{"id":11257,"date":"2022-06-06T09:54:18","date_gmt":"2022-06-06T07:54:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=11257"},"modified":"2022-06-06T09:59:36","modified_gmt":"2022-06-06T07:59:36","slug":"mfs-im-big-macro-asset-allokation-alternativlos-war-frueher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/mfs-im-big-macro-asset-allokation-alternativlos-war-frueher\/","title":{"rendered":"MFS IM: Big Mac(ro) Asset Allokation \u2013 Alternativlos war fr\u00fcher"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"eplus-aDQUeX\" style=\"text-align: justify;\">MFS IM : Die gute alte TINA-Strategie \u2013 There is no alternative \u2013 kommt aus der Mode. Nachdem jahrelang fast alles fu\u0308r Aktien sprach, hat sich das Marktumfeld zuletzt stark vera\u0308ndert.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"eplus-480q7F\" style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator  eplus-HZJeoi\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Benoit Anne, Director Investment Solutions Group bei MFS Investment Management<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Asset-Allokation ko\u0308nnte an einem Wendepunkt stehen, und Anleihen ko\u0308nnten wieder interessanter werden. Bis vor Kurzem galten Aktien als Assetklasse der Wahl, an der kein Weg vorbeifu\u0308hrt. Das Wirtschaftswachstum war hoch und legte weiter zu, die Binnennachfrage war ungewo\u0308hnlich stabil. Doch zuletzt hat sich das Umfeld stark vera\u0308ndert. Jetzt gilt Inflation als wichtigstes Risiko, und die straffere US-Geldpolitik weckt Rezessionssorgen. Aktieninvestoren machen sich immer mehr Sorgen um Konjunktur und Unternehmensgewinne. Andererseits kam es zu einer dramatischen Korrektur am US-Anleihenmarkt, mit einem massiven Renditeanstieg. Au\u00dferdem weiteten sich die Credit Spreads aus. Was bei der Asset-Allokation fru\u0308her als alternativlos galt, ko\u0308nnte u\u0308berholt sein.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anleihen sind wieder attraktiver bewertet<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Fru\u0308her galt eine hohe Aktienquote als gesetzt, und sei es nur wegen der Dividenden. Bei niedrigen Anleihenrenditen war das auch sinnvoll. Mittlerweile liegt die US-Zehnjahresrendite aber wieder deutlich u\u0308ber der durchschnittlichen Dividendenrendite des S&amp;P 500. Der Vorsprung betra\u0308gt 130 Basispunkte, so viel wie zuletzt 2011.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bewertungen von Aktien und Anleihen haben sich angena\u0308hert. Aktien sind im Vergleich zu Anleihen noch immer gu\u0308nstig, aber der Bewertungsvorteil hat in den letzten Monaten stark nachgelassen. Das zeigt das sogenannte Fed-Modell, dem zufolge eine Gewinnrendite des S&amp;P 500 u\u0308ber der zehnja\u0308hrigen US-Staatsanleihenrendite ein Argument fu\u0308r Aktien ist. Eine Anleihenrendite u\u0308ber der Gewinnrendite spricht hingegen fu\u0308r Anleihen. Mit einer durchschnittlichen Gewinnrendite von etwa 4,3% ra\u0308t das Modell zwar noch immer zu Aktien, doch hat ihre Attraktivita\u0308t deutlich nachgelassen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anleihen auch fu\u0308r das Volatilita\u0308tsmanagement wichtig<\/strong><br \/><br \/>Aktien sind volatil und werden immer volatiler; der VIX notiert jetzt deutlich u\u0308ber seinem Langfristdurchschnitt. Die Ertragsvolatilita\u0308t von Anleihen ist zwar ebenfalls gestiegen, liegt aber immer noch deutlich unter der Volatilita\u0308t von Aktien und ist auch wesentlich stabiler. Da die Aktienquoten vieler Portfolios zurzeit recht hoch sind, ko\u0308nnten Umschichtungen in Anleihen die Volatilita\u0308t da\u0308mpfen. Risikoadjustiert ko\u0308nnten Anleihen im Vergleich zu Aktien wieder attraktiver werden. Wegen der hohen Teuerung sind zurzeit aber weder bei Aktien noch bei Anleihen hohe inflationsbereinigte Ertra\u0308ge zu erwarten. Dazu mu\u0308sste erst der Preisauftrieb nachlassen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Kursen ist deutliche Straffung der Geldpolitik beru\u0308cksichtigt<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Markt erwartet man fu\u0308r die USA jetzt Leitzinserho\u0308hungen der Fed bis auf etwa 3,30%, also um weitere gut 280 Basispunkte. Das ist mehr, als die Fed in ihrer Ma\u0308rz-Prognose in Aussicht gestellt hatte. Die Zinsvolatilita\u0308t ist aber hoch, und weil die Fed die Inflation beka\u0308mpfen will, spricht nach wie vor mehr fu\u0308r noch ho\u0308here Zinsen als fu\u0308r einen geringeren Anstieg. Langlaufende Titel ko\u0308nnten interessanter werden, wenn die erwarteten Zinserho\u0308hungen allma\u0308hlich in den Kursen enthalten sind und die Inflation nicht weiter steigt \u2013 oder wenn die Konjunktur unsicherer wird und die Notenbank ihre Anti-Inflations-Strategie u\u0308berdenkt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Unterdessen sind internationale Credits nach der ju\u0308ngsten Spreadausweitung wieder attraktiver. Nahezu alle Spreadprodukte sind in den letzten Monaten deutlich billiger geworden. Zwei Assetklassen stechen aber hervor. Nach der Korrektur sind die Spreads von europa\u0308ischen Investmentgrade-Unternehmensanleihen und Emerging-Market-Staatsanleihen attraktiv wie selten. Vor allem europa\u0308ische Unternehmensanleihen scheinen billig \u2013 nicht nur fu\u0308r Investoren aus Europa, sondern auch fu\u0308r US-Investoren, die sie in US-Dollar absichern. Schlie\u00dflich sind die Absicherungskosten des Euro in US-Dollar zurzeit negativ.(1) Die Spreads eurodenominierter Investmentgrade-Unternehmensanleihen sind jetzt fast wieder so weit wie im Dezember 2018, als Investoren wegen der strafferen US-Geldpolitik ho\u0308here Rezessionsrisiken sahen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen in der Asset-Allokation wieder Alternativen zu Aktien, da Anleihen durch Renditenormalisierung und Spreadausweitung attraktiver geworden sind: <strong>Wegen der anhaltenden Konjunkturschwankungen halten wir Anleihen in einem Multi-Asset-Portfolio fu\u0308r nu\u0308tzlich, um interessante risikoadjustierte Ertra\u0308ge zu erzielen.<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt l\u00e4uft der Arbeitsmarkt weiterhin auf Hochtouren. Anekdotische Hinweise deuten darauf hin, dass es f\u00fcr Unternehmen weiterhin schwierig ist, neue Mitarbeiter einzustellen, da die Nachfrage das Angebot noch immer \u00fcbersteigt. Mit Blick auf die Zukunft ist die US-Notenbank h\u00f6chstwahrscheinlich zuversichtlich, dass sie ihren aggressiven Kurs der geldpolitischen Normalisierung fortsetzen kann &#8211; dieser Arbeitsmarkt bietet viel Spielraum f\u00fcr Zinserh\u00f6hungen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"eplus-qAux6i\" style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MFS IM : Die gute alte TINA-Strategie \u2013 There is no alternative \u2013 kommt aus der Mode. 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