{"id":11697,"date":"2022-07-15T08:30:15","date_gmt":"2022-07-15T06:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=11697"},"modified":"2022-07-15T09:29:14","modified_gmt":"2022-07-15T07:29:14","slug":"lgt-navigator-quartalszahlen-der-us-grossbanken-belasten-boersenstimmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-quartalszahlen-der-us-grossbanken-belasten-boersenstimmung\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Quartalszahlen der US-Grossbanken belasten B\u00f6rsenstimmung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : Die Talfahrt an der Wall Street setzte sich am Donnerstag fort. Dazu trugen auch die unerwartet schlechten Quartalsergebnisse von JPMorgan Chase und Morgan Stanley bei.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die chinesische Wirtschaft ist im zweiten Quartal unerwartet langsam gewachsen. In Italien braut sich derweil eine Regierungskrise zusammen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verlustserie der US-B\u00f6rsen setzte sich am Donnerstag fort. Die Aussicht auf eine deutliche Versch\u00e4rfung der Geldpolitik sorgte f\u00fcr Nervosit\u00e4t unter Anlegern. Nachdem die Teuerung im Juni unerwartet hoch ausgefallen ist, signalisieren die Fed Funds Futures eine Zinserh\u00f6hung von +100 Basispunkten am n\u00e4chsten Treffen der US-Notenbank (Fed), das am 27. Juli stattfindet. Auch die US-Produzentenpreise sind im Juni rasant gestiegen und im Jahresvergleich um +11.3% geklettert. Gleichzeitig steigen die Rezessionssorgen, wie der monatliche Konjunkturbericht des Fed \u2013 das Beige Book \u2013 bereits am Mittwoch zeigte. Der S&amp;P 500 verlor -0.3% und der Dow Jones gab -0.5% nach. Der Nasdaq Composite b\u00fcsste -0.3% ein. Damit d\u00e4mmten die B\u00f6rsen die Tagesverluste, die teilweise bei deutlich \u00fcber -1% lagen, ein.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten Quartalsergebnisse der US-Grossbanken d\u00e4mpften die ohnehin tr\u00fcbe Stimmung zus\u00e4tzlich. Die Aktien von JPMorgan Chase b\u00fcssten -3.5% ein, nachdem das Branchenschwergewicht einen unerwartet deutlichen Gewinnr\u00fcckgang f\u00fcr das zweite Quartal bekannt gegeben hat und deshalb den R\u00fcckkauf eigener Aktien vorerst einstellt. Dabei schm\u00e4lerten insbesondere die R\u00fcckstellungen f\u00fcr drohende Kreditausf\u00e4lle den Gewinn: JPMorgan wappnet sich mit diesen Reserven f\u00fcr einen m\u00f6glichen Konjunkturabschwung. Auch Konkurrentin Morgan Stanley vermochte mit ihrem Quartalsausweis nicht zu \u00fcberzeugen. Die Titel verloren -0.5%. Heute folgen unter anderem die Ergebnisse von Citigroup und Wells Fargo.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die asiatischen B\u00f6rsen handeln am Freitag uneinheitlich. In Tokio gewinnt der Nikkei +0.7%. In Hongkong verliert der Hang Seng -1.6% und der Shanghai Composite gibt -0.4% nach.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Chinas Wirtschaft w\u00e4chst unerwartet langsam<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die strengen Corona-Massnahmen haben Spuren in der chinesischen Wirtschaft hinterlassen. So ist das Wachstum im zweiten Quartal deutlich abgesackt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die zweitgr\u00f6sste Volkswirtschaft um +0.4% gewachsen, wie das Pekinger Statistikb\u00fcro am Freitag mitteilte. Analysten hatten mit einem Plus von +1.2% gerechnet. China weist damit das schw\u00e4chste Quartalswachstum seit Beginn der Corona-Pandemie aus. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaftsleistung noch um +4.8% zugelegt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Euro handelt unter Parit\u00e4t<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Euro bleibt unter Druck. Am Donnerstag fiel er gegen\u00fcber dem US-Dollar bis auf USD 0.9952 und lag damit klar unter Parit\u00e4t zum \u00abGreenback\u00bb. Auch gegen\u00fcber dem Schweizer Franken bleibt der Euro schwach. Nachdem er am Mittwoch kurzzeitig unter CHF 0.98 gerutscht war, handelte das W\u00e4hrungspaar am Donnerstag wieder \u00fcber dieser Marke.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Eurozone ist derzeit mit einer Reihe von Problemen konfrontiert, die sich in der Euroschw\u00e4che spiegeln. So haben die steigenden Sorgen vor einer Energiekrise den j\u00fcngsten Ausverkauf des Euro befeuert. Zudem braut sich in Italien eine Regierungskrise zusammen. Staatspr\u00e4sident Sergio Mattarella hat am Donnerstagabend ein R\u00fccktrittsgesuch von Regierungschef Mario Draghi abgelehnt. Draghi muss sich nun der Vertrauensfrage im Parlament stellen. Bereits gestern hatte die F\u00fcnf-Sterne-Bewegung erkl\u00e4rt, sie werde dem Ministerpr\u00e4sidenten nicht das Vertrauen aussprechen. Damit droht Draghis Regierungsb\u00fcndnis zu zerbrechen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die schwache W\u00e4hrung droht, die Belastung durch die hohe Inflation zu versch\u00e4rfen: Da Energielieferungen \u00fcblicherweise in US-Dollar beglichen werden, verteuert die ung\u00fcnstige Wechselkursentwicklung die Rohstoffe zus\u00e4tzlich.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>EU-Kommission schraubt Inflationserwartungen nach oben<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EU-Kommission erwartet dieses Jahr rekordhohe Inflationsraten f\u00fcr den W\u00e4hrungsraum. Im Jahresdurchschnitt soll die Teuerung in der Eurozone demnach auf 7.6% klettern, sch\u00e4tzt die Beh\u00f6rde in ihrer Sommer-Konjunkturprognose. Im Fr\u00fchling hatte sie noch eine Inflationsrate von +6.1% prognostiziert. F\u00fcr 2023 wird eine Verlangsamung des durchschnittlichen Preiswachstums erwartet (+4%). An der Wachstumsprognose h\u00e4lt die EU-Kommission weitgehend fest: F\u00fcr den Euroraum erwartet sie ein Plus von +2.6%, nach +2.7% im Mai. Dagegen erwartet sie 2023 eine deutliche Konjunkturabk\u00fchlung, wobei das Wachstum auf +1.4% sinken soll.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 15. Juli<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>04:00<\/td>\r\n<td>China<\/td>\r\n<td>Bruttoinlandprodukt (Q2, J\/J)\u00a0<\/td>\r\n<td>+4.8%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>04:00<\/td>\r\n<td>China<\/td>\r\n<td>Industrieproduktion (Juni, J\/J)<\/td>\r\n<td>+0.7%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>11:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>Handelsbilanz (Mai)<\/td>\r\n<td>\u00a0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Einzelhandelsums\u00e4tze (Juni, M\/M)<\/td>\r\n<td>-0.3%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Empire-State-Index (Juli)<\/td>\r\n<td>-1.20<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>15:15<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Industrieproduktion (Juni, J\/J)<\/td>\r\n<td>+5.4%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>16:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Verbrauchervertrauen<\/td>\r\n<td>50.0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 15. Juli<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>DKSH<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Ems Chemie<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Richemont<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>BlackRock<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Citigroup<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Wells Fargo<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : Die Talfahrt an der Wall Street setzte sich am Donnerstag fort. 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