{"id":10261,"date":"2022-02-11T08:30:37","date_gmt":"2022-02-11T07:30:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10261"},"modified":"2022-02-11T09:06:22","modified_gmt":"2022-02-11T08:06:22","slug":"lgt-navigator-inflation-heizt-zinssorgen-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-inflation-heizt-zinssorgen-an\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Inflation heizt Zinssorgen an"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : Nach den j\u00fcngsten Inflationsdaten aus den USA erwarten die Finanzm\u00e4rkte, dass die US-Notenbank die Zinsen schnell erh\u00f6hen wird. Die amerikanischen B\u00f6rsen reagieren mit Verlusten. In Europa versucht EZB-Chefin Christine Lagarde inzwischen, die Inflationssorgen zu zerstreuen.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Vereinigten Staaten steigen die Preise schneller als erwartet. So ist die Inflation im Januar gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um +7.5% gestiegen, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das ist die h\u00f6chste Teuerungsrate seit 1982. Analysten hatten mit einem Preisanstieg von +7.3% gerechnet, nachdem die Inflation im Dezember bereits bei +7.0% lag.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">An den US-B\u00f6rsen sorgten die aktuellen Inflationsdaten f\u00fcr schlechte Stimmung und sch\u00fcren Bef\u00fcrchtungen, dass die US-Notenbank die Zinsen schneller als bislang erwartet erh\u00f6hen wird. Dazu trug auch James Bullard bei, der Pr\u00e4sident der Distriktnotenbank St. Louis. Er erkl\u00e4rte nach der Ver\u00f6ffentlichung der Zahlen, er bef\u00fcrworte eine Zinserh\u00f6hung von 1 Prozentpunkt bis Juli. Die Terminb\u00f6rse CME beziffert die Wahrscheinlichkeit einer Zinserh\u00f6hung von 50 Basispunkten im M\u00e4rz mit fast 100%. Zudem erwarten die Finanzm\u00e4rkte inzwischen sieben Zinserh\u00f6hungen im laufenden Jahr.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der S&amp;P 500 verlor am Donnerstag schliesslich -1.8% und der Dow Jones b\u00fcsste knapp -1.5% ein. Am h\u00e4rtesten traf es erneut Technologieaktien. Der Nasdaq 100 gab -2.3% nach. Die bevorstehende Zinswende sorgt auch an den Bondm\u00e4rkten f\u00fcr Bewegung. Die Renditen f\u00fcr zehnj\u00e4hrige US-Staatsanleihen kletterten am Donnerstag erstmals seit Mitte 2019 auf \u00fcber 2%. Zweij\u00e4hrige US-Treasuries stiegen im Tagesverlauf bis zu 26 Basispunkte und verzeichneten damit den gr\u00f6ssten Sprung seit 2009.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>EZB-Chefin Lagarde d\u00e4mpft Inflationssorgen<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In Europa versucht derweil EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde, die Inflationssorgen zu zerstreuen. In einem Interview erkl\u00e4rte sie, es gebe derzeit keine Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass sich die steigenden Preise auf die Lohnforderungen durchschlagen. Eine solche Spirale kann das Preiswachstum zus\u00e4tzlich anheizen. Zudem verteidigte sie die Geldpolitik der EZB und sagte, die Notenbank mache Fortschritte, das Inflationsziel von 2% zu erreichen. Das gehe aber nur stufenweise. Gem\u00e4ss Lagarde m\u00fcssen sich die Menschen dennoch darauf einstellen, dass die Teuerung im Euroraum in den kommenden Monaten hoch bleibt. Im Jahresverlauf soll das Preiswachstum dann nachlassen, meint die EZB-Chefin.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>EU-Kommission erh\u00f6ht Inflationsprognose<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in der Eurozone d\u00fcrften die Preise im laufenden Jahr schneller steigen als bislang erwartet, prognostiziert die EU-Kommission. Gem\u00e4ss den Experten wird die Teuerung 2022 auf durchschnittlich +3.5% steigen, wie aus der j\u00e4hrlichen Winterprognose hervorgeht. Im Herbst hatten sie noch einen Preisanstieg von +2.2% erwartet. 2023 soll ein Plus von +1.7% resultieren. Die Preise im europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsraum sind zuletzt unerwartet rasant gestiegen, insbesondere angefacht von hohen Energiekosten. Die Europ\u00e4ische Zentralbank h\u00e4lt bislang an der lockeren Geldpolitik fest, allerdings schliesst sie eine Zinserh\u00f6hung im laufenden Jahr nicht mehr aus.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Konjunkturerwartungen f\u00fcr die Eurozone hat die EU-Kommission dagegen reduziert und erwartet dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von +4.0% (bislang +4.3%). Sie verweist dabei auf die hohen Corona-Infektionen, die steigenden Energiepreise sowie die Engp\u00e4sse in den Lieferketten. 2023 soll die Wirtschaftsleistung um +2.8% wachsen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Schwedische Notenbank bleibt locker<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die schwedische Notenbank will sich Zeit lassen mit der ersten Zinserh\u00f6hung. Obschon die Jahresteuerung mit rund +4% deutlich \u00fcber dem Inflationsziel von 2% liegt, will die Schwedische Reichsbank den Leitzins erst Ende 2024 anheben. Bis dahin soll die Nullzinspolitik fortgef\u00fchrt werden, teilte sie am Donnerstag nach der Zinssitzung mit. Zudem wollen die W\u00e4hrungsh\u00fcter die Notenbankbilanz noch nicht reduzieren. Damit schl\u00e4gt die Reichsbank einen anderen Weg ein als die US-Notenbank und auch die EZB, die sich j\u00fcngst besorgt \u00fcber die hohe Teuerung zeigte. Die schwedischen W\u00e4hrungsh\u00fcter f\u00fchren die schnell steigenden Preise insbesondere auf die hohen Energiekosten zur\u00fcck. Die Kernrate liege bei knapp 2%, erkl\u00e4rte die Zentralbank.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 11. Februar<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:00<\/td>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreise (Januar, J\/J)<\/td>\r\n<td>+4.9%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:00<\/td>\r\n<td>UK<\/td>\r\n<td>Bruttoinlandprodukt (Q4, J\/J)<\/td>\r\n<td>+6.4%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:30<\/td>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreise (Januar, J\/J)<\/td>\r\n<td>+1.5%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Verbrauchervertrauen (Februar)<\/td>\r\n<td>67.50<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 11. Februar<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>UK<\/td>\r\n<td>BAT<\/td>\r\n<td>Q4<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Bell<\/td>\r\n<td>Q4<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Under Armour<\/td>\r\n<td>Q4<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<div class=\"editorContent\">\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\r\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : Nach den j\u00fcngsten Inflationsdaten aus den USA erwarten die Finanzm\u00e4rkte, dass die US-Notenbank die Zinsen schnell erh\u00f6hen wird. Die amerikanischen B\u00f6rsen reagieren mit Verlusten. 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