{"id":11512,"date":"2022-06-30T08:30:21","date_gmt":"2022-06-30T06:30:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=11512"},"modified":"2022-06-30T17:16:27","modified_gmt":"2022-06-30T15:16:27","slug":"lgt-navigator-drahtseilakt-fuer-zentralbanken-und-anleger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-drahtseilakt-fuer-zentralbanken-und-anleger\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Drahtseilakt f\u00fcr Zentralbanken und Anleger"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : An den B\u00f6rsen bestimmten auch zur Wochenmitte der Ausblick auf schnell steigende Zentralbankzinsen im Kampf gegen die hohe Inflation und die Angst vor einer Rezession die Stimmungslage an den Kapitalm\u00e4rkten.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Notenbanken, allen voran das Fed und die EZB, ist dies eine grosse Herausforderung und bleibt ein Balanceakt. US-Notenbankchef Powell warnte, dass eine verfestigte oder anhaltende Inflation schlimmer w\u00e4re als ein Wirtschaftsabschwung. W\u00e4hrenddessen deuten neuste Daten auf einen zumindest kurzfristig anhaltenden Inflationsdruck hin, was das Vertrauen der Konsumenten stark belastet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In New York dominierten die Rezessions\u00e4ngste und die Zur\u00fcckhaltung der Anleger. Der Dow Jones Industrial konnte am Mittwoch trotzdem leicht um +0.27% auf 31&#8217;029.31 Punkte zulegen. Der breite S&amp;P 500 blieb hingegen bei 3&#8217;818.83 Punkten praktisch unver\u00e4ndert (-0.07%) und an der Nasdaq verbuchten die Indizes leichte Verluste von rund -0.2%. Wenig Inspiration boten die revidierten Daten zum Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal. Demnach schrumpfte das weltgr\u00f6sste BIP mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von -1.6%, st\u00e4rker als bisher angenommen. Grund war vor allem ein schw\u00e4cher als antizipierter Privatkonsum. In Asien ist heute Morgen kein einheitlicher Trend an den Aktienm\u00e4rkten ersichtlich.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend am Anleihenmarkt die Rendite zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen leicht auf 3.10% zur\u00fcckging, profitierte der US-Dollar vom Zinsausblick und dr\u00fcckte den Euro klar unter die Marke von 1.05 bis auf 1.0440.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fed-Powell: Eine nachhaltige Inflation ist schlimmer als ein Wirtschaftsabschwung<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">US-Notenbank Jerome Powell \u00e4usserte sich am Mittwoch auf einem Zentralbanker-Forum in Portugal vorsichtig hinsichtlich des weiteren Konjunkturverlaufs. Die US-Wirtschaft sei seiner Einsch\u00e4tzung nach in einer nach wie vor gen\u00fcgend soliden Verfassung, um den geldpolitischen Straffungskurs des Fed verkraften zu k\u00f6nnen. Jedoch bleibe unklar, ob die US-Wirtschaft jemals wieder den Status von vor der Pandemie erreichen werde. Die Wirtschaft und die Inflationsdynamik w\u00fcrden derzeit von ganz anderen Kr\u00e4ften angetrieben und h\u00e4tten die globale Wirtschaftslandschaft ver\u00e4ndert. Neben den pandemiebedingten Unterbrechungen der Versorgungsketten habe der Krieg in Russland den Druck auf Lebensmittel und Inflation enorm erh\u00f6ht, was die Aufgabe des Fed, Preisstabilit\u00e4t und maximale Besch\u00e4ftigung zu sichern, zu einer anderen Aufgabe gemacht habe, als in den letzten 25 Jahren, kommentierte der Fed-Vorsitzende. Powell warnte, dass eine verfestigte oder anhaltende Inflation schlimmer w\u00e4re als ein Wirtschaftsabschwung. Am Forum nahmen auch EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde und der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey, teil.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gedr\u00fcckte Stimmung in Europas Wirtschaft<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die allgemeine Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Juni vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs, der sich versch\u00e4rfenden Inflation und der weiterhin schwierigen Situation in den weltweiten Lieferketten wieder verschlechtert. Darauf lassen die neusten Umfrageergebnisse der EU-Kommission schliessen. Demnach fiel der \u00abEconomic Sentiment Indicator\u00bb (ESI) im Juni um einen Punkt auf 104.0. Eingetr\u00fcbt hat sich insbesondere das Verbrauchervertrauen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Inflation in Deutschland durch Staatssubventionen etwas einged\u00e4mmt<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahresvergleich stiegen die Konsumentenpreise in Deutschland im Juni um +7.6%. Damit hat sich der starke Preisauftrieb mit der Einf\u00fchrung des Tankrabatts und des erm\u00e4ssigten Bahntickets etwas abgeschw\u00e4cht. Im Mai hatte die Teuerungsrate noch +7.9% betragen und hatte damit den h\u00f6chsten Stand seit fast 50 Jahren erreicht. Haupttreiber blieb im Juni die Energie, die sich gegen\u00fcber der Vergleichsperiode im Vorjahr um +38% verteuerte. Mehr bezahlen mussten deutsche Verbraucher aber auch f\u00fcr Lebensmittel (+12.7%).<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Spaniens Inflationsrate erreicht 10%-Marke<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Preisauftrieb der Verbraucherpreise in Spanien hat sich im Juni nochmals signifikant beschleunigt. Auf Jahressicht sprang die Teuerungsrate von +8.5% im Mai auf +10.0% im Juni. \u00d6konomen hatten einen nur geringf\u00fcgigen Anstieg auf +8.7% prognostiziert. Auch im Vergleich zum Vormonat war der Preisauftrieb mit +1.8% heftig (Konsens +0.8%).<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Deutscher Industrie fehlt das Material<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Einer aktuellen Umfrage des M\u00fcnchener Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo zufolge leiden deutsche Industrieunternehmen unter einem anhaltenden gravierenden Mangel an Material zur Produktion. Die angespannte Lage d\u00fcrfte der Umfrage zufolge bis ins n\u00e4chste Jahr anhalten. Insbesondere in der Elektroindustrie, dem Maschinenbau und der Autobranche rechnen jeweils an die 90% der befragten Firmen mit anhaltenden Lieferproblemen. Eine Entspannung der globalen Lieferkettenproblematik verschiebt sich immer weiter nach hinten und keine einzige Branche des Industriesektors geht davon aus, dass die Probleme noch in diesem Jahr gel\u00f6ste werden k\u00f6nnten, kommentierte das Ifo.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 30. Juni<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:00<\/td>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Einzelhandelsums\u00e4tze (Mai, M\/M)<\/td>\r\n<td>-5.4%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:45<\/td>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreise (Juni, J\/J)<\/td>\r\n<td>+5.8%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:00<\/td>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>KOF-Konjunkturbarometer (Juni)<\/td>\r\n<td>+96.8<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:55<\/td>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Arbeitslosenrate (Juni)<\/td>\r\n<td>5.0%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>11:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>Arbeitslosenrate (Mai)<\/td>\r\n<td>6.8%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:00<\/td>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreise (Juni, J\/J)<\/td>\r\n<td>+8.7%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Konsumausgaben (Mai, M\/M)<\/td>\r\n<td>+0.9%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Einkommen (Mai, M\/M)<\/td>\r\n<td>+0.4%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Erstantr\u00e4ge Arbeitslosenversicherung (w\u00f6chentlich)<\/td>\r\n<td>229&#8217;000<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>15:45<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Chicago Einkaufsmanagerindex (Juni)<\/td>\r\n<td>60.3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 30. Juni<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Micron Technology<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : An den B\u00f6rsen bestimmten auch zur Wochenmitte der Ausblick auf schnell steigende Zentralbankzinsen im Kampf gegen die hohe Inflation und die Angst vor einer Rezession die Stimmungslage an den Kapitalm\u00e4rkten.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5083,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[70],"tags":[112],"class_list":["post-11512","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lgt-navigator","tag-lgt-navigator"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11512"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11512\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11513,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11512\/revisions\/11513"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}