{"id":10803,"date":"2022-04-08T15:30:40","date_gmt":"2022-04-08T13:30:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10803"},"modified":"2022-04-08T16:55:40","modified_gmt":"2022-04-08T14:55:40","slug":"allianz-gi-entkoppelung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-entkoppelung\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Entkoppelung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : W\u00e4hrend die Inflationsraten, nicht nur in der Eurozone, weiter steigen, versch\u00e4rft sich die Entkopplung zwischen Nominalrenditen und Preisanstiegen.\u00a0<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Trotz der Renditeanstiege der j\u00fcngeren Zeit wurden die Realrenditen noch st\u00e4rker in den negativen Bereich gedr\u00fcckt. Die Energiepreise bleiben die Haupttreiber, gefolgt von den Nahrungsmittelpreisen, wobei sich bereits zeigt, dass die Entwicklung auch in der Kernrate ankommt. Dabei kommt es schon bei der Inflationswahrnehmung selbst zu einer Entkopplung, je nachdem, wer auf die Inflationsraten schaut. W\u00e4hrend die professionellen Prognostiker, wie auch die aus den Break-Even-Rates ablesbaren Erwartungen, noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig moderat nach oben gedreht haben, zeigt eine Studie der Europ\u00e4ischen Kommission vom Dezember letzten Jahres, dass die Verbraucher von deutlich st\u00e4rken Anstiegen ausgehen. Dabei sind die Inflationserwartungen der Verbraucher von den sozio\u00f6konomischen Faktoren abh\u00e4ngig, und d\u00fcrften stark von der aktuellen Entwicklung gepr\u00e4gt sein. Das ist nicht unproblematisch, da aus dieser Wahrnehmung schnell lohnpolitische Forderungen werden, was dann die LohnPreisspirale in Gang bringen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn schon nicht Entkopplung, so zumindest Divergenzen zeigen Indikatoren f\u00fcr wirtschaftliche und politische Unsicherheiten an, welche die Medienberichterstattung f\u00fcr die L\u00e4nder u.a. der Eurozone auswerten. Hier zeigt sich: Je st\u00e4rker die wirtschaftliche N\u00e4he zu Russland (und je st\u00e4rker die Abh\u00e4ngigkeit von \u00d6l und Gas), desto h\u00f6her erweisen sich die Ausschl\u00e4ge. F\u00fcr die USA f\u00e4llt der Anstieg im Vergleich mit der Eurozone noch einmal geringer aus. Eine \u00e4hnliche Divergenz zeigt sich auch beim \u201eComposite Systemic Stress Index\u201c der Europ\u00e4ischen Zentralbank als Abbild des Stresses im Finanzsystem der einzelnen L\u00e4nder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die divergente Medienberichterstattung sollte nicht ohne Auswirkung auf die Konjunkturund hier besonders auf die Sentimentindikatoren bleiben. Tats\u00e4chlich zeigen der Markit und der ISMEinkaufsmanagerindex f\u00fcr die USA derweil wiederholt Divergenzen bei der Entwicklung an, liegen aber unver\u00e4ndert auf expansivem Niveau. Der mehr auf die einheimische Industrie ausgerichtete Markit-Index stieg zuletzt, scheinbar von der Ukraine-Invasion unbeeindruckt weiter an. Dagegen verlor der mehr auf international agierende Gro\u00dfunternehmen fokussierte ISM-Index Terrain, weist aber dennoch ausk\u00f6mmliche Niveaus weit \u00fcber der 50er-Marke auf. Die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone stehen dagegen insgesamt deutlich st\u00e4rker unter dem Eindruck der milit\u00e4rischen Eskalation in der Ukraine, welche auch die Lieferkettenproblematik wieder versch\u00e4rft. Am deutlichsten wird dies im direkten Vergleich des ISM f\u00fcr die USA mit dem ifoGesch\u00e4ftsklimaindex f\u00fcr Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei allen nationalen Einflussfaktoren (der USArbeitsmarkt pr\u00e4sentiert sich unver\u00e4ndert in einer herausragenden Verfassung, die Arbeitslosenrate von 3,6% steuert auf das historisches Vor-Covid-Tief zu) k\u00f6nnen die Divergenzen bei den Sentimentindikatoren auch als Zeichen daf\u00fcr gewertet werden, dass die Volkswirtschaften nicht alle gleich, und schon gar nicht gleich stark, unter den \u00f6konomischen Folgen Ukraine-Invasion leiden. Dies bedeutet auch, dass sie von weiteren Entspannungen bei der Covid19- Pandemie profitieren k\u00f6nnen. Tats\u00e4chlich geht die Zahl der neuen F\u00e4lle global ebenso zur\u00fcck, wie die Zahl der Pandemie-Toten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Wachstumserwartungen aufgrund der geopolitischen Lage angepasst werden m\u00fcssen, bzw. schon angepasst wurden, w\u00e4re es in der Gesamtsicht noch zu fr\u00fch, von einer l\u00e4nger anhaltenden Stagflation, oder gar globalen Rezession auszugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So sollten auch die in der kommenden Woche anstehenden Indikatoren Belastungen anzeigen, nach Regionen unterschiedlich, was aber nicht hei\u00dfen muss, dass der Wachstumspfand verlassen wird. Wichtig wird dabei das am Donnerstag anstehende Verbrauchervertrauen d. Universit\u00e4t Michigan. Es hatte zuletzt stark verloren, divergiert aber vom immer noch robusten, vom Arbeitsmarkt gepr\u00e4gten, Verbrauchervertrauen des Conference Boards.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der technischen Verfassung f\u00e4llt auf, dass sich die auf den Euro STOXX eingegangenen Short-Positionen auf einem extrem hohen Niveau bewegen. Ein gro\u00dfer Pessimismus der Anleger trifft auf Relative-St\u00e4rke-Indikatoren, die sich f\u00fcr die gro\u00dfen Benchmarks im neutralen Bereich bewegen. Ein unmittelbarer Abgabedruck l\u00e4sst sich daraus nicht ablesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Woche positiver Nachrichten w\u00fcnscht Ihnen,<\/p>\n<div class=\"component agi-general-content-rte \" data-component=\"general-content\">\n<div class=\"l-container u-margin-top-xl u-margin-bottom-2m agi-rte\">\n<div class=\"l-grid__row u-margin-top-xl\" data-component=\"summary-text-image\">\n<div class=\"l-container \" style=\"text-align: justify;\" data-component=\"general-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : W\u00e4hrend die Inflationsraten, nicht nur in der Eurozone, weiter steigen, versch\u00e4rft sich die Entkopplung zwischen Nominalrenditen und Preisanstiegen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5090,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-10803","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10803","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10803"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10803\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10810,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10803\/revisions\/10810"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10803"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10803"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10803"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}