflation gehen die Fed-Mitglieder aber im nächsten Jahr nur noch von zwei und nicht mehr von vier weiteren Zinssenkungen aus. Dies schockierte die Märkte in den USA am Mittwochabend und zog dann gestern auch die europäischen Börsen tief in den roten Bereich. «Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell nach dem Zinsentscheid haben die Börsianer vollkommen auf dem falschen Fuss erwischt», sagte ein Händler. Damit habe nun wirklich niemand gerechnet. Diese Zinswende habe Investoren rund um den Globus verunsichert. Stark unter Druck waren wegen der neuen Zinsbefürchtungen vor allem Technologie- und konjunktur-sensitive Werte, Finanztitel sowie Aktien, die zuletzt stark gewonnen haben. Die grössten Verluste bei den SLI-Werten gab es für ABB (-5.4%), VAT (5.1%) sowie Partners Group (-4.3%). Minus-Raten zwischen 3% und 4% verbuchten ausserdem Straumann, UBS und Roche GS.
GLOBAL | Micron mit Kurseinbruch
Die Wall Street hat sich gestern nach den heftigen Verlusten vom Mittwoch mehr oder weniger stabilisiert. Weiter steigende Marktzinsen verhinderten jedoch eine Erholung der Aktienkurse. Zur Wochenmitte hatte ein falkenhafter Ausblick der US-Notenbank im Zuge einer erwartungsgemässen Zinssenkung Aktien und Anleihen auf Talfahrt geschickt. Die sich nun vollziehende kraftlose Erholung sei kein Zeichen einer verbesserten Stimmung an der Börse, konstatierten Marktteilnehmer. Denn die Botschaften, die US-Notenbankpräsident Jerome Powell zu verkünden hatte, habe niemand hören wollen: höhere Inflationserwartungen und reduzierte Zinssenkungsaussichten. An der Nasdaq dämpfte Micron die Stimmung mit einem Kurseinbruch um 16%. Bei der Vorlage der Quartalszahlen des Chipkonzerns war es vor allem der Ausblick, der missfiel. Er habe selbst die Erwartungen der ärgsten Pessimisten untertroffen, urteilte ein Analyst.
Quelle : InvestmentWorld.ch
Newsletter


