{"id":11011,"date":"2022-05-06T15:21:06","date_gmt":"2022-05-06T13:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=11011"},"modified":"2022-05-06T15:22:00","modified_gmt":"2022-05-06T13:22:00","slug":"allianz-gi-reale-rendite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-reale-rendite\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Reale Rendite"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Die Inflation ist wieder zur\u00fcck. Sie macht sich nicht nur bei den t\u00e4glichen Eink\u00e4ufen bemerkbar, sondern auch bei der Kapitalanlage.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Zwar sind die Nominalrenditen in weiten Teilen der Welt gestiegen und liegen jetzt weltweit zum \u00fcberwiegenden Teil wieder \u00fcber der Nullgrenze, aber das sind eben nur die nominalen Renditen. Die Inflation wird dabei nicht ber\u00fccksichtigt. Und das macht einen gewaltigen Unterschied! Entscheidend sind die Realrenditen \u2013 also das, was bei der Kapitalanlage \u00fcbrig bleibt, wenn \u00fcber den Anlagezeitraum die Inflation an den Ertr\u00e4gen und der Investition knabbert. Hier zeigt sich in allen gro\u00dfen Anlageregionen das gleiche Bild: Werden von den aktuellen Anleiherenditen \u00fcber Laufzeiten von drei Monaten bis 30 Jahren die in der jeweiligen Region vorherrschenden Inflationsraten abgezogen, ergeben sich fast ausschlie\u00dflich negative Realrenditen.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Zugegeben:<\/strong> Hierbei handelt es sich nur um eine Momentaufnahme, da die aktuellen Inflationsraten auf die unterschiedlichen Anlagezeitr\u00e4ume nicht einfach fortgeschrieben werden k\u00f6nnen. Es ist kaum anzunehmen, dass die Inflationsraten auf derzeitigen Niveaus verharren. Allerdings, wie schon l\u00e4nger zu erwarten, muss zuk\u00fcnftig wieder mit der Inflation gerechnet werden. Nicht zu vergessen: Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) will ohnehin auf Dauer eine Rate von 2 % p. a. erreichen. Gleichzeitig haben sich die Aussichten f\u00fcr die Weltwirtschaft im Strudel der Ukraine-Krise und der immer noch bestehenden Lieferkettenprobleme eingetr\u00fcbt. So geht der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF), trotz j\u00fcngster Korrekturen, weiterhin davon aus, dass die globale Konjunktur in diesem Jahr um 3,6 % wachsen wird. Obwohl diese Prognose eine Verlangsamung gegen\u00fcber 2021 bedeuten w\u00fcrde, l\u00e4ge sie immer noch \u00fcber dem seit 1980 gemessenen Durchschnitt von 3,4 %. Eine Stagflation, die h\u00e4ssliche Kombination einer l\u00e4nger anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Zudem kommen die Lockerungen nach der Omikron-Welle voran. Die Zahl der t\u00e4glichen Todesf\u00e4lle ist weltweit deutlich zur\u00fcckgegangen und k\u00f6nnte nach Angaben des amerikanischen Institute for Health Metrics and Evaluation bis sp\u00e4testens zum 1. August auf den niedrigsten Stand der Pandemie sinken. In vielen L\u00e4ndern herrschen ausgelastete Arbeitsm\u00e4rkte, w\u00e4hrend die privaten Haushalte, allen voran in den USA, durch die Lockerungen in der Lage sind, ihre \u00fcbersch\u00fcssigen Ersparnisse auszugeben. Die Wachstumsaussichten sind also gar nicht so schlecht. Insgesamt geht der Kampf um den Kaufkrafterhalt bei der Kapitalanlage im Umfeld steigender Inflationsraten und erh\u00f6hter Unsicherheit in die n\u00e4chste Runde. Der Fokus hat sich nur von negativen Nominal- auf negative Realrenditen verschoben.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">Taktische Allokation Aktien &amp; Anleihen<\/h6>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li class=\"body-one\">Die geopolitischen Unsicherheiten zeigen sich weltweit als unver\u00e4ndert erh\u00f6ht.<\/li>\n<li class=\"body-one\">Zu den damit verbundenen konjunkturellen Risiken kommen die geldpolitischen Unabw\u00e4gbarkeiten, die mit der Entwicklung der Inflationsraten verkn\u00fcpft sind.<\/li>\n<li class=\"body-one\">Im aktuellen Umfeld liegt eine taktische Untergewichtung von Aktien nahe. Rohstoffe bieten sich dagegen als \u00dcbergewichtung an<\/li>\n<li class=\"body-one\">Strategisch\/l\u00e4ngerfristig ausgerichtete Investoren richten ihr Augenmerk auf den Kaufkrafterhalt als unterste Verteidigungslinie der Kapitalanlage. Dar\u00fcber hinaus nehmen sie Sachwerte, zu denen (Qualit\u00e4ts-)Aktien als Form der Unternehmensbeteiligung geh\u00f6ren, in den Blick.<\/li>\n<li class=\"body-one\">Wie die rein historische Betrachtung zeigt, haben in Phasen mit Inflationsraten von unter 6 % im Vorjahresvergleich Aktien und Unternehmensanleihen im Durchschnitt besser abgeschnitten als Staatsanleihen und Bargeld.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">Aktien<\/h6>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li class=\"body-one\">Die geopolitischen Risiken und das sich \u00e4ndernde \u201eInflationsregime\u201c verringern den \u201eAppetit\u201c auf Kapitalanlagen, die eher zyklisch sind, also von der Konjunktur, beg\u00fcnstigt werden.<\/li>\n<li class=\"body-one\">Insgesamt hat sich das Konjunkturbild \u00fcber die letzten Wochen weiter eingetr\u00fcbt, was die Unternehmensgewinne zuk\u00fcnftig belasten sollte. Eher verhaltene Unternehmensausblicke f\u00fcr die n\u00e4chsten Quartale k\u00f6nnten negative Gewinnrevisionen ausl\u00f6sen.<\/li>\n<li class=\"body-one\">Gleichzeitig erscheinen Aktien, die ein geringeres \u201eBeta\u201c ausweisen, also im Vergleich mit dem breiten Markt weniger schwanken, in einem Umfeld erh\u00f6hter Volatilit\u00e4t als attraktiver.<\/li>\n<li class=\"body-one\">In Europa liegen die Bewertungsvielfache in etwa auf dem Durchschnitt der letzten Jahre. Das \u00fcber einen 10- Jahreszeitraum gegl\u00e4ttete Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnis in den USA l\u00e4sst sich weiter als erh\u00f6ht einstufen. Die Mixtur aus schw\u00e4cherem Wachstum und h\u00f6herer Inflation stellt einen Gegenwind f\u00fcr die Bewertung von Aktien dar.<\/li>\n<li class=\"body-one\">ESG-Faktoren, als Kriterien f\u00fcr die Nachhaltigkeit der Firmen, sollten auf Dauer eine wichtige Rolle bei der Einzeltitelselektion spielen.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">Anleihen<\/h6>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li class=\"body-one\">Der Markt antizipiert bereits etliche k\u00fcnftige Zinsschritte der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed). Diese hat erst k\u00fcrzlich wieder verdeutlicht, auf einen strafferen Kurs gegen\u00fcber der Inflation einschwenken zu wollen. Insgesamt gewichtet sie die Inflationsrisiken derzeit st\u00e4rker als die Wachstumsrisiken, auch wenn sich diese zuletzt ebenfalls erh\u00f6ht haben.<\/li>\n<li class=\"body-one\">Im Inflationsumfeld sollte die Duration bei Anleihen eher verk\u00fcrzt werden, d. h. die kurzen und mittleren Laufzeiten gegen\u00fcber den l\u00e4ngeren zu bevorzugen.<\/li>\n<li class=\"body-one\">Die aktuellen Risikozuschl\u00e4ge (\u201eSpreads\u201c) gegen\u00fcber Staatsanleihen lassen Unternehmensanleihen schlechterer Bonit\u00e4t kaum attraktiv erscheinen.<\/li>\n<li class=\"body-one\">Emerging Market-Hartw\u00e4hrungsanleihen und auf lokale W\u00e4hrungen lautende Anleihen sollten durch anziehende Inflationsraten und potenziell steigende US-(Real- )Renditen belastet bleiben.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Die Inflation ist wieder zur\u00fcck. 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