{"id":10818,"date":"2022-04-12T08:30:37","date_gmt":"2022-04-12T06:30:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=10818"},"modified":"2022-04-12T09:24:31","modified_gmt":"2022-04-12T07:24:31","slug":"lgt-navigator-gewinnsaison-wird-zur-naechsten-bewaehrungsprobe-fuer-die-boersen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-gewinnsaison-wird-zur-naechsten-bewaehrungsprobe-fuer-die-boersen\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Gewinnsaison wird zur n\u00e4chsten Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr die B\u00f6rsen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : In einem ohnehin volatilen Marktumfeld legen die ersten US-Konzerne diese Woche ihre Quartalszahlen vor. Steigende Zinsen und Konjunktursorgen schicken die B\u00f6rsen derweil auf Talfahrt. Inflationsdaten aus den USA k\u00f6nnten heute f\u00fcr weitere Turbulenzen sorgen. Sie werden am Nachmittag publiziert.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Konjunktursorgen und steigende Zinsen haben den B\u00f6rsen einen schwachen Start in die neue Woche beschert. So haben die strikten \u00abLockdown\u00bb-Massnahmen in China f\u00fcr Produktionseinschr\u00e4nkungen in Wirtschaftszentren wie Shanghai gesorgt und die Konsumentenpreise in der Volksrepublik angeheizt. China erlebt derzeit die heftigste Coronawelle seit Ausbruch der Pandemie. Sollte sich das Wachstum in der zweitgr\u00f6ssten Volkswirtschaft der Welt abk\u00fchlen, d\u00fcrfte das auch Folgen f\u00fcr die globale Wirtschaft haben. Die Verunsicherung machte sich auch an den Energiem\u00e4rkten bemerkbar, wo sich Roh\u00f6l am Montag um rund -4% verbilligte. Loretta Mester, Pr\u00e4sidentin der Distriktnotenbank Cleveland, erkl\u00e4rte, die Lage in China k\u00f6nnte die Probleme in den globalen Lieferketten erneut versch\u00e4rfen und damit auch die US-Teuerung weiter anfachen. Die neusten Zahlen zur amerikanischen Inflationsentwicklung werden heute Nachmittag publiziert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Derweil sind die Renditen von US-Staatsanleihen weiter gestiegen. Zehnj\u00e4hrige US-Treasuries rentierten am Montag bis zu 2.78% und notierten damit so hoch wie zuletzt im Januar 2019. Der j\u00fcngste Renditesprung wird durch die bevorstehende aggressive Straffung der US-Geldpolitik getrieben, die das Fed zur Eind\u00e4mmung der Inflation in Aussicht gestellt hat. Umso genauer werden Anleger die Entwicklung der Konsumentenpreise unter die Lupe nehmen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gr\u00f6ssten Verluste an den US-Aktienm\u00e4rkten verzeichneten einmal mehr Technologieaktien, die deutlich unter den anziehenden Zinsen leiden d\u00fcrften. Der Nasdaq Composite b\u00fcsste am Montag -2.2% ein. Der S&amp;P 500 verlor -1.7% und der Dow Jones gab -1.2% nach.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch an den asiatischen B\u00f6rsen geht es nach den deutlichen Verlusten des Vortages erneut abw\u00e4rts. Der Hang Seng verliert in Hongkong -0.8% und der Shanghai Composite gibt -0.7% nach. In Tokio verliert der Nikkei -1.8%.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auftakt zur Gewinnsaison<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der n\u00e4chste H\u00e4rtetest f\u00fcr die Aktienm\u00e4rkte steht bereits unmittelbar bevor, denn diese Woche f\u00e4llt an der Wall Street der Startschuss zur Gewinnsaison des ersten Quartals. Den Auftakt machen traditionsgem\u00e4ss die US-Grossbanken, wobei JPMorgan Chase am Mittwoch die Zahlen vorlegt, gefolgt von Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Wells Fargo am Donnerstag. Anleger erwarten die Quartalsausweise mit Spannung, um einen Eindruck zu gewinnen, wie die Unternehmen die steigenden Kosten verkraften \u2013 denn von L\u00f6hnen \u00fcber Material bis zu Energie haben sich die Preise seit Jahresbeginn auf breiter Front verteuert. In diesem Umfeld profitieren Unternehmen, die den Preisanstieg wenigstens teilweise an ihre Kunden weitergeben k\u00f6nnen. Ein besonderes Augenmerk wird somit auf den Margen liegen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Datendienstleister FactSet sch\u00e4tzt, dass die S&amp;P-500-Konzerne f\u00fcr das erste Quartal auf aggregierter Basis eine Gewinnmarge von 12.1% ausweisen werden. Das liegt etwas unter den Werten der Vorquartale, aber nach wie vor \u00fcber dem f\u00fcnfj\u00e4hrigen Schnitt von 11.2%. Die Unternehmensgewinne d\u00fcrften im Jahresvergleich um +4.5% steigen, berechnet FactSet. Dies, nachdem sie im Schlussquartal 2021 mehr als +31% geklettert sind. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren d\u00fcrften aber erheblich sein. W\u00e4hrend die Energiebranche ihren Gewinn im Jahresvergleich fast verdreifachen k\u00f6nnte, muss sich beispielsweise der Finanzsektor auf einen Gewinnr\u00fcckgang einstellen, prognostizieren Analysten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Russland droht der Staatsbankrott<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gefahr einer Staatspleite von Russland ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen: Das Land hat seine Zahlungsverpflichtungen verletzt und ausstehende Schulden in Rubel statt wie vorgesehen in US-Dollar beglichen. Die amerikanische Ratingagentur Standard &amp; Poor\u2019s (S&amp;P) hat daraufhin die Kreditw\u00fcrdigkeit von Russland erneut herabgestuft und die Bewertung auf \u00abSelective Default\u00bb gesenkt. Moskau hat nun dreissig Tage Zeit, seinen Verpflichtungen doch noch nachzukommen. Zugleich stellt S&amp;P die Kreditbewertung von Russland ein und folgt damit dem Beispiel der Ratingagenturen Moody\u2019s und Fitch. Die Agenturen setzen damit die Sanktionen der EU um, die es verbieten, die russische Bonit\u00e4t weiterhin zu bewerten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wegen der westlichen Sanktionen ist der Zugang des Kremls zum Kapitalmarkt stark eingeschr\u00e4nkt, zudem sind die russischen Devisenreserven weitgehend blockiert. Der russische Wirtschaftsminister Anton Siluanow erkl\u00e4rte k\u00fcrzlich in einem Interview, Russland werde im laufenden Jahr keine Staatsanleihen mehr platzieren und verwies auf die hohen Schuldzinsen. Siluanow geht aber davon aus, dass Russland die laufenden Staatsausgaben durch die Einnahmen aus dem Verkauf von Energie decken kann. So zahlt allein die EU t\u00e4glich 1 Milliarde Euro f\u00fcr \u00d6l- und Gaslieferungen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 12. April<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:00<\/td>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreisindex (M\u00e4rz, M\/M)<\/td>\r\n<td>+2.5%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>11:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>ZEW-Konjunkturerwartungen (April)<\/td>\r\n<td>38.7<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreisindex (M\u00e4rz, J\/J)<\/td>\r\n<td>+7.9%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 13. April<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Barry Callebaut<\/td>\r\n<td>Q2 2022<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>JPMorgan Chase<\/td>\r\n<td>Q1 2022<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : In einem ohnehin volatilen Marktumfeld legen die ersten US-Konzerne diese Woche ihre Quartalszahlen vor. Steigende Zinsen und Konjunktursorgen schicken die B\u00f6rsen derweil auf Talfahrt. Inflationsdaten aus den USA k\u00f6nnten heute f\u00fcr weitere Turbulenzen sorgen. 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