{"id":10540,"date":"2022-03-11T08:30:18","date_gmt":"2022-03-11T07:30:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10540"},"modified":"2022-03-11T09:32:13","modified_gmt":"2022-03-11T08:32:13","slug":"lgt-navigator-inflationsdruck-in-den-usa-nimmt-weiter-zu-und-haelt-fed-auf-kurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-inflationsdruck-in-den-usa-nimmt-weiter-zu-und-haelt-fed-auf-kurs\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Inflationsdruck in den USA nimmt weiter zu und h\u00e4lt Fed auf Kurs"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : In den Vereinigten Staaten sind die Lebenshaltungskosten auch im Februar weiter kr\u00e4ftig gestiegen. Auf Jahressicht erreichte die Inflationsrate fast schon acht Prozent und damit das h\u00f6chste Niveau seit 1982.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei ist der Effekt des Ukraine-Kriegs und dem j\u00fcngsten massiven Anstieg der Rohstoffpreise noch gar nicht abgebildet. Bereits n\u00e4chste Woche wird die entsprechende Antwort der US-Notenbank in Form einer ersten Zinserh\u00f6hung erwartet. Der steigende Inflationsdruck besch\u00e4ftigt auch die EZB, die ihre Anleihenk\u00e4ufe etwas fr\u00fcher beenden will als bisher angepeilt und damit leicht restriktiver ausgerichtet ist. F\u00fcr eine Entt\u00e4uschung sorgten die erneut ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangenen direkten Gespr\u00e4che zwischen Russland und der Ukraine.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verbraucherpreise in den USA sind im Februar um +7.9% zum Vorjahr, getrieben von stark gestiegenen Energiepreisen \u2013 im Februar hat sich die Energiekomponente auf Jahressicht um knapp +26% verteuert. Die Inflationsrate ist damit so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr. Die Kernrate, also ohne Energie und Nahrungsmittelpreise, betrug +6.4%. Die Zinswende in den USA ist damit nicht mehr aufzuhalten und das Fed wird am kommenden Mittwoch, den 16. M\u00e4rz ihren Leitzins erstmals seit der Corona-Pandemie um mindestens 25 Basispunkte anheben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie bereits zuvor in Europa \u2013 der EuroStoxx 50 schloss -3% tiefer bei 3&#8217;651.39 Punkten \u2013 gaben auch an der Wall Street die Aktienkurse am Donnerstag wieder nach. Der Dow Jones Industrial ging aber mit einem relativ geringen Tagesverlust von -0.34% bei 33&#8217;174.07 Punkten aus dem Handel. Einerseits sorgt der weiter steigende Inflationsdruck in den USA f\u00fcr Besorgnis und andererseits brachte das Spitzentreffen zwischen Russland und der Ukraine keine Ann\u00e4herung. Der S&amp;P 500 schloss -0.43% tiefer bei 4&#8217;259.52 Z\u00e4hlern und an der Technologieb\u00f6rse Nasdaq fielen die Indizes um gut -1%. Ins Zentrum des Interesses r\u00fcckt nun der geldpolitische Entscheid der US-Notenbank in der n\u00e4chsten Woche. Die Rendite zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen kletterte unterdessen auf knapp 2%.\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In Asien folgten die Aktienindizes den negativen Vorgaben aus \u00dcbersee und tendieren zum Wochenschluss im negativen Bereich. In Tokio und in Hongkong verlieren die Indizes rund -2%.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>EZB tritt trotz geopolitischer Unsicherheiten sachte auf die Bremse<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) beliess wie erwartet die Leitzinsen unver\u00e4ndert auf Rekordtief. Andererseits soll nun aber das Volumen des APP-Anleihenkaufprogramms bereits Ende Juni reduziert werden, womit die K\u00e4ufe im dritten Quartal dieses Jahres g\u00e4nzlich beendet w\u00fcrden. Damit wird die Geldpolitik der EZB, angesichts des anhaltend hohen Inflationsdruck \u2013 im Euroraum betr\u00e4gt die Inflationsrate aktuell +5.8% \u2013 und trotz der Risiken aus dem Ukraine-Krieg, leicht restriktiver. EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde rechnet wegen dem Krieg in der Ukraine mit \u00aberheblichen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Inflation\u00bb. Die Konjunktur werde insbesondere durch den starken Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise ged\u00e4mpft werden. Immerhin sollten die nachlassende Pandemie sowie eine Entspannung der Lieferengp\u00e4sse f\u00fcr etwas Unterst\u00fctzung sorgen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Signifikante Anpassung der Inflations- und Wachstumsprognosen der EZB<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine haben sich die Konjunkturaussichten f\u00fcr den Euroraum eingetr\u00fcbt. In der Folge reduziert die EZB ihre BIP-Prognose f\u00fcr das laufende Jahr auf +3.7% von +4.2% (im Dezember). F\u00fcr 2023 geht die EZB nun von +2.8% anstatt +2.9% aus und 2024 unver\u00e4ndert von +1.6%. Gleichzeitig wird in der Eurozone angesichts der h\u00f6heren Energiepreise nun im laufenden Jahr eine Inflationsrate von +5.1% erwartet. Eine massive Verschiebung gegen\u00fcber der Dezember-Prognose von +3.2%. Im n\u00e4chsten Jahr soll die Teuerungsrate dann auf +2.1% zur\u00fcckgehen (bisher +1.8%).<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Spitzentreffen zwischen Russland und der Ukraine endet ohne greifbare Ergebnisse<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erste direkte Gespr\u00e4ch zwischen dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow und seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba in der T\u00fcrkei sind gestern ohne vorzeigbare Resultate zu Ende gegangen und entt\u00e4uschten damit die Hoffnungen auf eine baldige Beendigung des Krieges. Der Kreml soll weiterhin auf seiner Forderung bestehen, dass sich die Ukraine in ihrer Verfassung f\u00fcr neutral erkl\u00e4rt und die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim als russisch sowie die Separatistengebiete Luhansk und Donezk als unabh\u00e4ngige Staaten anerkennt. Lawrow warf unterdessen dem Westen vor, mit Waffenlieferungen an die Ukraine den Konflikt zu versch\u00e4rfen. Immerhin wolle man die direkten Gespr\u00e4che grunds\u00e4tzlich fortf\u00fchren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weitere Massnahmen gegen den Kreml im Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die G7-L\u00e4nder wollen den Weg freimachen f\u00fcr h\u00f6here Z\u00f6lle auf russische G\u00fcter. Im Vorfeld wolle US-Pr\u00e4sident Joe Biden heute Russland den sogenannten \u00abPreferred Trade Status\u00bb entziehen. Damit w\u00fcrden die Handelsbeziehungen der USA gegen\u00fcber Russland in die gleiche Kategorie wie Kuba oder Nordkorea fallen. Biden spricht heute um 16:15 Uhr MEZ vor dem US-Kongress. In Br\u00fcssel diskutieren unterdessen die Staats- und Regierungschefs der EU \u00fcber den weiteren Kurs in der Ukraine-Krise. Ein Importstopp f\u00fcr \u00d6l, Gas und Kohle aus Russland scheint dabei immer st\u00e4rker an R\u00fcckhalt zu gewinnen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 11. M\u00e4rz<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:00<\/td>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>Industrieproduktion (Januar, M\/M)<\/td>\r\n<td>+0.3%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:00<\/td>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreise (Februar, J\/J)<\/td>\r\n<td>+5.1%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:00<\/td>\r\n<td>ESP<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreise (Februar, J\/J)<\/td>\r\n<td>+6.2%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>16:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Konsumentenstimmung (M\u00e4rz)<\/td>\r\n<td>61.8<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 11. M\u00e4rz<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Lanxess<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>\u00a0Quelle: BondWorld.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : In den Vereinigten Staaten sind die Lebenshaltungskosten auch im Februar weiter kr\u00e4ftig gestiegen. 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