Raiffeisen Konjunkturcheck

Raiffeisen : Konjunkturcheck Februar 2024

Raiffeisen : Die massive Straffung der Geldpolitik hat die Wirtschaft nicht in die Knie gezwungen.

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Sogar die Eurozone, die be- sonders stark von der Enegriekrise in Mitleidenschaft gezogen wurde, konnte im zweiten Halbjahr knapp einer Rezession entkommen. In den USA erzeugen die, wegen erwarteter Zinssenkungen, günstigeren Finanzierungskonditionen sogar teilweise bereits wieder Rückenwind. Dies spricht eigentlich gegen einen akuten und kräftigen Zinssenkungsbedarf. Der anhaltende Desinflationstrend lässt die Notenbanken aber einer Zinswende immer näher rücken. In der Schweiz könnte währenddessen eine anhaltende reale Frankenstärke den Prozess beschleunigen.

Die US-Wirtschaft wächst munter weiter. Die Eurozone wehrt sich, trotz starken Gegenwinds, bisher erfolgreich gegen eine Rezession. Und die Schweizer Wirtschaft kann eine moderate Expansion aufrechterhalten. Dabei zeigen sich die Arbeitsmärkte bis zuletzt überall bemerkenswert robust.

Das Beschäftigungswachstum hat sich zwar nach dem Einstellungsboom im Zuge der Pandemie-Erholung in den meisten Ländern stark verlangsamt. Und die Arbeitslosigkeit ist dort, wo die Erwerbsbevölkerung wegen der Demographie und Zuwanderung noch deutlich steigt, in den letzten Monaten von tiefen Niveaus aus etwas angestiegen. Dies gilt auch für die Schweiz. Grossflächige Entlassungen sind aber bisher nirgends angezeigt. Sogar im, wegen der schwächeln- den globalen Nachfrage, angeschlagenen Verarbeitenden Gewerbe ist nur ein begrenzter Stellenabbau geplant. Dahingegen wollen die Unternehmen im Dienstleistungssektor unverändert noch zusätzliche Arbeitskräfte einstellen.

In Europa sticht dabei Spanien heraus. Nach einem Rekordjahr im Tourimus dürfte es zwar auch dort nicht mehr so schnell weiter vorwärts gehen. Die Unternehmen bleiben aber im Vergleich zuversichtlicher und die Beschäftigungsentwicklung dynamischer. Damit setzt sich der Aufholtrend von vor der Pandemie fort. Die Schweiz ist mit dem starken Beschäftigungszuwachs in den letzten drei Jahren ebenfalls wieder auf den robusten Langfristtrend zurückgekehrt. Etwas ab fällt währenddessen Deutschland. Aber auch dort verzeichnete die Beschäftigung zum Jahresende weiterhin einen moderaten Anstieg und einen neuen Rekordstand.

Der Arbeitsmarkt reagiert in der Regel verzögert auf eine konjunkturelle Abkühlung. Je länger also die aktuelle Schwächephase anhält, desto stärker dürften sich schliesslich negative Beschäftigungseffekte bemerkbar machen. Mit der Aussicht zumindest keiner weiteren Intensivierung des Abschwungs stehen die Chancen derzeit aber gar nicht schlecht mit einem blauen Auge davonzukommen.


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