Raiffeisen Börse täglich : Es sieht heute nach einem eher verhaltenen Start in den Tag aus. Anleger werden sich auch weiterhin vor der Bekanntgabe der US-Inflationsdaten zurückhalten.
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DER TAG | Start in den Tag etwas schwächer erwartet
Aufgrund der wenig inspirierenden Vorgaben von der Wall Street, war die Entwicklung an den Börsen in Ostasien heute uneinheitlich. Im südkoreanischen Seoul scheint dagegen weiteres Säbelrasseln aus Nordkorea die Marktteilnehmer zu beeindrucken.
SCHWEIZ | VAT leidet unter Gewinnmitnahmen
In einem impulsarmen Geschäft rückte der Leitindex SMI gestern mit Unterstützung der Pharma-Schwergewichte Roche (+0.3%) und Novartis (+0.4%) zum Ende hin leicht vor. Demgegenüber bewegten sich Nestlé (+0.03%) kaum vom Fleck. Die Nahrungsmittelaktien wurden von einer Abstufung durch Exane BNP Paribas etwas belastet. Die Zurückhaltung am Markt hatte einen konkreten Grund: So wagten sich die Investoren mit Blick auf die morgen auf dem Programm stehenden US-Inflationsdaten kaum aus der Deckung. Die Zahlen gelten als richtungsweisend, wenn es um die weitere Entscheidung in der US-Geldpolitik geht. Hatten die Börsianer Ende des vergangenen Jahres noch die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung, sind sie sich dessen nun nicht mehr so sicher. Eine gewisse Branchenschwäche hallte gestern bei TechTiteln nach. Abwärts ging es erneut für die Aktien von VAT (-0.6%). Seit Jahresbeginn werden beim Blue Chip-Gewinner des letzten Jahres regelmässig Gewinne mitgenommen.
GLOBAL | Shortattacke auf Grifols
Die weltweiten Aktienmärkte gaben gestern grösstenteils nach, da die Anleger vor allem auf US-Inflationsdaten warten. Analysten rechnen mit einem leichten Anstieg, für die Kernrate jedoch mit einem erneuten kleinen Rückgang. Sollten die Daten die Erwartungen übertreffen, könnte dies zu einem erneuten Auspreisen von Zinssenkungen der US-Notenbank führen und somit zu weiteren Kursverlusten an den Anleiheund Aktienmärkten. Bei den Einzelwerten stach der Aktienkurs des in 110 Ländern vertretenen spanischen Pharmariesen Grifols hervor, der um 25.9% einbrach und die gesamte Madrider Börse mit sich riss. Mehr als 2 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung lösten sich in einer einzigen Sitzung in Luft auf. Im Handel wurde auf eine Research-Analyse des Short-Sellers Gotham City verwiesen. Dieser habe auf die strapazierte Bilanz aufmerksam gemacht. So schreibt der Leerverkäufer auf dem Nachrichtendienst X, dass der Verschuldungsgrad mit einem Wert von 6 deutlich zu niedrig angesetzt sei. Die spanische Börsenaufsicht will die Vorwürfe prüfen.
Quelle : AdvisorWorld.ch
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