UBP: Subventionen auf fossile Energieträger sollten eigentlich schon längst der Vergangenheit angehören oder zumindest unter denen für erneuerbare Energien liegen. Folgt man den Zahlen der OECD, ist man aber noch weit davon entfernt.
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Victoria Leggett, Head of Impact Investing bei Union Bancaire Privée
„Wir investieren in energieeffiziente Produkte und in Geschäftsmodelle mit Bezug zu erneuerbaren Energien. Dabei müssen wir feststellen, dass viele Wettbewerber unserer Portfolio-Unternehmen noch immer von der öffentlichen Subventionierung fossiler Energieträger profitieren“, schreibt Victoria Leggett, Head of Impact Investing bei Union Bancaire Privée. Der zügige Subventionsabbau dürfte ein Wunsch bleiben, denn sie glaubt nicht, dass es bei der Weltklimakonferenz zu einem Durchbruch bei der Beendigung der Subventionen kommen wird. Allerdings könne eine sektorspezifische Behandlung des Themas – wie bei der letzten Klimakonferenz in Glasgow in Bezug auf Kohle und Methan – auch hier zielführend sein.
Klimafinanzierung von jährlich 100 Milliarden US-Dollar
Der zweite Wunsch auf der Liste der UBP an die Delegationen im ägyptischen Sharm El-Sheikh scheint realistischer. „Bislang wurde das historische Versprechen, dass die entwickelten Länder jährlich 100 Mrd. US-Dollar zur Bekämpfung des Klimawandels aufbringen, noch nicht gehalten; dazu könnte es auf der COP27 kommen. Wir halten einen Erfolg an dieser Stelle für möglich“, schreibt die Impact Investing-Expertin von UBP. Die Summe läge zwar unter dem tatsächlichen Bedarf – der Internationale Währungsfonds geht von einem Finanzierungsbedarf von 2,5 Billionen US-Dollar bis 2030 aus – würde aber eine wichtige Botschaft senden.
CO2-Emissionshandel
Die Verhandlungen über einen globalen Markt für CO2-Emissionszertifikate stocken. „Wir hoffen, dass es hier zu Fortschritten kommt“, schreibt Leggett. „Allerdings nur, wenn diese nicht zulasten der Qualität gehen.“ So habe das Fehlen eines einheitlichen Rahmenwerks die Glaubwürdigkeit privater Kompensationslösungen unterminiert, was wiederum die Beurteilung vieler Pläne zur Reduktion von CO2-Emissionen erschwere. „Eine Einigung auf einen globalen Emissionshandel mit hohen Standards wäre daher eine sehr gute Nachricht.“
Zeitliche Nähe von Weltklima- und Biodiversitätskonferenz als große Chance
Dass COP 27 und COP 15 zeitlich so nah beieinander liegen, eröffnet Leggett zufolge die große Chance, die enge Verflechtung der Klima- und Naturkrise zu verdeutlichen. „Beim Klima haben wir schon erhebliche Fortschritte im Hinblick auf die Ziele, die Offenlegung und die Akzeptanz dessen, was getan werden muss, gemacht. Bei der Natur sind wir deutlich im Rückstand. Erst jetzt entwickelt sich das Verständnis, dass wir auch eine naturverträgliche Wirtschaft entwickeln müssen, um Netto-Null zu erreichen.“
Quelle: AdvisorWorld.ch
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