Schroders : Die Hälfte der Schweizer:innen würde diese Ersparnisse gerne nachhaltig anlegen, wenn klar wäre, dass diese Anlagen tatsächlich besser rentieren als traditionelle.
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Andreas Markwalder, CEO Schroder Investment Management (Switzerland)
Die Hälfte der Schweizer: innen würde diese Ersparnisse gerne nachhaltig anlegen, wenn klar wäre, dass diese Anlagen tatsächlich besser rentieren als traditionelle.
Der Sparwille wirkt sich auch auf den dritten Lebensabschnitt aus: Weltweit sind 58% der Pensionär:innen als Folge der Pandemie zurückhaltender bezüglich der Verwendung von Altersguthaben. Und zwei Drittel (67%) aller, die noch arbeitstätig sind, wollen fortan mehr für den Ruhestand sparen. In der Schweiz haben bereits 87% der Befragten damit begonnen, mehr für die Zeit nach der Pensionierung auf die Seite zu legen. Ein Fünftel geht davon aus, dass sie pro Jahr rund 10% des Nettoeinkommens für den Ruhestand sparen müssen, um den gewohnten Lebensstil fortführen zu können.
Renditeerwartungen steigen weiter
Doch nicht nur der Sparwille wird grösser, auch die Renditeerwartungen steigen. Trotz der Herausforderungen, die die Pandemie mit sich bringt, ist das Vertrauen der Anleger:innen auf den höchsten Stand seit Studienbeginn im Jahr 2016 gestiegen. In den kommenden fünf Jahren erwarten die Studienteilnehmer:innen jährliche Renditen von 11,3% (siehe Grafik unten). Und die Expert:innen sind noch optimistischer (12,5% Rendite p.a.) gestimmt als die Laien (8,9% Rendite p.a.).
Andreas Markwalder, CEO Schroder Investment Management (Switzerland) kommentiert die Befunde wie folgt: «In den vergangenen Jahren sind die Aktienmärkte auf breiter Front gestiegen. Selbst eine weltweite Pandemie konnte diesen nur kurzfristig einen Dämpfer versetzen. Das mag ein Grund für den Optimismus der Anlegerinnen und Anleger sein. Diese sollten sich die historisch erzielten Renditen am Schweizer Aktienmarkt in den vergangenen 100 Jahren von rund 8% pro Jahr in Erinnerung rufen. Das kann vor zu optimistischen Renditeerwartungen schützen».
Doch in was wollen Anleger:innen künftig überhaupt anlegen? Für die Hälfte (50%) der Schweizer Investor:innen wäre es ein Grund, in nachhaltige Finanzprodukte zu investieren, wenn «Studien zeigen, dass nachhaltige Anlagen höhere Renditen liefern als traditionelle». Und ein Drittel (33%) wäre dazu bereit, wenn in periodisch publizierten Berichten Rechenschaft darüber abgelegt würde, «dass Investitionen einen positiven Einfluss auf den Planeten und die Gesellschaft haben».
Kein Pardon für Klimasünder
Die Schroders Global Investor Study 2021 hat weiter nachgefragt, in welchem Fall Investor:innen Gelder aus Anlageprodukten abziehen würden. Schweizer:innen (62%) reagieren offenbar am sensibelsten auf Katastrophen (Bohrinselunglück, Emissionsskandal, etc.). Besonders Millennials (22 – 41 Jahre) würden in so einem Fall devestieren (70%). Bei den Babyboomers (70+ Jahre) sind es gerade einmal 48%. Für die Gen Z (18 -22 Jahre) wären Cyberattacken und Finanzskandale (je 72%) die wichtigsten Gründe, um Geld aus Anlageprodukten abzuziehen.
Schweizer Anleger:innen sparen also mehr und wären bereit, mehr Gelder in ESG-konforme Anlagen zu investieren. Wie sieht es beim privaten Konsum aus? Für was würde Geld ausgegeben, wenn die Pandemie endgültig vorbei ist? In der Schweiz dürften vor allem Luxusgüter (Reisen, Auto, Events) hoch im Kurs stehen (36%). Bei der Schweizer Gen Z (54%) ist dieses Bedürfnis am grössten. Schulden abbezahlen oder die Hypothek zu amortisieren (je 31%) ist ein ebenso grosses Anliegen wie Mitmenschen zu beschenken (31%) und in die eigene Ausbildung (30%) zu investieren.
Adrian Nösberger, CEO Schroder & Co Bank, sagt dazu: «Die Anlegerinnen und Anleger konzentrieren sich gemäss der jüngsten Erhebung zunehmend auf das Sparen. Es ist ermutigend zu sehen, dass die Pandemie als Katalysator gewirkt hat, um weltweit einen stärkeren Fokus auf allgemeine Vorsorge, die Ausbildung und das Wohlbefinden zu legen. Dies trotz der enormen Herausforderungen, mit denen wir alle konfrontiert sind».
Quelle: AdvisorWorld.ch
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