{"id":10654,"date":"2022-03-25T15:54:25","date_gmt":"2022-03-25T14:54:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10654"},"modified":"2022-03-25T15:56:33","modified_gmt":"2022-03-25T14:56:33","slug":"allianz-gi-stimmungsbilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-stimmungsbilder\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Stimmungsbilder"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Die Entwicklungen der letzten Wochen, die einer Mischung aus geopolitischen Zerw\u00fcrfnissen sowie steigenden Inflationsund Konjunktursorgen entspringen, schlagen sich nicht nur in den Kursen an den Kapitalm\u00e4rkten, sondern \u2013 wenn wundert es \u2013 auch im medialen Stimmungsbild nieder. Beides mit der Tendenz der gegenseitigen Verst\u00e4rkung.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer\u00a0 Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Die Indikatoren f\u00fcr wirtschaftliche und politische Unsicherheit (\u201eEconomic Policy Uncertainty Indicator\u201c &#8211; EPU), welche die Berichterstattung der Leitmedien auswerten, sind weiter gestiegen. Dabei f\u00e4llt besonders auf, dass die <strong>Medienberichterstattung<\/strong>, welche oft auch ein guter Vorlaufindikator f\u00fcr das Gesamtsentiment ist, sich besonders f\u00fcr <strong>Deutschland<\/strong> weiter eingetr\u00fcbt hat, w\u00e4hrend der Indikator f\u00fcr <strong>Gro\u00dfbritannien<\/strong> und gro\u00dfe EU-L\u00e4nder (<strong>Frankreich<\/strong>, <strong>Spanien<\/strong> und <strong>Italien<\/strong>) eher ein Aufder-Stelle-treten oder sogar leichte Verbesserungen (Gro\u00dfbritannien) ausweist (vgl. Grafik der Woche). Das kann als Indikator der gr\u00f6\u00dferen wirtschaftlichen Exponiertheit der Bundesrepublik gegen\u00fcber Russland sowie der hohen Abh\u00e4ngigkeit, der von dort stammenden \u00d6l- und Gaslieferungen gewertet werden.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Volksrepublik <strong>China<\/strong> zeigt der EPU, nach einer Phase starker Anstiege \u00fcber die ersten Covid-19-Pandemiewellen hinweg, in der j\u00fcngeren Zeit die deutlichsten Verbesserungen bei der medialen Berichterstattung. Das kann auch damit zusammenh\u00e4ngen, dass die chinesische Regierung ihre geld- wie fiskalpolitischen Lockerungen fortsetzt. J\u00fcngst hat sie eine Senkung der Einkommenssteuer f\u00fcr kleinere Firmen um f\u00fcnf Prozentpunkte angek\u00fcndigt, die bis 2024 gelten. Die davon beg\u00fcnstigten Firmen umfassen ca. 80% der Besch\u00e4ftigten in den St\u00e4dten.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Der <strong>Index der geopolitischen Risiken<\/strong> (\u201eGeopolitical Risk Indicator\u201c &#8211; GPR), der die 10 gr\u00f6\u00dften Zeitungen der USA auswertet, ist Aktuelle Publikationen Investieren gegen den Klimawandel Ob Demografie, Populismus, technologischer Wandel oder Klima: Investitionen k\u00f6nnen einen wichtigen Beitrag zur L\u00f6sung unserer wichtigsten Probleme leisten. Es geht um \u201eFinance for Future\u201c \u2013 die gezielte Anwendung von Investitionen f\u00fcr die Aufgaben der Zukunft. Ein Beitrag von Hans-J\u00f6rg Naumer. Verm\u00f6gensbildung als Querschnittsaufgabe der Politik Eigentum \u2013 und damit die Verm\u00f6gensbildung auf dem Weg dorthin \u2013 spielt in der Sozialen Marktwirtschaft eine zentrale Rolle. Eine Politik, die Verm\u00f6gensbildung erleichtert, f\u00f6rdert den gemeinsamen Wohlstand, verringert die Ungleichheit und st\u00e4rkt den Souver\u00e4n, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Active is: Investieren als rationaler Optimist! Die Welt wird immer besser. Alle Indikatoren sprechen die gleiche Sprache: steigende Lebens-erwartung auf allen Kontinenten, sinkende Kindersterblichkeit und Kinderarbeit, steigender Wohlstand, sinkende \u2013 aus globaler Perspektive \u2013 Ungleichheit. Wo sich die kreative Disruption entfalten kann, haben wir allen Grund zum rationalen Optimismus. Aber was bedeutet das (nicht nur) f\u00fcr Investoren? Quelle: Vergangene Wertentwicklungen ist keine verl\u00e4sslichen Prognosen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Wertentwicklungen. AllianzGI Global Capital Markets &amp; Thematic Research, Datastream. Index wirtschaftspolitischer Unsicherheit Ausgew\u00e4hlte EU-Staaten: Index wirtschaftspolitischer Unsicherheit, gleitender Dreimonatsdurchschnitt derweil bzgl. der Ukraine auf ein neues Rekordhoch geklettert. Der prozentuale Anteil aller Nachrichtenartikel, die sich auf geopolitische Risiken im Zusammenhang mit der Ukraine beziehen liegt mittlerweile bei \u00fcber 4% und hat damit die Wahrnehmungsschwelle deutlich \u00fcberschritten.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">In diesem Umfeld verwundert es wenig, dass auch der \u201e<strong>Composite Systemic Stress Index<\/strong>\u201c (CISS) der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) zunehmende Verspannung anzeigt. Gleiches gilt f\u00fcr den \u201eFinancial Stress Index\u201c der Federal Reserve von St. Louis.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die <strong>Volatilit\u00e4t<\/strong>, gemessen am VIX und MOVE, nicht nur bei Aktien sondern auch bei Anleihen deutlich gestiegen ist, drehen auch die <strong>Inflationserwartungen<\/strong> f\u00fcr die USA und den Euroraum nach oben. Dies zeigt sich \u00fcber die Breite der Indikatoren: Sowohl was die professionellen Prognostiker angeben, als auch die breiteren Umfragen, wie jene von der Universit\u00e4t von Michigan, sowie auch die sich aus den Anleihen ergebenden BreakevenInflationsraten. Da wundert es wenig, wenn auch die Zinswende der gro\u00dfen Notenbanken in den Geldmarkts\u00e4tzen vorweggenommen wird \u2013 f\u00fcr die Fed deutlich st\u00e4rker als f\u00fcr die EZB. Die <strong>EZB<\/strong> k\u00e4mpfte dabei sp\u00e4testens seit Ende 2020 auf verlorenem Posten, wie eine Auswertung von Media Tenor zeigt. Der Anteil der Berichterstattung, die von steigenden Inflationszahlen ausgingen, war auf einen geradezu erdr\u00fcckenden Anteil geklettert, ohne dass die Zinsen reagiert haben.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">Die Woche voraus<\/h6>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">In er kommenden Woche stehen vor allem eine Reihe <strong>Stimmungs- und Umfrage basierter Daten<\/strong> an. Dazu geh\u00f6ren das Verbrauchervertrauen f\u00fcr Deutschland und Frankreich, sowie jenes des Conference Boards f\u00fcr die USA. Dazu das Vertrauen im Dienstleistungssektor und das Wirtschaftsvertrauen f\u00fcr die Eurozone. Wichtig auch der Tankan-Bericht zur Wirtschaftsstimmung in <strong>Japan<\/strong> und der ISM Einkaufsmanagerindex f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe in den USA. Das Indikatorentableau d\u00fcrfte eine Eintr\u00fcbung in Folge der Ukraine Invasion widerspiegeln, w\u00e4hrend sich in den Preisdaten (es stehen die Verbraucherpreise f\u00fcr die Eurozone und die Mitgliedsl\u00e4nder an) u.a. die gestiegenen Rohstoffpreise niederschlagen sollten. F\u00fcr Durchatmen bei den Zentralbanken d\u00fcrfte dies nicht sorgen.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Auf der <strong>technischen Seite<\/strong> haben die gro\u00dfen Aktienm\u00e4rkte durch die Kursr\u00fcckg\u00e4nge weiter an Bodenhaftung gewonnen, wie unser \u201e<strong>Schwerelosigkeitsindikator<\/strong>\u201c, der das KursGewinn-Verh\u00e4ltnis auf Basis der f\u00fcr die n\u00e4chsten 12 Monate erwarteten Gewinne in Relation mit der Volatilit\u00e4t setzt. Gleichzeitig zeigen die Relative-St\u00e4rke-Indikatoren, trotz der zwischenzeitlichen Erholungen an den Aktienm\u00e4rkten, eine tendenziell \u00fcberverkauft Lage an, was vor allem in eine Phase positiver Nachrichten hinein st\u00fctzend oder sogar befl\u00fcgelnd wirken d\u00fcrfte. Am Ende sind es die harten Fakten, und vor allem Meldungen \u00fcber Fortschritte in der Ukraine, welche eine Trendwende herbeif\u00fchren sollten. Bleiben wir also hoffnungsfroh.<\/p>\n<div class=\"component agi-general-content-rte \" data-component=\"general-content\">\n<div class=\"l-container u-margin-top-xl u-margin-bottom-2m agi-rte\">\n<div class=\"l-grid__row u-margin-top-xl\" data-component=\"summary-text-image\">\n<div class=\"l-container \" style=\"text-align: justify;\" data-component=\"general-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Die Entwicklungen der letzten Wochen, die einer Mischung aus geopolitischen Zerw\u00fcrfnissen sowie steigenden Inflationsund Konjunktursorgen entspringen, schlagen sich nicht nur in den Kursen an den Kapitalm\u00e4rkten, sondern \u2013 wenn wundert es \u2013 auch im medialen Stimmungsbild nieder. 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