{"id":10505,"date":"2022-03-09T08:30:12","date_gmt":"2022-03-09T07:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10505"},"modified":"2022-03-09T09:36:24","modified_gmt":"2022-03-09T08:36:24","slug":"lgt-navigator-der-energiehahn-aus-russland-wird-zugedreht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-der-energiehahn-aus-russland-wird-zugedreht\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Der Energiehahn aus Russland wird zugedreht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : Die Finanzm\u00e4rkte bleiben weiterhin im Schatten des fortlaufenden Krieges in der Ukraine, steigenden Energiepreisen und damit zunehmender Angst vor ausufernder Inflation und einer potenziellen wirtschaftlichen Stagnation.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Unterdessen w\u00e4chst der politische Druck, \u00d6l- und Gaslieferungen aus Russland einzuschr\u00e4nken oder gar ganz zu stoppen. Insbesondere f\u00fcr Europa, allen voran Deutschland, k\u00f6nnte dies heikle Auswirkungen auf die Energieversorgung haben. Die EU-Kommission arbeitet aber bereits an einem Plan mit Massnahmen, um russische Gasimporte innerhalb eines Jahres um zwei Drittel zu reduzieren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">An Europas B\u00f6rsen versandeten anf\u00e4ngliche Erholungsversuche und auch in New York kamen die Kurse angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und energiepolitischer Fragen erneut ins Trudeln. Der Dow Jones Industrial erreichte zun\u00e4chst ein Plus von rund +2%, ging dann aber schlussendlich -0.56% tiefer als am Vortag bei 32&#8217;632.64 Punkten aus dem Handel. Der breite S&amp;P 500 verlor -0.72% und landete bei 4&#8217;170.70 Z\u00e4hlern. An der Nasdaq hielten sich gestern die Verluste mit etwa -0.4% noch in Grenzen. Gepr\u00e4gt war der Handel von Unsicherheit, Nervosit\u00e4t und Volatilit\u00e4t. Die Rendite zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen kletterte unterdessen auf 1.86%.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>USA verh\u00e4ngen Embargo f\u00fcr \u00d6l aus Russland \u2013 die EU \u00abkann\u00bb nicht mitziehen<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem Hintergrund des von den USA verk\u00fcndeten Embargos russischer \u00d6llieferungen blieben die \u00d6lpreise auf hohem Niveau nahe der j\u00fcngst seit 2008 nicht mehr erreichten H\u00f6chstst\u00e4nde. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent notiert aktuell bei knapp USD 131. Anfangs Woche war der Brent-Preis bis auf rund USD 139 gestiegen. Der Preis f\u00fcr die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) betr\u00e4gt heute rund USD 126. Die Opec warnte, dass die weltweite Erd\u00f6lf\u00f6rderung nicht ausreiche, um einen kompletten Ausfall Russlands auszugleichen. US-Pr\u00e4sident Joe Biden betonte, dass das \u00d6lembargo der Amerikaner mit den Europ\u00e4ern abgestimmt sei und Putins Kriegsmaschinerie einen weiteren schweren Schlag versetzen werde. Angesichts der hohen Abh\u00e4ngigkeit Europas von russischen \u00d6l- und Gaslieferungen \u00abk\u00f6nnen\u00bb sich die EU dem Importverbot der Amerikaner nicht anschliessen. Immerhin legte die EU-Kommission bereits einen Plan vor, um die russischen Gasimporte innerhalb von einem Jahr um zwei Drittel zu reduzieren. Deutschlands Wirtschaftsminister Robert Habeck warnte im Falle eines kompletten Embargos russischer Lieferungen vor schweren Sch\u00e4den f\u00fcr die deutsche Wirtschaft. Grossbritannien k\u00fcndigte unterdessen an, ab Ende 2022 kein russisches \u00d6l mehr zu importieren. Als Reaktion auf das \u00d6lembargo Washingtons, drohte der Krems seinerseits mit einem Gas-Lieferstopp durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Immer mehr Grossunternehmen verabschieden sich aus Russland<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der britische \u00d6lkonzern Shell k\u00fcndigte an, mit sofortiger Wirkung kein russisches Erd\u00f6l und Gas mehr zu kaufen und auch bestehende Vertr\u00e4ge nicht zu erneuern. Zudem werde russisches Erd\u00f6l aus den eigenen Lieferketten entfernt und alle Shell-Tankstellen in Russland geschlossen sowie andere lokale Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten eingestellt. Nicht nur \u00d6lkonzerne drehen Russland den R\u00fccken zu. Einen Abzug haben inzwischen auch Apple, Coca-Cola, Starbucks und McDonald\u2019s angek\u00fcndigt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Deutsche Industrie f\u00fcrchtet \u00d6l- und Gas-Embargo<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Importstopp f\u00fcr russisches \u00d6l und Gas w\u00fcrde die deutsche Industrie nach Einsch\u00e4tzung des Branchenverbandes BDI unmittelbar belasten. F\u00fcr viele Industriezweige in Deutschland sei die Energie ein wesentlicher Kostenfaktor und es werde dadurch immer schwieriger, noch kostendeckend zu produzieren. Diese Eskalationsstufe m\u00fcsse unbedingt verhindert werden, auch wenn es emotional schwerfalle, meinte BDI-Pr\u00e4sident Siegfried Russwurm.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Italien will Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas reduzieren<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Italien strebt eine unabh\u00e4ngigere Gasversorgung an und will dementsprechend die Abh\u00e4ngigkeit von Russland verringern. Italien importiert j\u00e4hrlich mehr als 40% seines Gases aus Russland. Es m\u00fcssen nun Alternativen durch Lieferanten aus anderen Teilen der Welt, beispielsweise aus Katar, gefunden werden, was aber einige Zeit in Anspruch nehmen wird.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Blick in den R\u00fcckspiegel \u2013 Euro-Wirtschaft w\u00e4chst im Schlussquartal 2021 minimal<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wirtschaft in den 19 Eurol\u00e4ndern ist im vierten Quartal des letzten Jahres im Schnitt um +0.3% gegen\u00fcber dem Vorquartal gewachsen.\u00a0 Im Gesamtjahr 2021 wies die Eurozone eine Wachstumsrate von +5.3% aus. Angesichts der Verwerfungen durch den Krieg in der Ukraine k\u00f6nnte sich die Wirtschaftsentwicklung im laufenden Jahr wieder verlangsamen, insbesondere wegen den Auswirkungen steigender Energiekosten und anhaltenden Lieferkettenengp\u00e4ssen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 9. M\u00e4rz<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>00:50<\/td>\r\n<td>JP<\/td>\r\n<td>BIP Q4 (Q\/Q)<\/td>\r\n<td>+1.3%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>10:00<\/td>\r\n<td>IT<\/td>\r\n<td>Industrieproduktion (Januar, M\/M)<\/td>\r\n<td>-1.0%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender<\/strong> <strong>9. M\u00e4rz<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Geberit<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Adidas<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Deutsche Post<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Continental<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>Vivendi<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>IT<\/td>\r\n<td>Prada<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>Prudential<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>\u00a0Quelle: BondWorld.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : Die Finanzm\u00e4rkte bleiben weiterhin im Schatten des fortlaufenden Krieges in der Ukraine, steigenden Energiepreisen und damit zunehmender Angst vor ausufernder Inflation und einer potenziellen wirtschaftlichen Stagnation.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5083,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[70],"tags":[112],"class_list":["post-10505","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lgt-navigator","tag-lgt-navigator"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10505"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10505\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10506,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10505\/revisions\/10506"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}