{"id":10550,"date":"2022-03-11T16:08:40","date_gmt":"2022-03-11T15:08:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10550"},"modified":"2022-03-11T16:10:04","modified_gmt":"2022-03-11T15:10:04","slug":"allianz-gi-stagflation-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-stagflation-2\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Stagflation?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Abgesehen von der menschlichen Trag\u00f6die und den geopolitischen Auswirkungen wird der Angriff der russischen Streitkr\u00e4fte auf die Ukraine weitreichende Folgen f\u00fcr die europ\u00e4ische und globale Wirtschaft sowie f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte haben. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Das h\u00e4ssliche Wort der \u201e<strong>Stagflation<\/strong>\u201c, welches vor alle an die Zeitphase der fr\u00fchen 70\u2019er mit hohen Inflationsraten und niedrigem Wachstum in Folge hoher \u00d6lpreise erinnert, macht bereits die Runde und ist auch ein Teil der Erkl\u00e4rung, warum die Invasion in der Ukraine sich so stark an den M\u00e4rkten auswirkte.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Auch wenn es noch zu fr\u00fch ist, um die m\u00f6glichen Auswirkungen zu beurteilen, ist es wahrscheinlich, dass die Konsensprognosen der Volkswirte f\u00fcr das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 gesenkt werden, wobei Europa die Hauptlast der R\u00fcckstufungen tragen sollte. Die Prognosen f\u00fcr die <strong>Inflation <\/strong>k\u00f6nnten dagegen vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise um einen weiteren Prozentpunkt von dem bereits hohen Niveau angehoben werden. Betrachtet man den Zustand der Weltwirtschaft auf dem Weg in die aktuelle Krise, so wird deutlich, dass die Wachstumsdynamik bereits im Februar weiter nachgelassen hat. Die globalen Wirtschaftsdaten haben sich, gemessen an unserem \u201eMacro Breadth Index\u201c bereits zum siebten Mal innerhalb von acht Monaten in der Breite verschlechtert. Dies l\u00e4sst sich zuletzt vor allem mit den Auswirkungen der Omicron-Welle erkl\u00e4ren. Hier mehren sich aber deutlich die Entspannungssignale, was f\u00fcr sich gesehen positive Konjunkturimpulse erwarten l\u00e4sst.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Unbeschadet der j\u00fcngsten Entwicklungen k\u00f6nnen es sich die <strong>Zentralbanken <\/strong>nicht mehr leisten, die Herausforderung der Inflation zu vernachl\u00e4ssigen, so auch bei der Sitzung des Rats der Europ\u00e4ischen Zentralbank (<strong>EZB<\/strong>) in der abgelaufenen Woche. Nach der &#8220;hawkishen&#8221; Pressekonferenz von EZBPr\u00e4sidentin Lagarde im Februar wurde im\u00a0Kern die Datenabh\u00e4ngigkeit der geldpolitischen Entscheidung betont, ohne jedoch das allgemeine Narrativ einer bevorstehenden geldpolitischen Normalisierung aufzugeben. Das l\u00e4sst die T\u00fcr f\u00fcr ein Ende der (Netto-)Ank\u00e4ufe von Verm\u00f6genswerten im Rahmen des Programms zum Ankauf von Verm\u00f6genswerten (\u201eAsset Purchase Programme\u201c &#8211; APP) bis zum Herbst offen, gefolgt von einer ersten Zinserh\u00f6hung gegen Ende des Jahres oder Anfang n\u00e4chsten Jahres.<\/p>\n<h6><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/h6>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Neben den Entwicklungen in der Ukraine sollte auch in der neuen Woche die Geldpolitik auf der Agenda bleiben. Zur Wochenmitte steht die Tagung der <strong>Federal Reserve <\/strong>an.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Trotz der aktuellen Entwicklungen bleibt unser Hauptszenario, dass die <strong>Federal Reserve<\/strong> die Zinss\u00e4tze ab ihrer Sitzung in der kommenden Woche anheben und ab dem dritten Quartal 2022 eine quantitative Straffung vornehmen wird. Die Markterwartungen an die Geldpolitik sind dabei besonders volatil und stellen sich zunehmend auf Entspannungssignale der W\u00e4hrungsh\u00fcter ein. Mehr Zentralbankgeld, weniger Unsicherheit \u2013 das k\u00f6nnte sich im derzeitigen Umfeld als tr\u00fcgerische Formel erweisen. Mit Geldpolitik l\u00e4sst sich die Konjunktur im derzeitigen Umfeld kaum anschieben, daf\u00fcr w\u00fcrden Inflationsimpulse umso mehr verst\u00e4rkt. Da ist eher die Fiskalpolitik gefragt, wenn auch diese nicht ohne inflation\u00e4re Impulse ist.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Nach Sch\u00e4tzungen des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (<strong>IWF<\/strong>) hat sich der finanzpolitische Kurs im Laufe des letzten Jahres in den Industriel\u00e4ndern bereits wieder in den neutralen und in den Schwellenl\u00e4ndern in den restriktiven Bereich verschoben. Allerdings sollten h\u00f6here Sicherheits- und Milit\u00e4rausgaben als Reaktion auf die geopolitische Lage in den kommenden Jahren in mehreren L\u00e4ndern f\u00fcr Impulse sorgen, allerdings in einer Weise, die der Produktivit\u00e4t und dem Potenzialwachstum keinen Auftrieb verleiht. Einige L\u00e4nder, allen voran <strong>China<\/strong>, haben bereits zus\u00e4tzliche fiskalische Unterst\u00fctzung signalisiert, um das Wirtschaftswachstum zu stabilisieren.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Die <strong>Stagflation <\/strong>auszurufen, daf\u00fcr ist die Konjunktur noch zu robust. Wir gehen zwar von Wachstumsd\u00e4mpfern aufgrund der Invasion der Ukraine aus, aber der Konjunkturpfad l\u00e4sst insgesamt ein Wachstum \u00fcber Potenzial erwarten.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Allerdings: Die Kombination aus geopolitischen Verwerfungen, erh\u00f6hter Unsicherheit, anhaltender und hoher Inflation, nachlassender wirtschaftlicher Dynamik, und\u00a0Zentralbanken, die deutlich &#8220;hinter die Kurve&#8221; geraten sind, bietet ein schwieriges Umfeld f\u00fcr Anleger. Generell scheint bei risikobehafteten Verm\u00f6genswerten nach wie vor eine vorsichtige Haltung geboten.<\/p>\n<div class=\"component agi-general-content-rte \" data-component=\"general-content\">\n<div class=\"l-container u-margin-top-xl u-margin-bottom-2m agi-rte\">\n<div class=\"l-grid__row u-margin-top-xl\" data-component=\"summary-text-image\">\n<div class=\"l-container \" style=\"text-align: justify;\" data-component=\"general-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Abgesehen von der menschlichen Trag\u00f6die und den geopolitischen Auswirkungen wird der Angriff der russischen Streitkr\u00e4fte auf die Ukraine weitreichende Folgen f\u00fcr die europ\u00e4ische und globale Wirtschaft sowie f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte haben.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5090,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-10550","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10550","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10550"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10550\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10551,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10550\/revisions\/10551"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10550"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10550"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10550"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}