Ein Anstieg der Kapitalmarktrenditen ist vorerst nicht in Sicht. Die Perspektiven für Unternehmensanleihen in EUR und CHF bleiben daher relativ gesehen attraktiv……
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Raiffeisen Anlagepolitik- April 2016 – Obligationen
Von den EZB-Massnahmen könnte auch der europäische High-Yield Sektor profitieren. In den USA spricht der drehende Inflationstrend für inflationsgeschützte Anleihen. 
Die Zentralbanken sorgen für weitere Kursgewinne bei den Obligationen. Die Fed schiebt weitere Zinserhöhungen hinaus und die Europäische Zentralbank kauft seit April monatlich Obligationen im Wert von EUR 80 Mrd. Trotz starker Turbulenzen an den Finanzmärkten konnte man mit Investitionen in Anleihen in den vergangenen Monaten in den meisten Segmenten deutliche Gewinne erzielen (siehe Grafik). Schwellenländerobligationen profitierten ebenso von der Stabilisierung beim Ölpreis wie High-Yield Anleihen in den USA, wo die Energieunternehmen einen bedeutenden Anteil am Markt für hochverzinsliche Papiere ausmachen. Für High-Yield Anleihen aus den USA bleiben wir aber auch nach der jüngsten Entspannung vorsichtig. Der Ölpreis ist im Vergleich zu den Vorjahren auch nach dem jüngsten Anstieg immer noch sehr tief und dürfte im Energiesektor zu erhöhten Ausfallraten führen. Dagegen könnten hochverzinsliche Obligationen aus der Eurozone von den erweiterten EZB-Massnahmen profitieren, da das gedrückte Zinsniveau von Staatstiteln die Anleger eher Richtung High-Yield Anleihen drängt.
Beliebte Neuemissionen
Am taktischen Übergewicht für Unternehmensanleihen guter bis mittlerer Qualität in Franken und Euro halten wir fest, denn mit den expansiven Notenbanken ist kein baldiger Anstieg der Kapitalmarktrenditen in Sicht. Das Kaufprogramm der EZB dürfte dafür sorgen, dass auch die Nachfrage nach Neuemissionen hoch bleibt. Der Markt für Franken-Emissionen hat sich den vergangenen Wochen deutlich belebt. Die Unternehmensanleihen bringen gegenüber den rekordtiefen Zinsen bei Staatsanleihen zumindest einen gewissen Renditeaufschlag und machen sie bei Anlegern beliebt (siehe Grafik).
Inflationstrend dreht
Das Niedrigzinsumfeld ist nicht zuletzt die Folge der tiefen Inflation. Der Ölpreis dürfte aber im Januar mit weniger als USD 30 pro Fass den Tiefpunkt durchschritten haben und somit zu einem drehenden Inflationstrend beitragen. Bei steigenden Inflationserwartungen schneiden inflationsgeschützte Anleihen besser ab als konventionelle Staatsanleihen. Im vergangenen Jahr hinkten Obligationen mit Inflationsschutz den traditionellen Staatsanleihen bei tiefer Inflation noch deutlich hinterher (siehe Grafik). Schon im Q1 2016 entwickelten sich aber inflationsgeschützte Anleihen vorteilhafter, was sich mit weiterhin leicht steigenden Inflationserwartungen fortsetzen dürfte
Quelle: BONDWorld.ch
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