{"id":10481,"date":"2022-03-04T16:58:50","date_gmt":"2022-03-04T15:58:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10481"},"modified":"2022-03-04T17:00:54","modified_gmt":"2022-03-04T16:00:54","slug":"allianz-gi-unsicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-unsicherheit\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Unsicherheit\u00a0"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Die Invasion der Ukraine stehen die Welt wie auch die Kapitalm\u00e4rkte vor einer Phase erh\u00f6hter Unsicherheit. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Anders als bei \u201eRisiko\u201c, bei dem die Eintrittswahrscheinlichkeiten bekannt sind, ist bei \u201eUnsicherheit\u201c der weitere Verlauf nicht absehbar. Die Geschlossenheit, mit der die Sanktionen gegen Russland eingef\u00fchrt wurden, sowie auch erste Signale einer Verhandlungsbereitschaft zwischen den beiden L\u00e4ndern lassen zwar auf eine Entspannung hoffen, absch\u00e4tzbar ist dies aber nicht. Die erh\u00f6hte Unsicherheit f\u00fchrt in der Folge nicht nur zu erh\u00f6hten Risikopr\u00e4mien an den Kapitalm\u00e4rkten, sondern l\u00e4sst auch, je l\u00e4nger sie dauert, erh\u00f6hte real\u00f6konomische Anpassungen erwarten. \u00dcbertragungsmechanismen sind hier das \u00f6konomische \u201eSentiment\u201c, die \u201eStimmung\u201c, der \u00d6lpreis und in der Folge dann die Inflationsraten. Die Vergangenheitsbetrachtung lehrt dabei, eine Verdoppelung des \u00d6lpreises, real (also ohne Inflationseffekte), l\u00e4sst die Rezessionswahrscheinlich steigen. Das Gute dabei ist nur, dass dieser Anstieg \u00fcber eine Zwei-Jahres-Periode erfolgen muss. Aus heutiger Sicht erscheint das noch ertr\u00e4glich, aber die j\u00fcngsten Anstiege auf \u00fcber 100 USDollar je Barrel der Sorte Brent d\u00fcrfen sich nicht lange fortsetzen.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">\u00d6konomisch betrachtet lassen sich die Folgen der Ukraine-Invasion auf die Formel bringen: H\u00f6here Inflation, niedrigeres Wachstum. Inwieweit die gro\u00dfen Zentralbanken dies zum Anlass f\u00fcr eine Strategieanpassung nehmen, wie vereinzelt schon erwartet wird, bleibt abzuwarten. Sowohl die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) als auch die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) sehen sich seit geraumer Zeit einem inflation\u00e4ren Impuls gegen\u00fcber, der schon vor den j\u00fcngsten Anstiegen der Roh\u00f6lpreise bemerkbar war.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Das Marktumfeld bleibt damit weiterhin von der Invasion der Ukraine dominiert. Anleger scheinen gut beraten, wenn sie sich auf erh\u00f6hte Volatilit\u00e4t einstellen. Der\u00a0Anlagenotstand wird dadurch nur gr\u00f6\u00dfer. Denn w\u00e4hrend die Unsicherheit gestiegen ist, notieren 70 % des globalen Anleihevolumens unver\u00e4ndert unter dem Inflationsziel der EZB von 2 %. Unter Ber\u00fccksichtigung des Kaufkraftverlustes bedeutet dies reale Verluste.<\/p>\n<h6>Taktische Allokation Aktien &amp; Anleihen<\/h6>\n<ul>\n<li class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Die stabile, von den Daten her einem S\u00e4gezahnmuster gleichende Konjunktur hat an positivem \u00dcberraschungsmomentum verloren. Die Volkswirte werden kaum noch von \u00fcber den Erwartungen liegenden Daten \u00fcberrascht.<\/li>\n<li class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Ein \u00e4hnliches Bild zeigt sich bei den Revisionen der Erwartungen f\u00fcr die Unternehmensgewinne. Das Verh\u00e4ltnis von positiven zu negativen Gewinnrevisionen hat, nach einer starken Aufw\u00e4rtsbewegung, an Dynamik verloren.<\/li>\n<li class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Die Konjunktur steht leicht unter dem Risiko eines steigenden \u00d6lpreises. Zwar ist die Energieintensit\u00e4t \u2013 nicht nur der Industriestaaten \u2013 \u00fcber die zur\u00fcckliegenden Jahrzehnte deutlich zur\u00fcckgegangen, was sich auch in gesunkenen (!) Treibhausgasemissionen bemerkbar macht. Aber die Historie lehrt, dass das Risiko einer Rezession ceteris paribus nach einer Verdoppelung des \u00d6lpreisanstieges \u00fcber einen Zweijahreszeitraum ansteigt. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren kostete ein Barrel \u00d6l der Sorte WTI zwischen 50 und 60 Dollar.<\/li>\n<li class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">In Anbetracht des immer noch vorherrschenden negativen (Real-) Renditeumfelds bleibt der Anlagenotstand weiter bestehen, was Sachwerte wie Aktien strukturell beg\u00fcnstigen sollte. Die aktuell erh\u00f6hten Unsicherheiten im Kontext des Ukraine-Konflikts legen jedoch eine vorsichtigere Allokation nahe.<\/li>\n<\/ul>\n<h6>Aktien<\/h6>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Wie die globale Umfrage der Bank of America unter Fondsmanagern zeigt, ist der Risikoappetit f\u00fcr US-Aktien und Technologiewerte r\u00fcckl\u00e4ufig. Rohstoff- und Energiewerte sowie Aktien von Unternehmen Gro\u00dfbritanniens haben dagegen in deren Gunst zugelegt. Auch Aktien aus den aufstrebenden Staaten gewannen an Interesse. Die Zufl\u00fcsse in Aktienfonds hielten laut EPFR-Daten aber noch an.<\/p>\n<ul>\n<li class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Die Zeiten exorbitanter Gewinnzuw\u00e4chse als Zeichen der Erholung nach dem Ausbrechen der Pandemie d\u00fcrften f\u00fcrs N\u00e4chste vorbei sein, aber die Unternehmensgewinne sollten auch zuk\u00fcnftig stabilisierend wirken.<\/li>\n<li class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Nach Sektoren unterschieden lassen u. a. die hohen Cash-Best\u00e4nde und die Nachfragesituation der Firmen darauf schlie\u00dfen, dass sie inflation\u00e4rem Druck standhalten bzw. diesen weitergeben k\u00f6nnen. Dies erscheint in einem Umfeld\u00a0steigender Refinanzierungskosten umso wichtiger.<\/li>\n<li class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Die um Konjunkturschwankungen bereinigten Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnisse (\u201eShiller-KGV\u201c) wei\u00dfen hohe Bewertungen aus, sind aber vor dem Hintergrund niedriger\/negativer Realzinsen zu betrachten.<\/li>\n<li class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">ESG-Faktoren, als Kriterien f\u00fcr die Nachhaltigkeit der Firmen, sollten auf Dauer eine wichtige Rolle bei der Einzeltitelselektion spielen.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"component agi-general-content-rte \" data-component=\"general-content\">\n<div class=\"l-container u-margin-top-xl u-margin-bottom-2m agi-rte\">\n<div class=\"l-grid__row u-margin-top-xl\" data-component=\"summary-text-image\">\n<div class=\"l-container \" style=\"text-align: justify;\" data-component=\"general-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Die Invasion der Ukraine stehen die Welt wie auch die Kapitalm\u00e4rkte vor einer Phase erh\u00f6hter Unsicherheit.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5090,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-10481","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10481"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10481\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10482,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10481\/revisions\/10482"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}