Im Oktober-Standpunkt unter dem Titel “Verkehrte Welt” geht Thomas Heller unter anderem auf folgende Themen ein: .….
Thomas Heller
Fed-Entscheid – ZINSERHÖHUNG IM DEZEMBER?
Mitte September hatte die US-Notenbank Fed entschieden, die Leitzinsen nicht anzuheben. Anstatt diesen Verzicht auf eine restriktivere Geldpolitik mit Kursgewinnen zu begrüssen, verloren die Aktienmärkte in der Folge deutlich. Ist der Fed-Entscheid ein Hinweis darauf, dass die weltwirtschaftliche Lage doch nicht so stabil ist, wie bislang angenommen? Die SZKB denkt nein und rechnet nun mit einer Zinserhöhung im Dezember. Eine Anhebung der Leitzinsen um 0.25% wäre aus markt-psychologischer Sicht wohl einfacher und sinnvoll gewesen. Die ewige Frage nach dem “ersten Mal” wäre vom Tisch gewesen. Was die Fed mit ihrem Nicht-Entscheid geschaffen hat, ist einzig eine zusätzliche Phase von Unsicherheit und Nervosität.
Konjunktur – MODERATES WACHSTUM
Die Schweizer Wirtschaft leidet unter der Frankenstärke. In den USA lässt die Dynamik von hohem Niveau aus etwas nach. In der Eurozone scheint der Aufschwung, auf tiefem Niveau, hingegen an Stabilität zu gewinnen. Währenddessen überwiegen in den Schwellenländern die Wachstumsrisiken.
Aktien – SEITWÄRTS
An den Aktienmärkten machen zunehmend Sorgen über die Unternehmensgewinne die Runde. Aufschlussreich wird die Berichtssaison ab Mitte Oktober sein. Ansonsten fehlen derzeit Impulse.
Zinsen – IM BANNE DER FED
Die US-Notenbank (Fed) hat in ihrer September-Sitzung beschlossen, die Zinsen unverändert zu belassen. Dies sorgte für Unruhe an den Märkten.
Währungen – VORZEICHEN EINES ZINSSCHRITTES
Die nahende US-Zinserhöhung wird den US-Dollar weiter erstarken lassen. Der Schweizer Franken wird in einer engen Bandbreite zum Euro notieren. An der Überbewertung des Frankens wird sich so schnell nichts ändern.
Asset Allocation – NEUTRALE AKTIENQUOTE
Die Einschätzung, wonach Aktien relativ zu Anleihen attraktiver sind, gilt weiterhin. Sie profitieren von der expansiven Geldpolitik und der wachsenden Weltwirtschaft. Doch diese Faktoren werden durch die bevorstehende Normalisierung der Geldpolitik in den USA und die nachlassende Konjunkturdynamik, vor allem in den Schwellenländern, abgeschwächt. Die SZKB hält deshalb an der neutralen Aktienpositionierung fest. Innerhalb der Anlageklasse bevorzugt sie die Eurozone und die USA, hingegen werden Schwellenländer und Schweizer Aktien untergewichtet. Immobilien bleiben neutral gewichtet.
Quelle: AdvisorWorld.ch
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