Der jährlich veröffentlichte Global Market Outlook identifiziert die wichtigsten Bereiche für nachhaltiges Wachstum im neuen Jahr…
Bill Street, Head of Investments, Europe, Middle East and Africa (EMEA) bei SSGA
State Street Global Advisors der Vermögensverwaltungsbereich der State Street Corporation , gab heute seinen Ausblick für die weltweiten Finanzmärkte für 2015 bekannt. Darin geht SSGA davon aus, dass sich eine divergierende Geldpolitik auf jede Assetklasse auswirken wird, allerdings auch interessante und vielfältige Chancen für proaktive Anleger mit sich bringt.
„Gerade im Hinblick auf das Wachstum erwarten wir, dass die US-Wirtschaft voraussichtlich um 3 Prozent zulegen wird“, so Bill Street, Head of Investments, Europe, Middle East and Africa (EMEA) bei SSGA. „Auch im Euroraum rechnen wir mit Wachstum, auch wenn dieses nur geringfügig höher ausfallen dürfte als im Jahr 2014. In den Schwellenländern sehen wir für das Land mit dem grössten Einfluss, nämlich China, einen Zuwachs von ca. 7 Prozent, während die Länder mit Reformplänen das beste Potenzial bieten.“
Das Glück wird mit den proaktiven und wertsuchenden Investoren sein
Überall da wo sich die Umfelder für Konjunktur und Unternehmensgewinne verbessern, bieten sich Chancen – sogar in teuren Märkten. Während die USA angemessen bewertet zu sein scheinen, wird die kurzfristige Dynamik weiterhin diejenigen Vermögenswerte begünstigen, die auf Dollar lauten. Selbst leichte Steigerungen der Unternehmenserträge werden US Aktienpreise unterstützen. Zu ihren aktuellen Bewertungsniveaus bieten die europäischen und asiatischen Märkte einen attraktiven Einstiegspunkt für langfristig orientierte Investoren, die nach einem stärkeren Kursanstiegspotenzial suchen.
Unterschiedliche Aussichten für Konjunktur und Geldpolitik begünstigen diejenigen Anleger, die aktive Strategien verfolgen, um die überzeugendsten Chancen zu nutzen.
ETFs sollten in Betracht gezogen werden, da sie ein effizientes Engagement in verschiedenen Marktsegmenten ermöglichen.
Wir leben (noch immer) in einer volatilen Welt
Trotz der immer noch bestehenden Chancen, könnte eine Aktienanlage im Jahr 2015 wegen eines erhöhten Volatilitätspotenzials Risiken bergen.
Da die Industrieländer bei ihrer Geldpolitik zunehmend unterschiedliche Wege beschreiten und die Volatilität zunimmt, müssen die Anleger sicherstellen, dass sie ihre Portfolios angemessen schützen.
Reformen rücken in den Schwellenländern in den Mittelpunkt
Reformen sind für die Schwellenländer im Jahr 2015 ein heisses Thema. Die Schwellenmärkte haben sich während der Wahlen in Indien, Indonesien und Brasilien in 2014 aufgrund möglicher Reformen zum Teil erholt. Weitere Unterstützung für die Märkte in den Reformländern wird für die Zukunft erwartet.
Anleger sollten einen aktiven Investmentansatz befolgen, ihre Anlagen eher in Richtung Reformländer verteilen und Small Caps von Schwellenländern wegen ihrer Ausrichtung auf den Inlandsmarkt sowie ihres dynamischen Wachstumspotenzials berücksichtigen.
Rentenmärkte und Währung in den Industrieländern unter Druck
Wir gehen davon aus, dass die USA und Grossbritannien im nächsten Jahr mit einer Straffung der Fiskalpolitik beginnen, während die Europäische Zentralbank, China und Japan weiterhin das Wachstum stimulieren werden.
Die Anleger können damit rechnen, dass die Zinskurve in den USA weiter abflacht, da ein Anstieg der kurzfristigen Zinssätze durch die Nachfrage internationaler Anleger nach Treasuries mit längeren Laufzeiten kompensiert wird.
Vorsichtig optimistisch bezüglich EMEA
Der Internationale Währungsfonds hat die Wachstumsprognosen für Deutschland, Frankreich und Italien für 2015 gesenkt und die Wahrscheinlichkeit auf 38 Prozent verdoppelt, dass der Euroraum in den nächsten sechs Monaten wieder in eine Rezessionsphase eintritt.
Diejenigen europäischen Länder, die in den letzten Jahren Reformen durchgeführt haben, können im Hinblick auf die Dividendenrendite und auf Gewinne durch Wechselkursveränderungen eine Chance für Anleger sein.
„Obwohl das Jahr 2014 vom Aufschwung geprägt war, haben dies nur sehr wenige Länder erlebt; Ausnahme sind die USA, die eine echte Widerstandsfähigkeit gegenüber den Marktbedingungen und den zunehmenden geopolitischen Spannungen zeigten“, so Bill Street weiter.
„Dennoch müssen Anleger die erhöhte Volatilität an den Aktienmärkten infolge der unterschiedlichen globalen Geldpolitiken bedenken. Eine intelligente Bewertung des divergierenden Umfeldes und seiner Risiken sowie Chancen wird den geschickten Anleger 2015 belohnen.”
Quelle: AdvisorWorld.ch
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