{"id":10427,"date":"2022-02-25T08:30:56","date_gmt":"2022-02-25T07:30:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10427"},"modified":"2022-02-25T09:32:42","modified_gmt":"2022-02-25T08:32:42","slug":"lgt-navigator-russlands-angriff-sorgt-an-den-finanzmaerkten-fuer-schockwellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-russlands-angriff-sorgt-an-den-finanzmaerkten-fuer-schockwellen\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Russlands Angriff sorgt an den Finanzm\u00e4rkten f\u00fcr Schockwellen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : An den internationalen Aktienm\u00e4rkten sind am Donnerstag nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine die Kurse eingebrochen. Der europ\u00e4ische Leitindex EuroStoxx 50 verlor zeitweise mehr als f\u00fcnf Prozent und fiel auf den tiefsten Stand seit M\u00e4rz 2021 zur\u00fcck. <\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In New York haben sich dann aber die Indizes stabilisiert. F\u00fcr etwas Entlastung sorgte eine leichte Entspannung beim \u00d6lpreis. Nachdem der Brent-\u00d6lpreis mit knapp USD 106 je Barrel das h\u00f6chste Niveau seit 2014 erreicht hatte, fiel der Preis auf rund USD 101 zur\u00fcck. W\u00e4hrenddessen traten Unternehmensnachrichten und Konjunkturdaten angesichts des Krieges in der Ukraine in den Hintergrund.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">An den Finanzm\u00e4rkten ist die Nervosit\u00e4t greifbar und Aktienindizes gerieten gestern weltweit ins Trudeln, w\u00e4hrend als sichere Anlagen geltende Werte wie Gold deutliche Avancen verzeichneten. Die grosse Frage wird nun sein, ob die vom Westen angedrohten oder bereits etablierten Sanktionen den Kreml beeindrucken. Eine der st\u00e4rksten \u00abWaffen\u00bb bleibt der Ausschluss Russlands vom internationalen Zahlungsverkehrssystem Swift. Der Westen z\u00f6gert jedoch bisher, diese Sanktion einzusetzen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder etwas tiefere \u00d6lpreise sorgten an der Wall Street nach den Turbulenzen der vergangenen Tage vorerst f\u00fcr Entlastung. Der Dow Jones Industrial war zun\u00e4chst noch auf das tiefste Niveau seit M\u00e4rz 2021 gefallen, erholte sich dann aber und ging bei 33&#8217;223.83 Punkten (+0.28%) aus dem Handel. Der breite S&amp;P 500 legte noch kr\u00e4ftiger um +1.5% auf 4&#8217;288.70 Punkte zu. Am st\u00e4rksten nachgefragt waren Technologietitel und so verbuchten die Indizes an der Technologieb\u00f6rse Nasdaq Tagesgewinne von knapp +3.5%. Gleichzeitig kletterte die Rendite zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen wieder auf 1.96%, nachdem die Rendite am Donnerstag bis auf 1.84% eingebrochen war.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In Asien folgten die Aktienindizes gr\u00f6sstenteils den positiven Vorgaben aus den USA. In Tokio gewinnt der Nikkei 225 knapp +2%. Angesichts der l\u00e4ngerfristigen Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland und des hohen Unsicherheitsgrades bleibt jedoch fraglich, ob diese schnelle Erholung nachhaltig sein wird. So deuten die US-Aktien-Futures bereits heute Morgen im asiatischen Handel erneute Verluste an.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>NATO schliesst milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung der Ukraine aus<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg verurteilte den russischen Einmarsch in die Ukraine als \u00abbrutalen kriegerischen Akt\u00bb, machte aber deutlich, dass das B\u00fcndnis auch nach dem Einmarsch Russlands keine NATO-Truppen in die Ukraine senden werde. Die Verpflichtung zur kollektiven Verteidigung gelte nur f\u00fcr NATO-L\u00e4nder und es k\u00f6nne keine absolute Sicherheitsgarantien f\u00fcr NATO-Verb\u00fcndete geben. Die Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten werden am Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Unterdessen hat die NATO die Verteidigungspl\u00e4ne f\u00fcr Osteuropa aktiviert, womit das NATO-Oberkommando weitreichende Befugnisse erh\u00e4lt, um zum Beispiel weitere Truppen anzufordern oder zu verlegen. Alle Massnahmen sollten aber \u00abpr\u00e4ventiv, verh\u00e4ltnism\u00e4ssig und nicht eskalierend\u00bb sein.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Westen kontert mit umfassenden Sanktionen<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die 27 EU-Staaten haben sich anl\u00e4sslich ihres Krisengipfels im Grundsatz auf neue Sanktionen gegen Russland verst\u00e4ndigt. Die Europ\u00e4ische Union beschloss ein umfassendes Sanktionspaket gegen Russland, liess aber ihre st\u00e4rkste Waffe, den Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem Swift, noch aussen vor. Die EU-Staats- und Regierungschefs riefen den Kreml zudem auf, die Milit\u00e4raktionen unverz\u00fcglich einzustellen, alle Kr\u00e4fte und milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung bedingungslos vom gesamten Territorium der Ukraine zur\u00fcckzuziehen sowie die territoriale Integrit\u00e4t, Souver\u00e4nit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit der Ukraine vollst\u00e4ndig zu respektieren. Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron versucht unterdessen im direkten Gespr\u00e4ch auf den russischen Staatschef Wladimir Putin einzuwirken.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EU-Kommission versicherte, dass die Gasversorgung in der EU trotz der Eskalation gesichert sei. Mehrere L\u00e4nder seien in der Lage, ihre Fl\u00fcssiggaslieferungen in die EU zu erh\u00f6hen. Genannt wurden Norwegen, Aserbaidschan, \u00c4gypten und Nigeria. Die EU deckt knapp ein Viertel ihres Energiebedarfs mit Gas, wovon rund 90% importiert werden. Etwa 40% der Importe stammen der Br\u00fcsseler Exekutive zufolge aus Russland.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei einer Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrats wollen die USA noch heute Abend eine Resolution gegen Russland erwirken. Die Resolution soll die Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t sowie die Unabh\u00e4ngigkeit und Einheit der Ukraine bekr\u00e4ftigen und von Russland den sofortigen R\u00fcckzug aller Truppen sowie die Achtung des Minsker Abkommen verlangen. Da Russland aber selbst als einer von nur f\u00fcnf Staaten im Sicherheitsrat ein Vetorecht hat, ist dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Russlands Zentralbank eilt Banken zu Hilfe<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die russische Notenbank sprach f\u00fcr die heimischen Gesch\u00e4ftsbanken, die von westlichen Sanktionen betroffen sind, eine Garantie f\u00fcr alle ihre Gesch\u00e4fte in Rubel wie auch in ausl\u00e4ndischen W\u00e4hrungen aus. Alle Bankgesch\u00e4fte mit den Kunden in Rubel w\u00fcrden wie gewohnt weiterlaufen und auch die Auszahlung von Guthaben in ausl\u00e4ndischen W\u00e4hrungen werde garantiert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">US-Wirtschaft mit st\u00e4rker als erwartetem Schlussquartal 2021<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt expandierte im vierten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von +7.0%. Damit war das Wirtschaftswachstum leicht st\u00e4rker als bisher mit +6.9% angenommen. Beigetragen haben vor allem ein starkes Wachstum der Exporte und h\u00f6here Konsumausgaben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 25. Februar<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:00<\/td>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>BIP Q4 (Q\/Q, Revision)<\/td>\r\n<td>+1.7%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:45<\/td>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>BIP Q4 (Q\/Q, Revision)<\/td>\r\n<td>+3.1%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:45<\/td>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreise (Januar, J\/J)<\/td>\r\n<td>+3.3%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>10:00<\/td>\r\n<td>IT<\/td>\r\n<td>Unternehmensstimmung (Februar)<\/td>\r\n<td>+113.9<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>10:00<\/td>\r\n<td>IT<\/td>\r\n<td>Konsumentenvertrauen (Februar)<\/td>\r\n<td>+114.2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>11:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>Wirtschaftsstimmung (Februar)<\/td>\r\n<td>+112.7<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>11:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>Gesch\u00e4ftsklima (Februar)<\/td>\r\n<td>+1.81<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>11:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>Konsumentenstimmung (Februar)<\/td>\r\n<td>-8.8<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>12:15<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>EZB-Pr\u00e4sidentin Lagarde\u00a0<\/td>\r\n<td>\u00a0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Konsumausgaben (Januar, M\/M)<\/td>\r\n<td>-0.6%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Auftragseingang langlebige G\u00fcter (Januar, M\/M)<\/td>\r\n<td>-0.7%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>16:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Konsumentenvertrauen (Februar)<\/td>\r\n<td>67.2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>16:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Ausstehende Hausverk\u00e4ufe (Januar, M\/M)<\/td>\r\n<td>-3.8%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 25. Februar<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Swiss Re<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Holcim<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>BASF<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>Valeo<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Foot Locker<\/td>\r\n<td>Q4<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<div class=\"editorContent\">\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\r\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : An den internationalen Aktienm\u00e4rkten sind am Donnerstag nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine die Kurse eingebrochen. 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