{"id":10351,"date":"2022-02-18T10:53:20","date_gmt":"2022-02-18T09:53:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10351"},"modified":"2022-02-18T10:54:21","modified_gmt":"2022-02-18T09:54:21","slug":"mfs-im-maerkte-koennten-die-fed-unterschaetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/mfs-im-maerkte-koennten-die-fed-unterschaetzen\/","title":{"rendered":"MFS IM: M\u00e4rkte k\u00f6nnten die Fed untersch\u00e4tzen"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"eplus-aDQUeX\" style=\"text-align: justify;\">MFS : 2021 sind die amerikanischen Verbraucherpreise meist u\u0308berraschend stark gestiegen. Und doch mahnte die Fed zur Geduld und erkl\u00e4rte die h\u00f6here Teuerung fu\u0308r voru\u0308bergehend.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"eplus-480q7F\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator  eplus-HZJeoi\" \/>\r\n\r\n\r\n<p><strong>Von Erik Weisman, Ph.D., Portfolio Manager und Chief Economist bei MFS Investment Management<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Jetzt scheint es der Notenbank aber zu reichen, da es noch immer keinerlei Anzeichen fu\u0308r eine nachlassende Teuerung gibt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2021 sind die amerikanischen Verbraucherpreise meist u\u0308berraschend stark gestiegen.<\/strong> Und doch mahnte die Fed zur Geduld und erkl\u00e4rte die h\u00f6here Teuerung fu\u0308r voru\u0308bergehend. Jetzt scheint es der Notenbank aber zu reichen, da es noch immer keinerlei Anzeichen fu\u0308r eine nachlassende Teuerung gibt. In der Januarsitzung wurden daher die Weichen fu\u0308r eine deutlich straffere Geldpolitik gestellt. Die Fed signalisierte einen baldigen Beginn der Zinserh\u00f6hungen, die vielleicht st\u00e4rker ausfallen k\u00f6nnten als beim letzten Mal. An den M\u00e4rkten ist man der Fed unterdessen voraus: Hier rechnet man in den n\u00e4chsten zw\u00f6lf Monaten mit mindestens vier Erh\u00f6hungen der Federal Funds Rate um jeweils 25 Basispunkte. Viele Analysten erwarten sogar noch mehr.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Interessant ist, wie die amerikanische Zinsstrukturkurve darauf reagiert hat. Es u\u0308berrascht kaum, dass die Kurzfristrenditen (bis zu zwei Jahren) und die mittelfristigen Renditen (drei bis sieben Jahre) stark gestiegen sind.<\/strong> Die Langfristrenditen (zehn bis 30 Jahre) legten aber l\u00e4ngst nicht so stark zu. Noch immer scheint man davon auszugehen, dass die Fed ihren Leitzins kaum u\u0308ber 1,75% anheben kann. Das w\u00e4re dann etwa das Vor-Corona-Niveau. Die beachtliche Abflachung der Zinsstrukturkurve (durch einen u\u0308berdurchschnittlichen Anstieg der Kurzfristrenditen) ist dann folgerichtig, wenn man keine massiven Zinserh\u00f6hungen fu\u0308r n\u00f6tig h\u00e4lt, um Inflation und Wachstum zu d\u00e4mpfen \u2013 oder wenn man glaubt, dass eine zu aggressive Fed eine Rezession verursacht. Sollte die Inflation aber trotz der Zinserh\u00f6hungen nicht verschwinden und sollten die Finanzbedingungen nicht straff genug werden, um das Wachstum zu d\u00e4mpfen, du\u0308rfte die Fed die Zinsen mindestens auf das neutrale Niveau von etwa 2,50% anheben. Die Kurzfristrenditen wu\u0308rden dann weiter steigen. Vor allem aber wu\u0308rden dann auch die Langfristrenditen ab etwa zehn Jahren erheblich zulegen. Wenn sich die Vergangenheit wiederholt, wird die Zinsstrukturkurve aufgrund eines u\u0308berdurchschnittlichen Anstiegs der Kurzfristrenditen in n\u00e4chster Zeit immer flacher, bis sie irgendwann fast keine Steigung mehr hat. Werden die Renditen also irgendwann in allen Laufzeitsegmenten 1,75% betragen, wie der Markt zu glauben scheint? Oder werden es eher 2,50%?<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sich die amerikanische Outputlu\u0308cke fast geschlossen hat und es in den USA kaum noch \u00dcberkapazit\u00e4ten gibt, die Arbeitslosenquote fast wieder auf dem alten Allzeittief liegt, die L\u00f6hne drastisch steigen und die weltweiten Lieferst\u00f6rungen nur langsam nachlassen, spricht viel dafu\u0308r, dass der Markt die Notwendigkeit von Leitzinserh\u00f6hungen auf u\u0308ber 1,75% untersch\u00e4tzt. Das gr\u00f6\u00dfere Risiko ist daher, dass die Zinsstrukturkurve irgendwann waagerecht wird, die Renditen dann aber u\u0308ber 1,75% und vielleicht sogar u\u0308ber 2,00% liegen. Sollte es so kommen, w\u00e4ren Anleihen zurzeit teuer. Das gilt fu\u0308r alle Laufzeitsegmente, vor allem aber fu\u0308r Titel mit mittlerer Laufzeit. Aber es k\u00f6nnte auch anders kommen \u2013 wenn die weltweiten Lieferengp\u00e4sse bald nachlassen, das Angebot steigt und der Preisdruck nachl\u00e4sst, wenn die Fed statt auf noch mehr Zinserh\u00f6hungen auf mehr Quantitative Tightening setzt und ihre Anleihenbest\u00e4nde st\u00e4rker verringert, oder wenn die Aktienm\u00e4rkte massiv einbrechen und das die Fed zwingt, Zinserh\u00f6hungen erst einmal auszusetzen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"eplus-qAux6i\" style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MFS : 2021 sind die amerikanischen Verbraucherpreise meist u\u0308berraschend stark gestiegen. 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